Montag, 13. März 2017

Antje Szillat - Tessa: Entscheidung des Herzens



Antje Szillat -  Tessa: Entscheidung des Herzens

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Coppenrath
  • ISBN-13: 978-3649622079
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre








Als das Pony Carlos sich bei einem Ausritt verletzt, ist die 13jährige Tessa untröstlich. Nie wieder will sie reiten, denn das wäre doch Verrat an ihrem Pony. Da Carlos jetzt weiter entfernt steht, auf einem Hof, der die idealen Bedingungen für ihn bietet, kann Tessa ihn leider kaum noch sehen.
Natürlich vermisst sie den Umgang mit Pferden. Aber ihr Herz  für ein anderes Pferd öffnen, das kann sie erst, als sie zufällig auf Ronja trifft. Die Hannoveraner-Stute ist traumatisiert, sie lässt sich schwer reiten und erschrickt ständig. Doch für Tessa ist es Liebe auf den ersten Blick. Kann sie ihre Eltern davon überzeugen, dass sie dieses Pferd braucht? Und ist sie überhaupt in der Lage ein so schwieriges Pferd zu reiten? Auch wenn sie talentiert ist, so wird schnell klar, dass die Aufgabe, sich Ronjas Vertrauen zu erarbeiten, nicht einfach ist. Ist sie vielleicht doch eine Nummer zu groß für die junge Tessa?

Auch wenn ich selber nie geritten bin, mag ich Pferderomane sehr gerne. Und dieser hier ist einer, bei dem man merkt, mit wie viel Liebe zum und Ahnung vom Pferd er geschrieben wurde. Antje Szillat ist selber begeisterte Reiterin und hat Erfahrungen mit einem schwierigen Pferd gesammelt. Das merkt man der Geschichte an, sie ist total authentisch. Kleine Pferdenärrinnen können beim Lesen vielleicht noch etwas lernen, das Buch ist aber keineswegs belehrend. Es vermittelt einfach nebenbei, worauf es bei Pferden ankommt, zeigt auf, wie viel Arbeit aber auch wie viel Freude Pferde machen und erzählt eine spannende Geschichte, in die sich junge Mädchen gut hineinversetzen können.

„Entscheidung des Herzens“ ist der erste Band rund um Tessa und ihre Pferde, wir können uns also noch auf viele weitere Abenteuer freuen.  

Freitag, 10. März 2017

Rainer Wekwerth – Camp 21: Grenzenlos gefangen



Rainer Wekwerth – Camp 21: Grenzenlos gefangen





Mike und Kayla sind eigentlich ganz normale Jugendliche. Durch eine Verkettung von Ereignissen landen sie aber in einem Erziehungscamp. Nach kurzer Zeit werden sie aus einem normalen Camp in das Camp 21 verlegt. Dort sind immer zwei Jugendlichedurch ein elektronisches Armband aneinander gefesselt. Sie können sich nicht weit voneinander enRtfernen, sonst empfangen sie unglaubliche Schmerzen. Doch was geschieht noch im Camp 21?

Camp 21 ist ein spannender Jugendroman, in dem Rainer Wekwerth mal wieder zeigt, dass er es schafft, Leser zu fesseln. Ich war auf jeden Fall gleich gefangen von der Geschichte rund um Kayla und Mike. Am Anfang liest sich alles noch wie ein recht normaler Bericht über ein Bootcamp. Kayla und Mike kommen beide relativ unverschuldet in dieses Erziehungscamp, auch wenn beide sicher keine Engel sind. Klar haben sie nicht alles richtig gemacht, aber ein Erziehungscamp erscheint doch als übertriebene Maßnahme. Und genau deswegen haben die Beiden auch gleich mein Herz gewonnen, waren mir sympathisch und ich habe mit ihnen mitgefiebert.

Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto spannender und geheimnisvoller wird sie. Es wird schnell klar, dass irgendetwas im Camp 21 nicht stimmt. Was genau und warum? Nun, um das zu erfahren, muss man selbst eintauchen in die Geschichte.

Ich kann sagen, das lohnt sich, denn ich fühlte mich von dem Hörbuch, das Mark Bremer eindrucksvoll eingelesen hat, von der ersten bis zur letzten Minute gut unterhalten. Nicht alles ist ganz logisch, und manches ging vielleicht etwas zu schnell, aber insgesamt habe ich die Geschichte zufrieden beendet. Auch wenn ich am Schluss gerne noch mehr über die Hintergründe erfahren hätte, so ist das Ende doch wirklich gelungen. Nachdem ich mit dem Ende der Labyrinth-Reihe von Rainer Wekwerth so meine Probleme hatte, hatte ich hier etwas Bedenken. Aber nein, das Ende ist nicht offen und wirklich zufriedenstellend.

Insgesamt ein spannender Jugendroman, dem ein paar Seiten mehr um mehr in die Tiefe bei den Hintergründen und den einzelnen Charakteren gehen zu können, gut getan hätten, der aber auch so eine rasante eindrucksvolle Geschichte bietet.

Eine Geschichte, die eine Sogwirkung auf mich hatte, so dass ich das Hörbuch in kürzester Zeit verschlungen hatte.  

Dienstag, 7. März 2017

Nina Weger – Club der Heldinnen: Entführung im Internat



    Nina Weger – Club der Heldinnen: Entführung im Internat
  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Oetinger 
  • ISBN-13: 978-3789104657
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 - 11 Jahre











Das Matilda Imperatrix ist eine ganz besondere Schule: Das Internat ist für Mädchen mit außerordentlichen Fähigkeiten. Und so tummeln sich hier Mädchen aus der ganzen Welt, die alle besondere Talente haben.
Pina, die von den Indianern abstammt, ist z.B. eine begabte Naturforscherin, und Flo, ihre beste Freundin und Spross einer alten Rittersfamilie, ist eine phantastische Planerin.
Die beiden Fünftklässlerinnen freuen sich schon auf die jährlich stattfindenden Geländespiele, bei denen man in Gruppen Geschicklichkeit und Ausdauer beweisen, sich durch unwegsames Gelände kämpfen und kniffelige Aufgaben lösen muss. Pina und Flo wollen endlich gewinnen. Die letzten Jahre sind sie knapp gescheitert, weil sie Flos kleine Schwester Charly mit im Team hatten.
Flo sollte sich also eigentlich freuen, dass Charly dieses Jahr in das Team von Pinas und ihrer neuen Zimmergenossin will. Doch irgendwie hat Flo kein gutes Gefühl dabei. Sie traut Blanca nicht richtig.
Und tatsächlich erfüllt sich ihre dunkle Vorahnung. Bei den Geländespielen verschwindet Charly. Was ist passiert? Können Pina und Flo Charly retten? Zähneknirschend muss Flo sich eingestehen, dass dieses nur mit Blancas Hilfe gelingen kann.

Ich habe schon als Kind Bücher geliebt, die im Internat spielen. Und hätte es damals schon den Club der Heldinnen gegeben, dann hätte ich mich wohl ins Matilda Imperatrix geträumt statt in ein normales langweiliges Internat.

Da es der erste Band rund um dieses besondere Internat ist, muss man natürlich erst einmal die Figuren und auch die Besonderheiten der Schule kennenlernen. Das passiert aber nebenbei, ohne dass Langeweile aufkommt. Langeweile ist auch schwierig bei so interessanten Charakteren. Hauptsächlich zu tun hat man es mit Pina, Flo und Blanca, drei sehr unterschiedlichen Mädchen. Dass sie so verschiedene Herkünfte und Hintergründe haben, merkt man in jeder ihrer Unterhaltungen. Während Pina mit Indianerweisheiten um sich wirft, flucht Blanca wie ein Pirat.
Neben den drei Mäcdhen erfährt man nur wenig von den anderen Schülerinnen, am meisten noch von Cilly und Lilly, zwei Zicken, die Flo und Pina nicht leiden können und sie bei regelwidrigen Verhalten (und das ist die Spezialität der Freundinnen, wer bleibt schon in der Burg, wenn man auch heimlich aus dem Fenster klettern kann?) erwischen wollen. Ein paar weitere Fünftklässler und auch Lehrer lernt man flüchtig kennen, und das was man von der bunten Truppe mitbekommt macht neugierig auf mehr. Ich nehme mal an, das eine oder andere Mädchen und vielleicht auch manche Lehrer werden in weiteren Abenteuern noch eine größere Rolle spielen.

Zum Kennenlernen ist es aber gut, dass sich die Geschichte eigentlich nur auf Blanca, Pina und Flo konzentriert. Statt langer Beschreibungen landet man schnell mitten im Abenteuer, und in was für einem!
Die Geschichte ist lustig und spannend und macht einfach ganz viel Spaß! Ich habe mich wohl gefühlt beim Lesen, habe die Mädchen gerne auf ihrem Abenteuer begleitet, mit ihnen gebangt und gerätselt und hoffe, es werden noch viele Bände folgen!


Mädchen und auch Jungs ab 9 werden sicher viel Freude beim Lesen dieses Buches haben. Und falls die Kids lieber vorgelesen haben wollen: Hier haben auch Erwachsene Spaß!  

Samstag, 4. März 2017

Davide Morosinotto - Die Mississippi-Bande: Wie wir mit drei Dollar reich wurden


  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Thienemann Verlag 
  • Übersetzer: Cornelia Panzacchi
  • ISBN-13: 978-3522184557
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre










Die vier Jugendlichen TeTrois, Eddie, Julie (genannt Joju) und ihr kleiner Bruder Tit sind zum Ärger ihrer Eltern dicke Freunde. Wann immer sie können, treffen sie sich heimlich in den Sümpfen. Zusammen sind sie die Mississippi-Bande, und sie kennen sich gut aus im Bayou.
Als sie beim Angeln eine Dose mit 3 Dollar finden, was Anfang des 20. Jahrhunderts richtig viel Geld war, beschließen sie, etwas aus dem berühmten Versandhauskatalog, den jeder Haushalt hat, zu bestellen. Und damit beginnt ein großes Abenteuer.

Dieses Abenteuer führt die vier Freunde quer durch Amerika nach Chicago. Sie sind so mancher Gefahr ausgesetzt und erleben richtig viel. Manchmal zu viel, bzw. alles wird irgendwie nur kurz angerissen und schon geht es weiter. Viele Themen sind in das Buch gesteckt, viele Probleme werden erwähnt, aber vieles eben nur kurz. Manchmal habe ich mich schon gefragt, warum es dann überhaupt erwähnt wird (z.B. bei Jojus erster Regelblutung, die kurz Thema ist, dann aber nicht mehr erwähnt wird, dabei müsste sie ja durchaus länger als 5 Minuten bluten). Und manchmal hätte ich einfach gerne mehr über die Hintergründe erfahren, z.B. mehr über die Besserungsanstalt, in der Joju im Laufe der Geschichte landet.
Vieles ging auch irgendwie zu glatt in dem Buch. Aber trotzdem war ich gut unterhalten.

Allerdings muss ich sagen, mit dem ersten Teil tat ich mich schwer. Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt. Drei dickere, die die eigentliche Geschichte erzählen, wobei der erste Abschnitt aus der Sicht von TeTrois, der zweite aus der Sicht von Eddie und der dritte schließlich von Joju erzählt wird. Der letzte Abschnitt ist viel kürzer, er spielt viele Jahre nach dem Abenteuer und hier berichtet der autistische schwarze Tit.

Den vierten Abschnitt hätte ich nicht gebraucht, oder zumindest nicht in dieser Form und Länge, ein kurzer Rückblick auf das, was nach dem dritten Abschnitt geschah, hätte gereicht. Zumal man hier nicht alles erfährt, was mich interessiert hätte, zu gerne hätte ich hier auch mehr darüber gewusst, wie es mit den Familien der Freunde weiterging.

Problematisch fand ich aber vor allem Abschnitt eins. Denn auch wenn ich die Geschichte von Anfang an spannend und interessant fand, so wurde ich doch nicht so richtig warm mit ihr. Irgendwann wurde mir klar, es liegt daran, dass mir TeTrois nicht sonderlich sympathisch war. Die Teile aus der Sicht von Eddie und Joju habe ich verschlungen, da war ich richtig drin in der Geschichte. Den Anfang fand ich eher zäh.

Auch wenn das jetzt nach ziemlich viel Kritik klang, so fühlte ich mich über die meiste Zeit doch sehr gut unterhalten und habe den Abenteuerroman durchaus genossen. Er ist nicht perfekt, aber doch unterhaltsam. Bei mir bekommt er 3,5 von 5 Sternen. Ich kann mir auch vorstellen, dass er bei der Zielgruppe gut ankommt – vorausgesetzt man kommt mit TeTrois irgendwie sehr bestimmenden und anstrengenden Art klar.

Donnerstag, 2. März 2017

Jana Herbst – Der Agent, meine Tochter & ich

Jana Herbst – Der Agent, meine Tochter & ich

Format: eBook
Seitenzahl: 395 Seiten
Verlag: Feelings
ISBN: 9783426444283















Sarah führt ein langweiliges verlässliches Leben und vergleicht sich selbst gerne mit einem Baumwollschlüpfer. Denn genau wie der ist sie zuverlässig, solide und berechenbar. Das war nicht immer so, aber seit der Geburt ihrer Tochter Lilly steht diese an erster Stelle und die Museumskuratorin führt ein ruhiges Leben.

Das ändert sich, als sie sich zu einer Clubnacht mit ihren Freundinnen überreden lässt. Denn dort trifft sie auf Lars. Nach einer heißen Nacht trennen sich ihre Wege, ohne, dass sie ihre richtigen Namen oder gar Telefonnummern ausgetauscht haben. Doch plötzlich steht Lars vor Sarahs Tür. Als Geheimagent ist er in einen Fall verstrickt, in dem auch Sarah eine Rolle zu spielen scheint.

Das ist der Beginn einer chaotischen Zeit, die das Leben der beiden auf den Kopf stellt.

Letztes Jahr habe ich mit viel Freude Highheels, Herz & Handschellen der Autorin Jana Herbst gelesen. Meine Erwartungen an Band 2, in dem übrigens auch Anna und Filip, die Protagonisten des ersten Bandes, kurz auftauchen, waren daher hoch. Und wurden übertroffen.

Sarah war mir noch sympathischer als Anna, und so konnte ich von Anfang an mit ihr mitfiebern und mitfühlen. Lars ist dabei ein wirklich toller Held, in den man sich als Leserin einfach verlieben muss. Und dann ist da noch die kleine Lilly, eine hochbegabte 7jährige, die mich immer wieder zum Lachen brachte. Überhaupt kam ich bei dem Roman aus dem Lachen und Schmunzeln kaum heraus. Die Seiten flogen nur so dahin und ich fühlte mich vorzüglich unterhalten.

Der Kriminalfall des Buches steht nicht richtig im Vordergrund, war aber so konstruiert, dass er mich mehrmals überraschen konnte. Wichtiger waren für mich aber die romantischen und die witzigen Aspekte, und die waren einfach grandios. Ich habe lange nicht mehr so gelacht beim Lesen und ich habe mich einfach von der ersten bis zur letzten Seite wohl gefühlt. Die Figuren sind lebensecht, voller Fehler und Zweifel, wirklich sehr menschlich und somit sympathisch und gut zum sich in sie hineinzuversetzen. So macht das Abtauchen in fremde Welten Spaß!

Wer gerne mal wieder Lachen möchte, der sollte zu diesem witzigen Romantic-Thrill-Roman greifen.

Ich werde mit Sicherheit auch die nächsten Werke von Jana Herbst lesen, denn mit ihrem Humor hat sie sich direkt in mein Herz geschrieben!

Sonntag, 26. Februar 2017

Interview mit Agnes M. Holdborg


(c) Agnes M. Holdborg
Heute habe ich ein neues Interview für euch. Ich hatte die Gelegenheit, die Autorin Agnes M. Holdborg zu interviewen. Und das hat mir wirklich viel Spaß gemacht. Ich hoffe, ihr habt auch so viel Spaß beim Lesen! 


Liebe Agnes,
seit 2013 hast du mehrere Bücher veröffentlicht.
Wie kam es dazu? Wolltest du schon immer schreiben?

Hierzu antworte ich stets: "Das Schreiben ist zu mir gekommen." :) Und das stimmt tatsächlich. Gedichte und kleine Geschichten hier und da sind mir vorher schon in den Sinn gekommen, aber ein Roman? Nein! Doch dann kam es sozusagen über mich. Die Geschichte, die Protas entwickelten sich nach und nach. Tja, und dann ging es los.

Deine ersten Veröffentlichungen waren die ersten beiden Bände der Fantasy-Elfensaga „Sonnenwarm und Regensanft“. Warum hast du begonnen, im Bereich Fantasy zu schreiben? Fasziniert dich dieses Genre auch als Leser besonders?

Seit "Harry Potter" hat die Fantasy mich fest im Griff. Ich lese seitdem zwar auch andere Genres, liebe aber die Fantasiewelten ganz besonders.

Trotzdem sollte es in meiner Geschichte eigentlich nicht um Fantasy gehen. Mein Kopf hatte etwas völlig anderes im Sinn. Doch dann haben sich die Elfen Zutritt verschafft. Das war äußerst spannend. :)

Wieso hast du dich gerade für Elfen bzw. Halbelfen als Protagonisten entschieden?

Weil sie es wollten, lach. Zuerst sah ich nur verschwommen, dass Fantasiefiguren in meiner Geschichte mitmachen wollten. Aber das Bild wurde von Buchstabe zu Buchstabe klarer, und dann war sie da, die Elfenwelt – meine Elfenwelt.

Das war übrigens bei meinem Einteiler "Kuss der Todesfrucht" genauso. Ich hatte an ein witziges, fetziges Chick-Lit-Büchlein gedacht, bis plötzlich die Götter dazwischenfunkten.

Neben Fantasyromanen hast du auch einen Erotikthriller veröffentlicht. Wie kam es dazu? Und ließ er sich einfacher oder schwieriger als die Fantasyromane schreiben?


Das ist eine, wie ich finde, sehr interessante Geschichte, denn dazu bin ich wirklich auf einem vollkommen anderen Weg wie bei meinen Fantasy-Romanen gekommen:

Eine befreundete Autorin hatte mir ans Herz gelegt, bei einem Wettbewerb von Neobooks (gehört zum Drömer & Knaur-Verlag) mitzumachen. Es ging um erotische Literatur. Da auch meine Fantasy-Geschichten hier und da "prickelnde" Szenen enthalten, habe ich mich dazu überreden lassen. Also schrieb ich einen Beitrag, den ich damals schon, im Jahre 2014 (oder war es 2013 ??? J ), mit "Der Horizont ist nah!" betitelte. Prompt gewann ich die Teilnahme an einem entsprechenden Seminar im Verlagshaus von Drömer & Knaur in München. Das war eine supertolle Erfahrung. Dieser Beitrag, den ich geschrieben hatte, spukte mir seitdem im Kopf herum. Während eines Urlaubs auf meiner Lieblings-Nordseeinsel Ameland kam mir dann die zündende Idee.

Ein Thriller ist schon ein anderes "Kaliber", finde ich: der Spannungsaufbau, die Struktur, die Story. Nie habe ich ein Buch derart oft sozusagen "von hinten nach vorne" schreiben müssen, weil mir immer wieder neue Ideen kamen, die ich entsprechend "einpflanzen" musste. Außerdem ist dieses Buch rein aus der Perspektive der Protagonistin Janina geschrieben, was für mich eine weitere neue Herausforderung darstellte. Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis allerdings mehr als zufrieden.

Auf was können wir uns in Zukunft von dir freuen? Wirst du auch noch weitere Genre ausprobieren?


Derzeit arbeite ich am fünften Teil von "Sonnenarm und Regensanft". Die Fantasy macht mir halt richtig viel Spaß. Aber ich schreibe auch an einem Geheimprojekt, und da geht es nicht um Fantasy. Mehr wird aber nicht verraten. Zudem wirbeln mir ein paar neue Ideen durch den Kopf. Leider bin ich zurzeit beruflich wie privat ein wenig "eingespannt", weshalb ich nicht so vorankomme, wie ich es mir wünsche. Doch auch langsam kommt man zum Ziel! :)

Wie entstehen deine Bücher? Hast du spezielle Schreibrituale? Schreibst du z.B immer am gleichen Ort oder zur gleichen Zeit?

Tatsächlich schreibe ich fast ausschließlich am selben Ort, nämlich in meinem Arbeitszimmer, das ich bei schönem Sommerwetter allerdings gerne mal auf den Balkon verlege. Zudem muss ich immer Schreibzeug zur Verfügung haben – überall! – am Nachttisch, in der Handtasche und und und, um mir Notizen zu machen. Ist ja klar!

Ansonsten schreibe ich, wann die Zeit es zulässt. Da gibt es keine Rituale oder Sonstiges. Außer eines: Ich brauche Ruhe. Musik oder ähnliches lenkt mich zu sehr ab. Und Fernsehen ist, seitdem ich schreibe, zur absoluten Nebensache geworden.

Was machst du, wenn du nicht schreibst? Bleibt neben dem Schreiben überhaupt noch Freizeit für Hobbys?

Wenig! Ich habe früher hin und wieder gemalt, aber mehr schlecht als recht. Das Schreiben liegt mir eindeutig mehr. :) Hin und wieder komme ich zum Basteln und Gestalten. Glückwunschkarten sind in dieser Hinsicht meine Domäne, und Dekorieren. Außer dem Schreiben fotografiere ich furchtbar gerne, was man an meinen Morgengrüßen auf Facebook und Instagram wohl nachvollziehen kann. :) Ansonsten macht mir natürlich Reisen sehr viel Spaß, und ich verbringe halt gerne Zeit mit meinen Lieben.

Kommst du auch noch zum Lesen? Wenn ja, gibt es ein Buch, das dich in letzter Zeit besonders beeindruckt hat und dass du uns ans Herz legen möchtest?

Im Moment ist die Zeit wirklich äußerst knapp, sodass ich kaum noch lese und wenn doch, dann rein zur Entspannung. Ich laufe auch keinen Hypes hinterher. Natürlich sind des Öfteren Bücher von Self-Publisher kolleginnen- und kollegen darunter, aber auch Nora Roberts oder Dan Brown oder Ken Follet, ach soooooo viele! – Wenn es die Zeit denn zulässt!

Du verkaufst deine Bücher signiert über die Online-Plattform Fanzauber, dem neuen Marktplatz für alles rund ums Buch. Wie wurdest du auf das Projekt aufmerksam? War für dich gleich klar, dass du dabei sein möchtest?
Sofort! Schließlich betreibt Ramona diesen Shop. Ich habe sie über Facebook kennen und schätzen gelernt, und ihre Ideen und ihren Tatendrang seit jeher bewundert. Mittlerweile ist weitaus mehr als eine Facebook-Freundschaft daraus entstanden. Wir haben uns schon des Öfteren persönlich gesehen, und ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen mit ihr. Für mich war sofort klar, dass ich bei ihrem Online-Shop mitmachen möchte, nicht nur wegen unserer Freundschaft, sondern weil ich es einfach für eine fabelhafte Idee halte, auf diesem Wege Leser, Autoren, Designer und Verlage zueinander zu führen.

Ich danke dir für das Interview.
Ich habe vor kurzem den ersten Band deiner Fantasy-Elfensaga gelesen und bin schon gespannt, wie die Geschichte weitergeht!


Oh, das freut mich außerordentlich! Ich möchte mich auch ganz herzlich bei dir für das tolle Interview bedanken! DANKE !!!


Mittwoch, 22. Februar 2017

Sean C. Jackson – Von hier nach da – Meditative Labyrinthe


Sean C. Jackson – Von hier nach da – Meditative Labyrinthe

  • Taschenbuch: 64 Seiten
  • Verlag: moses Verlag
  • ISBN-13: 978-3897779341
  • Danke an








Wer kennt sie nicht aus seiner Kinderzeit, die Labyrinth-Bilder, bei denen man einen Weg durch ein Gewirr an Wegen finden muss und dabei mit dem Stift in die eine oder andere Sackgasse fährt. Ich habe das als Kind recht gerne gemacht, später dann nicht mehr. Die kleinen Labyrinthe in Zeitungen oder Rätselbüchern sind ja aber meistens auch recht leicht.

Fasziniert hat mich jetzt die Vorstellung an ein ganzes Buch voll solcher Labyrinthe. Ich war aber auch etwas skeptisch. Ist das nicht viel zu einfach? Und damit zu langweilig?

Nein, das ist es nicht wirklich. Denn im Prinzip sind die Labyrinthe so wie die auf der Kinderseite der Zeitung, aber doch irgendwie auch anders. Zum einen sind sie größer, das Buch ist etwas größer als DinA4. Und dann sind sie auch och bunt und dreidimensional. Dadurch ist zum einen die Schwierigkeit viel höher als bei den kleinen schwarzweiß-Varianten, die ich von früher kannte, und zum anderen gibt es einfach viel mehr zu entdecken, macht es mehr Spaß, die Bilder anzuschauen.
Die Szenarien sind dabei vielfältig, es gibt Städtemit Wohnhäusern, Gärten, Burgen, Insel n und viel mehr. Mal rund, mal eckig, mal mit dickeren Wegen, mal mit dünnen, für Abwechslung ist wirklich gesorgt.

 Das Buch rät übrigens dazu, die Wege nur mit den Fingern abzufahren, so kann man es immer wieder benutzen.

Ich habe noch nicht alle Wege gesucht und gefunden, aber zwischendurch tauche ich immer mal wieder ein in die Welt der Labyrinthe und fühle mich zurückversetzt in meine Kindheit. Allerdings verlaufe ich mich heute viel öfter als früher. Und genau deswegen ist es für mich nicht so richtig entspannend und meditativ. Spaß macht es aber trotzdem.