Samstag, 27. Juli 2013

Sarah Harvey - Bitte nicht füttern

Sarah Harvey - Bitte nicht füttern
Taschenbuch: 352 Seiten
ISBN-13: 978-3492259378














Die junge Spanierin Linda Rivera hat eigentlich nur einen großen Wunsch: Sie möchte die Welt umreisen. Fremde Länder kennen lernen, Abenteuer erleben, einmal heraus kommen aus der eigenen Heimat, so stellt sie sich die nächsten Monate ihres Lebens vor. Es gibt da nur ein Problem: Ihr Vater möchte seine geliebte jüngste Tochter nicht loslassen. Viel lieber hätte er es, wenn sie weiter auf dem elterlichen Weingut arbeiten und den reichen Nachbarn heiraten würde. Als Lindas Bruder in Cornwall heiratet, nutzt sie die Chance, eine Weile bei ihm zu bleiben, um so von Cornwall aus zumindest eine kleine Reise zu starten. Endlich ist die Erfüllung ihres Wunschtraumes zum Greifen nah. Doch will sie das wirklich? Der begabte und bekannte Koch Rory wirbelt ihr Leben ganz schön durcheinander, fühlt sie sich doch von der ersten Begegnung an zu ihm hingezogen. Dabei ist verlieben doch erst auf der letzten Station der Reise erlaubt…

Wie die Liebesgeschichte von Rory und Linda sich entwickelt, das solltet ihr einfach selber nachlesen. „Bitte nicht füttern“ ist nämlich ein Buch, das richtig viel Spaß macht. Genau richtig für ein paar unbeschwerte Lesestunden im Sonnenschein. Wenn man selbst vielleicht gerade keinen Urlaub machen kann, kann man sich mit diesem Buch wenigstens etwas nach Spanien und vor allem Cornwall träumen.
Für mich war es das erste Buch von Sarah Harvey, und ich muss sagen, es hat mich begeistert. Ich konnte in der Geschichte versinken und richtig mitfiebern. Dabei sind nicht nur die Hauptfiguren sehr sympathisch, sondern das Buch besticht auch mit tollen Nebencharakteren. Rorys Freunde, Lindas Familie, eine Filmgesellschaft und eine dicke Katze, sie alle werden sehr lebendig dargestellt, so dass man sie (na ja, die meisten davon) schnell in sein Herz schließt. Und neben der Geschichte von Rory und Linda gibt es noch verschiedene Nebenhandlungen, die dafür sorgen, dass das Buch nie langweilig wird.


Die Katze Pimpf, die eine wichtige Rolle in dem Buch spielt, findet man übrigens nicht nur auf dem Cover, sondern auch auf jeder Seite des Buches. Am unteren Rand befindet sich nämlich ein Daumenkino, bei dem man zusehen kann, wie aus dem kleinen Pimpf ein dicker Kater wird. Solche Gestaltungsdetails lassen mein Buchherz ja immer höher schlagen. Danke an den Verlag für diese wunderschöne Gestaltung des Buches!


„Bitte nicht füttern“ ist eine wundervolle Sommerlektüre voller Witz und Charme. Es war sicher nicht das letzte Buch von Sarah Harvey, das ich lesen werde! 

Donnerstag, 18. Juli 2013

Kristina Steffan - Nicht die Bohne


Kristina Steffan - Nicht die Bohne

Taschenbuch: 352 Seiten












Ach du Scheiße. Eine blaue Linie. Zwei blaue Linien. Ich bin schwanger. Zusammengekrümmt hocke ich auf dem Badewannenrand und versuche eine Schnappatmung zu verhindern. Mir ist kotzübel. Auch mein Sprachzentrum scheint schockbedingt etwas in Mitleidenschaft gezogen zu sein, denn außer "Scheißescheißescheißescheiße" kommt nichts aus meinem Mund, und ich sehe mich nicht in der Lage, diese wenig variationsreiche Wortflut einzudämmen.
Zu meiner Verteidigung: Das kann einfach nicht wahr sein! Ich hatte dieses Jahr genau ein Mal Sex, und wir haben immerhin November. Ein Mal! Kein Mensch wird nach einem Mal Sex schwanger. (S. 1) 

Paula ist entsetzt, als sie den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hält. Nicht nur, dass sie keine Kinder mag, nein, sie hat sich gerade erst von ihrem langjährigen Freund Olaf getrennt, weil dieser Kinder wollte. Und ausgerechnet jetzt nach der Trennung ist sie schwanger von ihm. Sie, die BWL studiert hat und Karriere machen will. Sie, die selbst die Kinder ihrer Schwester nicht süß sondern einfach nur seltsam findet. Sie, für die Kinder wirklich Wesen von einem anderen Stern sind, Wesen, die sie nicht versteht und auch gar nicht verstehen will. Nein, Paula ist eine Arbeitsbiene, sie packt alle ihre Energie in ihren Job und ist zuversichtlich, sich bald ganz nach oben gearbeitet zu haben. Aber dann ist da auf einmal dieses Kind in ihr, das Kind, das auf dem Ultraschallbild aussieht wie eine Bohne. Und irgendwie bringt sie es nicht über sich, diese Bohne zu beseitigen. Aber sie zu behalten wirft ihr ganzes Leben durcheinander. Denn plötzlich ist ihr ständig übel, sie wird arbeitslos, bekommt spontan einen Job auf einem Ökohof und dann ist da noch der attraktive aber verschlossene Tischler namens Simon…

Kristina Steffan ist das Pseudonym der Autorin Kristina Günak. Mit ihren Büchern rund um die Erdhexe Elinore Brevent hat sie bereits bewiesen, dass sie es versteht, witzige Bücher zu schreiben. Mit „Nicht die Bohne!“ liegt nun ihr erstes Werk ohne Fantasyanteil vor. Ganz ohne Magie aber mit ihrem typischen Witz beschreibt sie das Leben von Paula. Während man Paula durch die Schwangerschaft begleitet, kommt man aus dem Lachen und Grinsen kaum heraus. Denn Paula hat wunderbare Freundinnen, etwas abgefahrene Eltern und Geschwister, die immer zu ihr stehen. Und all diese Personen wollen Anteil am Projekt Bohne haben. Wenn es auch  keinen aktiven Kindsvater gibt, so mangelt es Paula nicht an Begleitung für Termine wie Geburtsvorbereitungskurs oder Kreißsaalbesichtigung. Besonders die Kreißsaaltour hat es in sich, lassen ihre Freundin und ihre Schwester doch kein gutes Haar an den Räumen mit Badewanne, Walgesängen und Duftlämpchen. So manches Mal möchte Paula im Boden versinken, so manches Mal fragt sie sich, womit sie das alles verdient hat, und doch möchte sie die Bohne seltsamerweise auch nicht mehr missen.  Wenn sie nur einen richtigen Vater für die Bohne hätte. Doch der von ihr ausgewählte blockt immer wieder ab. Und eine Schwangerschaft ist auch nicht die beste Zeit, um sich einen Mann zu suchen. Andererseits, nach der Geburt wird sie noch weniger Gelegenheiten haben. Wenn sie nur wüsste, warum Simon sie nicht an sich heranlässt.

Wer neugierig auf Paulas Leben geworden ist und einfach ein paar witzige entspannte Lesestunden verbringen möchte, der sollte dieses Buch nach ganz oben auf seinen Stapel ungelesener Bücher befördern. Denn dieses Buch ist es wert, sofort verschlungen zu werden. Kristina Steffan schafft es, Paulas Welt total lebendig und gepaart mit ganz viel Sarkasmus zu schildern. Dabei wird die Geschichte aber nie unglaubwürdig, driftet nie ab in Richtung Klamauk. Nein, sie bietet durchaus auch ernste Themen und das Ganze ohne jemals langweilig zu werden.

„Nicht die Bohne!“ ist für mich ein absolutes Lesehighlight und ich hoffe, in Zukunft noch viel aus der Feder der sympathischen Autorin lesen zu dürfen. Gebt dem Buch eine Chance und lasst auch euer Herz von Paula und der Bohne im Sturm erobern!

Freitag, 12. Juli 2013

Loveletter convention 2013

Letztes Jahr war ich auf der 1. Loveletter convention. Ich habe die Convention als die entspannteste, familiärste und auch interessanteste Buchveranstaltung, die ich kenne, erlebt. Keine Frage, dass ich auch dieses Jahr unbedingt wieder dabei sein wollte. Und so machte ich mich Ende Mai auf den Weg nach Berlin zur 2. Loveletter convention. Wie letztes Jahr reiste ich auch dieses mal bereits Freitags an. Den Freitag nachmittag nutzte ich dann, um mich mit einer Bekannten zu treffen, eigentlich um einen Kaffee oder Tee zu trinken, aber nachdem wir feststellten, dass ein Afrikafestival am Alex ist, um einen afrikanischen Konzert zu lauschen, zu tanzen und über den Markt zu schlendern. Ein schöner Start in das Wochenende und da war es zum Glück auch noch trocken.


Abends war ich dann mit einigen Leuten aus der LLC-Facebookgruppe zum Abendessen verabredet. So konnte man ein paar der buchverrückten Besucher schon vorher etwas kennen lernen.

Richtig los ging es dann am Samstag. Eigentlich wollte ich früh am Kulturhaus sein, so wirklich klappte es nicht. Es war dann doch bereits 20 vor 9, als ich mich in die Schlange stellte, um mir meinen Besucherausweis und die Conventiontasche abzuholen. Aber ich habe es gerade noch rechtzeitig zum ersten Programmpunkt um 9 geschafft. Nur Zeit, die tolle Tasche und ihren Inhalt zu bewundern, hatte ich nicht. Und dabei hat diese Tasche alle Aufmerksamkeit verdient. Ich kannte ja die tolle Tasche mit Goodies vom letzten Jahr und dachte, dass es dieses Jahr ähnlich sein würde. Tja, im Prinzip war das auch so, nur diesmal war sie viel voller. Mein Plan, alles was sich am Tag so ansammelt und auch meinen Proviant in dieser Tasche zu verstauen, der ging schief. Denn die Tasche war schon voll. Da fanden sich ein Buch, Kugelschreiber, eine Olivenseife, eine Lichttüte und Teebeutel, Haftnotizen, ein Jojo... Ach, seht einfach selbst (wobei das Foto die Ausbeite am Abend zeigt, 1 Buch und ein paar Kleinigkeiten kamen erst im Laufe des Tages in die Tasche).

 Für den Anfang hatte ich mich für den Besuch der Lesungen entschieden. Also nach Erhalt der Tasche schnell hoch in zur Leselounge, die sich wie letztes Jahr in einem Balletraum befand, den man nicht mit Schuhen betreten durfte und in dem gemütliche Sitzkissen auf die Zuhörer warteten.
Da ich spät dran war, waren die Sitzkissen bereits alle besetzt, aber ein Platz auf dem Boden fand sich noch und entspannt lauschte ich Kerstin Giers Lesung aus "Auf der anderen Seite ist das Gras viel Grüner". Wer Kerstin und ihre Lesungen kennt, dem wird klar sein, wie viel Spaß wir hatten. Auch wenn die Lesung leider nur 20 Minuten dauerte und viel zu schnell vorbei war.
Anschließend kamen die Lesungen von Jeanine Krock und Aileen P. Roberts. Auch die beiden machten ihre Sache sehr gut und sorgten für einen perfekten Start in die LLC für mich :) Im Anschluss an die Lesungen standen die Autorinnen natürlich auch immer für Signaturen und Fotos bereit, etwas, das von vielen Besuchern gerne genutzt wurde.



 Ich beschloss nach Aileens Lesung eine kurze Pause zum Essen zu machen bevor ich dann um 11 Uhr zum nächsten Programmpunkt ging. Diesmal hatte ich mich für die Blind Dates entschieden. Die hatten mir letztes Jahr schon viel Spaß gemacht. Dieses Jahr liefen sie etwas anders ab. Es gab 3 Tische, an denen sich jeweils eine Gruppe Besucher setzte. Dazu kam dann jeweils eine Autorin, die für 15 Minuten mit den Besucherinnen plauderte. Dann wurde getauscht, so dass man in der Stunde 3 Autorinnen kurz kennen lernen konnte. Mich erwarteten in dieser Stunde Mardi Ballou, Tina Folsom und Vivian Arend. Ich muss zugeben, ich habe von keiner dieser Autorinnen etwas gelesen bisher, ja, Mardi Ballou und Vivian Arend sagten mir überhaupt nichts. Aber das soll sich jetzt ändern. Mardi Ballou ist eine ganz super nette und süße Autorin. Leider habe ich in der Signierstunde nichts von ihr ergattert, aber ich denke, mein Kindle wird zu gegebener Zeit ein Buch von ihr bekommen. Denn ich bin wirklich neugierig. Tina Folsom hatte ich ja schon letztes Jahr auf der LLC erlebt, aber es war schön, jetzt etwas mehr über sie zu erfahren. Und diesmal habe ich auch ein Buch von ihr erwischt, jetzt muss nur mein Sub mal schrumpfen. Vivian Arend war mir wieder gänzlich unbekannt. Aber auch das soll sich ändern. Sie versprühte total gute Laune und viel mit ihrem Cowboy Hut immer gleich auf. Auf ihr Buch bin ich wirklich gespannt!


Als nächstes entschied ich mich für das Panel "Made in Germany – Deutsche Liebesromane" mit Kristina Steffan, Sandra Henke, Kerstin Gier, Susanne Schomann, Nina Hunter, Aileen P. Roberts, Corina Bomann, Patricia Mennen und einigen Verlagsvertretern. Wie schon alle Panels letztes Jahr war auch dieses sehr interessant!

Danach stand die Signierstunde von Random House an. Ich war ja durch die Signierstunden vom letzten Jahr vorgewarnt, aber dieses Jahr wurde das Gedränge tatsächlich noch übertroffen. Mir wurde es schnell zu viel und ich zog glücklich mit nur einem signierten Buch - "Nicht die Bohne" von Kristine Günak - äh - Kristina Steffan ab. Das war das Buch, was ich unbedingt haben wollte, und so war ich glücklich.

Nach dem Gedränge brauchte ich eine Pause zum Essen und Trinken, so ließ ich eine Stunde des Programms ausfallen, um dann frisch gestärkt zum Workshop von Aileen zu gehen. Das Thema war "Schottland – Ein unwiderstehlicher Romanschauplatz" und Aileen erzählte von ihren Recherchen, zeigte Fotos der Schauplätze, las aus ihren in Schottland spielenden Romanen, zeigte keltischen Schmuck und plauderte mit uns Teilnehmern über unsere Erfahrungen und Vorurteile zu Schottland. Eine gelungene Veranstaltung, die die Sehnsucht nach einen Schottlandurlaub gleich wieder ins unermessliche ansteigen ließ!

  Danach stand als letzter Programmpunkt die MIRA-Signierstunde auf dem Programm. Doch ich hatte keine Lust auf erneutes Gedränge und machte mich auf den Weg in mein Hotelzimmer, um vor dem Abendprogramm noch etwas auszuruhen.
Abends war ich nämlich mit einigen lieben Booktubern in einem Restaurant in der Nähe vom Alex verabredet und verbrachte einen lustigen Abend, auch wenn das Fußballspiel etwas gestört hat.

Zurück im Hotel war es bereits 0.30 Uhr und ich beschloss, am Sonntag spontan zu entscheiden, ob ich um 9 oder doch erst um 10 im Kulturhaus aufschlagen würde. Ich entschied mich dann aber doch für 9 und besuchte das Panel "E-Book" mit Vivian Arend, Lisa Marie Rice, Courtney Milan, Mardi Ballou,Tina Folsom und einigen Verlagsvertretern. Das war wirklich interessant, ging es doch nicht nur um Self-Publishing sondern auch um Verlags-eBooks, um Absatzzahlen, Unterschiede in verschiedenen Genres, internationale Rechte, Formate und viel mehr.


Anschließend blieb ich gleich im Theater, denn als nächstes stand das Panel "Schauplatz Deutschland" mit Kristina Steffan, Jeanine Krock,
Sandra Henke, Susanne Schomann, Aileen P. Roberts und Kerstin Gier auf dem Programm.  Eine interessante Diskussion darüber, was den Schauplatz Deutschland ausmacht, für was er geeignet ist, für was eher nicht, warum man ihn wählt oder warum man ihn bewusst vermeidet. Und darüber, dass man Recherchereisen von der Steuer absetzen kann. Es fielen Worte wie "Sehnsuchtsorte", aber auch Argumente von der Kleinstadt, die jeder kennt, es kam zu Diskussionen, ob das Ausland über den Vorort von Köln lesen will, oder ob solche Bücher in Übersetzungen dann nicht mehr funktionieren. Eine wirklich lustige und spannende Diskussion!

Danach entschied ich mich wider für Blind Dates. Diesmal durfte ich mich mit Nina Hunter, Aileen P. Robertsund Susanne Schomann unterhalten. Es war wieder eine interessante und tolle Stunde, die wie im Flug verging.




Danach stand keine Veranstaltung auf dem Programm, die ich unbedingt besuchen wollte, und so stellte ich mich tatsächlich bereits 1 Stunde vor der nächsten Signierstunde in die bereits lange Schlange. Bei der Signierstunde erwies ich dann etwas mehr Durchhaltevermögen als am Samstag und ergatterte ein paar neue Bücher, unter anderem auch Corinna Bomanns Mondscheingarten, der mir beim Abendessen Samstag von TheBookLook Gwen sehr ans Herz gelegt worden war.

Nach der Signierstunde machte ich mich auf den Weg in die Spieleoase im 5. Stock, dort stand das Spiel "Shock the Queen" mit Erin McCarthy, Pamela Palmer,
Sandra Henke und Patricia Mennen auf dem Programm. Ich war nicht wirklich erfolgreich, aber lustig war es auf jeden Fall!

Anschließend ging es für mich zur Lesung von Kristina Steffan aus "Nicht die Bohne". Sympathisch und lustig wie immer las Kristina aus ihrem neuesten Werk und machte alle Zuhörer sehr neugierig auf das Buch!


Als letzten Programmpunkt gab es dann noch die Signierstunde von LYX, und dann hieß es Abschied nehmen. Aber der Termin für nächstes Jahr steht schon fest. Am 24. und 25. Mai 2014 wird die Veranstaltung stattfinden, dieses mal dann aber an einem neuen Veranstaltungsort mit mehr Platz. Und das ist auch notwendig, denn mein größter, eigentlich einziger Kritikpunkt sind die beengten Räumlichkeiten und vor allem das Fehlen eines Raumes, wo man einfach mal nur sitzen und plaudern und essen kann, wenn man gerade keine Veranstaltung besucht. Der einzige dafür geeignete Raum war durch die Vorbereitung der Signierstunden meist gesperrt, und so kam der Aspekt des gemütlich und ungezwungen miteinander plauschens irgendwie zu kurz dieses Jahr. Draußen hat es geschüttet und im Treppenhaus stehend ist das halt auch nicht so toll. Aber das wird dann nächstes Jahr hoffentlich besser und ich freue mich jetzt schon darauf. Nalini Singh und Lara Adrian haben übrigens schon zugesagt.








Sonntag, 7. Juli 2013

Kerstin Gier - Silber – Das erste Buch der Träume


Kerstin Gier – Silber – Das erste Buch der Träume
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: FISCHER FJB
ISBN-13: 978-3841421050













Liv und ihre kleine Schwester hatten sich so auf ein ganz normales Leben gefreut. Endlich wollte ihre Mutter, eine Literaturprofessorin, sesshaft werden. Nicht mehr jedes Jahr umziehen sondern dauerhaft in einem kleinen Cottage in Oxford wohnen – für Liv und Mia klang das traumhaft. Doch dann kommt alles ganz anders und Livs Leben entwickelt sich komplett anders, als sie es sich vorgestellt hatte. Denn Livs Mutter hat sich verliebt, und statt zu dritt in das Cottage zu ziehen sollen Liv und Mia bei dem Freund ihrer Mutter und dessen zwei Kindern einziehen. Die Zwillinge Grayson und Florence sind etwas älter als Liv und vor allem Florence ist gar nicht begeistert über den Familienzuwachs. Liv dagegen findet es bald gar nicht mehr so übel, denn durch Grayson lernt sie seine Freunde kennen und kommt einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur. Wenn es etwas gibt, dass Liv liebt, so sind es Geheimnisse. Und so ist es auch klar, dass sie sich bereitwillig auf ein Abenteuer einlässt, als die Jungs sie darum bitten. Ein Abenteuer, das sich hauptsächlich in den Träumen abspielt, und das doch gefährlich werden kann…

Nachdem ich die Edelsteintrilogie von Kerstin Gier verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf ihr neues Jugendbuch. Auch dieses Buch ist wieder der Auftakt einer Trilogie. Und wie es sich für einen Auftaktband gehört, beginnt er recht gemächlich. Man hat ausreichend Zeit, alle Charaktere besser kennenzulernen, wird sanft in die Geschichte eingeführt. Dabei wird es aber nie langweilig, nein, dafür schreibt Kerstin Gier einfach zu gut. Die Geschichte ist ganz anders als die Edelsteintrilogie, aber Kerstin Giers ganz besonderer Humor kommt immer wieder durch.
Die Geschichte besteht einmal aus einem recht normalen Londoner Schulleben, mit Klatsch, Tratsch und natürlich viel geflirte, zum anderen aus einem Abenteuer, das sich vor allem nachts abspielt. Diese Mischung trägt wohl dazu bei, dass man beim Lesen das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Das, und einfach die Figuren an sich. Liv und Mia, die beide für ihr Leben gern Rätsel lösen, sind einfach total sympathisch. Die Jungen-Clique rund um Grayson ist wunderschön, aber auch mehr als das, sind doch alle vier ganz unterschiedliche, aber sehr gut ausgearbeitete Charaktere. Livs und Mias Kindermädchen Lottie ist einfach eine rundum liebenswerte Person, der man für die folgenden Bände viel Glück wünscht. Die Mitschüler von Liv, allen voran Persephone Porter-Peregrin, sind zum Teil bemerkenswert oberflächlich und nervig. Alles in allem bietet das Buch einfach eine Vielzahl gut ausgearbeitete Charaktere und es macht Spaß, dieses bunte Feuerwerk an Figuren zu begleiten.


Wer Action braucht, der wird von diesem Buch wohl eher enttäuscht sein, bietet es die doch nur am Ende ein wenig davon. Wer aber auch ruhige, intelligente und vor allem witzige Bücher mag, der sollte zu Silber greifen. Und ich kann euch beruhigen, im Gegensatz zu Rubinrot und Saphirblau endet dieses Buch nicht mit einem fiesen Cliffhanger. Natürlich ist man nach Band 1 neugierig, wie es weitergehen wird. Aber die Geschehnisse des Buches sind weitgehend abgeschlossen, und so kann man mit einem guten Gefühl und ohne allzu viel Ungeduld darauf warten, wie die Geschichte weitergeht!

Samstag, 6. Juli 2013

Noch ein Buchblog, braucht die Welt das?

Nein, vermutlich nicht. Buchblogs gibt es ja wie Sand am Meer. 
Warum ich trotzdem beschlossen habe, einen zu eröffnen? Nun, mir macht es einfach Spaß, zu rezensieren und mich über gelesenes auszutauschen. Nachdem ich das jahrelang in verschiedenen Bücherforen getan habe, ist mir das plötzlich nicht mehr genug, ich habe den Wunsch, zusätzlich auch einen Blog zu haben. Einen Blog, in dem ich über alles, was mich interessiert, plaudern kann. Ein Ort zum Aufmerksam machen auf Neuerscheinungen, für Tipps rund um Bücher aber auch für Lesungsberichte und ähnliches.
Mein Blog soll übrigens kein reiner Bücherblog werden. Zwar werden Buchthemen wohl den meisten Raum einnehmen, aber da ich auch gerne andere Sachen teste, wird es hier manchmal auch Berichte über Tee, essbares oder technische Produkte geben. So ganz genau kann ich selbst noch nicht sagen, wohin die Reise mit diesem Blog mich führen wird. Aber ich würde mich freuen, wenn ihr mich auf der Reise begleitet!

Liebe Grüße,
Eure Julia