Samstag, 1. Februar 2014

Julia K. Stein – Ich und andere uncoole Dinge in New York


Julia K. Stein – Ich und andere uncoole Dinge in New York

Taschenbuch oder Kindle-Vesion: 274 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform 
  • ISBN-13: 978-1494295950












Judith ist 16, als sich ihr die Möglichkeit bietet, den Sommer in New York zu verbringen. Klar, dass sie von der Aussicht begeistert ist, ihrer Mutter über den großen Teich zu folgen in die Metropole, wo die Mutter den Sommer mit ihrem Geliebten, einen New Yorker Künstler, verbringt. Doch irgendwie läuft nichts wie geplant. Ihre Mutter hat keine Zeit für sie sondern schiebt sie in eine WG mit Rachel, der Nichte ihres Geliebten, ab. Außerdem hat sie Judith einen Praktikumsplatz besorgt. Statt die Stadt kennenzulernen, muss sie also täglich im Büro einer Computerfirma schwitzen und programmieren. Dabei kann sie gar nicht programmieren.
Es läuft alles also kein bisschen, wie Judith es sich vorgestellt hat. Aber dann lernt sie Peter kennen, einen Jungen, der sie mitnimmt in das New Yorker Nachtleben. Für Judith beginnt eine einzige große Party voller Alkohol und Sex. Doch was verbirgt Peter vor ihr? Warum benimmt er sich manchmal so komisch?

Julia K. Stein entführt in ihrer Coming-of-Age Story den Leser nach New York. Judith, die Protagonistin, war mir dabei gleich sympathisch, auch wenn ich sie manchmal zu naiv und leichtsinnig fand. In gewisser Weise konnte ich ihre Handlungen aber auch nachvollziehen, der Wechsel von einer deutschen Kleinstadt nach New York kann bei einer 16jährigen schon zu einem ziemlichen Kulturschock führen. Zu Hause eher eine graue Maus, nutzt Judith die neue Umgebung, um ganz neue Seiten an sich auszuprobieren. Ihre Entwicklung ist dabei glaubwürdig und die ganze Geschichte ist rasant, etwas chaotisch und dabei witzig. Ich hatte wirklich viel Spaß mit Judith und ihren neuen Freunden und habe mit ihr mitgefiebert. Eine richtig schöne Geschichte für Jugendliche. Einen Punkt gibt es allerdings, der mich gestört hat und der bei mir zu einer Abwertung in der Gesamtbeurteilung führt. Alkohol und Drogen spielen in dem Buch eine ziemlich große Rolle. Nun könnte man sagen, das tun sie im New Yorker Nachtleben eben, und damit hätte man vermutlich recht. Allerdings fand ich, dass Alkohol und Drogen in dem Buch als etwas ziemlich selbstverständliches dargestellt wurden, dass es normal wäre, wenn schon 16jährige dauerbesoffen sind. Judith denkt zwar manchmal darüber nach und versucht, zumindest etwas maßzuhalten, allerdings hätte ich eine deutlichere Warnung vor Drogenkonsum in einem Jugendbuch begrüßt.

Abgesehen von diesem Kritikpunkt fühlte ich mich aber sehr gut unterhalten. Ich werde die Autorin weiter beobachten, denn ihr Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er war locker und lustig und so hatte ich das Gefühl, mitten in der Geschichte zu sein. Ich bin gespannt, was wir noch alles von ihr zu lesen bekommen werden. 

Kommentare:

  1. Hallöchen :D
    Ich musste gleich mal reinschauen bei dir, weil ich fand, dass das Buch sehr witzig klang.
    Ich finde es ist sehr wichtig wenn ein Buch einen guten Schreibstil hat in den man sich hineinversetzen kann ! Das ist das Beste. Da kann man vielleicht auch über Kritikpunkte hinweg sehen ;)

    Liebst, Lotta

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  2. Stimmt, das ist wichtig und da hat mich das Buch echt überzeugt. Habe lange zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt und mich dann doch für die 4 entschieden. Denn Spaß hatte ich auf jeden Fall.

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  3. Hallo :)

    Ich finde deine Rezension sehr gelungen und sie hat mich auch gleich dazu verführt, das Buch auf meinen Wunschzettel zu schreiben, aber eine Sache: Ich bin 18 Jahre alt, und habe noch viele 16-jährige Freunde, die allesamt Drogen und Alkohol leider als eine Selbstverständlichkeit sehen. Wenn das also dein einziger Kritikpunkt war, dann lass dir sagen, dass die Autorin das dann wohl sehr altersgetreu und real geschrieben hat :) Ob das in einem Jugendbuch jetzt angemessen ist, ist natürlich eine andere Sache...

    VG aus HH,
    CBS

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    1. Danke für den netten Kommentar. Irgendwie erschreckend, wie selbstverständlich Alkohol und Drogen inzwischen in diesem Alter sind.
      LG Julia

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