Dienstag, 16. September 2014

Brigitte Kanitz -Onkel Humbert guckt so komisch




Brigitte Kanitz -Onkel Humbert guckt so komisch

Taschenbuch: 320 Seiten 
ISBN-13: 978-3442381913













 
Maja wird 30 und so wirklich zufrieden ist sie nicht mit ihrem Leben. Single, ohne gescheiten Job und deswegen wieder im Kinderzimmer bei den Eltern eingezogen, nein, so hatte sie sich das Leben nicht vorgestellt. Doch wenn sie geglaubt hat, dass es nicht schlimmer kommen kann, so hat sie sich geirrt. Auf der von ihr unerwünschten Überraschungsparty zu ihrem Geburtstag stürzt sie und verletzt sich am Kopf. Und auf einmal hört sie seltsame Stimmen. Onkel Humbert, der von allen in der Familie für verrückt gehalten wird, berichtet ihr vom Familienfluch, der jetzt auf ihr lastet: Maja kann Gedanken lesen.
Ab dem Moment wird ihr Leben noch chaotischer als bisher, hilft gegen die Flut an Gedanken doch nur lautes Singen oder intensives Anstarren des Gegenübers. Nichts, womit man beliebt und für normal gehalten wird. Maja ist fest entschlossen, die Gabe für Gutes zu verwenden. Doch das stellt sich als gar nicht so einfach heraus…

Ich liebe die unterhaltsamen Heide-Bücher von Brigitte Kanitz. Auch „Onkel Humbert guckt so komisch“ ist ein solches Buch, das in einem kleinen Ort der Lüneburger Heide spielt und für viel Lachen und Schmunzeln sorgt.
Ich muss gestehen, ich brauchte diesmal etwas länger, um richtig in die Geschichte hineinzufinden, die Bücher rund um Familie Lüttjens und auch der Krimi „Mord mit Schnucke“ konnten mich damals schneller in ihren Bann ziehen. Aber nachdem Maja aus dem Krankenhaus entlassen und ich richtig in der Geschichte angekommen war, hatte ich wieder sehr viel Spaß. Maja ist ein sympathischer Hauptcharakter voller Fehler und Schwächen und damit unglaublich real und glaubwürdig. Und dank ihres Talentes für Fettnäpfchen und natürlich dank der unerwünschten Gabe kommt es immer wieder zu lustigen Situationen.
Heimlicher Held des Buches ist Onkel Humbert (Wobei, so heimlich ist er gar nicht, er ist ja sogar Titelgeber), und ihn habe ich besonders in mein Herz geschlossen. Ich habe mich immer gefreut, wenn der schrullige alte Onkel auftaucht und seine Militärmärsche schmettert. Onkel Humbert ist dank des Familienfluches, von dem niemand weiß, so etwas wie das schwarze Schaf der Familie, und er lockert definitiv jedes Treffen auf – wenn auch eher ungewollt. Wer kann es ihm verübeln, dass er lieber singt statt sich die abfälligen Gedanken über den verschrobenen alten Onkel anzuhören. 

Brigitte Kanitz ist auch mit diesem Buch wieder ein leichter unterhaltsamer Roman gelungen, bei dem man wunderbar abschalten und Spaß haben kann. Wie alle ihre Bücher zeichnet es sich durch seinen leichten lockeren Schreibstil, den Humor und die Situationskomik und auch durch die wunderbar beschriebenen Charaktere aus. Genau das richtige Buch für alle, die beim Lesen gerne lachen. Auch wenn es nicht ganz an die anderen Bücher der Autorin heranreicht, Brigitte Kanitz hat mich wieder einmal überzeugt, und ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug in die Lüneburger Heide mit ihr!

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