Mittwoch, 19. März 2014

Interview mit Christoph Lode (Daniel Wolf)

Christoph Lode wuchs in Hochspeyer bei Kaiserslautern auf. Nach einem Studium in Ludwigshafen arbeitete er im öffentlichen Dienst, zuletzt in einer psychatrischen Klinik. Seinen ersten Roman, "Der Gesandte des Papstes", veröffentlichte er 2008. Seitdem hat er mehrere historische Romane mit mystischen Elementen und eine Fantasytrilogie geschrieben. Zuletzt erschien unter dem Pseudonym Daniel Wolf mit "Das Salz der Erde" ein rein historischer Roman.

Christoph Lode wird dieses Jahr als erster männlicher Autor an der LoveLetter Convention teilnehmen. Das freut mich besonders, da ich seinen Werdegang seit dem ersten Buch verfolgt und an einigen von ihm begleiteten Leserunden zu seinen Büchern teilgenommen habe. Auf Messen und bei Lesungen hatte ich außerdem die Gelegenheit, ihn persönlich zu treffen. Gerade seine historischen Romane mit dem mystischen Einschlag habe ich total gerne gelesen. Ich freue mich sehr darauf, Christoph im Mai wiederzusehen. Und natürlich freue ich mich, dass er sich bereit erklärt hat, mir im Vorfeld ein paar Fragen zu beantworten.



Lieber Christoph (oder müsste ich Daniel sagen? :D ),

du wirst dieses Jahr an der LoveLetter Convention teilnehmen. Damit wirst du der erste männliche Autor sein, der sich zu der Veranstaltung traut. Was ist das für ein Gefühl? Freust du dich darauf, der Hahn im Korb zu sein? Oder hast du vielleicht doch ein wenig Angst vor der weiblichen Übermacht? Immerhin werden auch bei den Besuchern die weiblichen deutlich überwiegen…

Ach, ich sehe das ganz entspannt. An der Hochschule, an der ich studiert habe, hatten wir einen Frauenanteil von gut 75%; auch auf den meisten Literaturveranstaltungen, an denen ich bisher teilgenommen habe, haben die Frauen die Männer zahlenmäßig ausgestochen. Insofern bin ich solche Hahn-im-Korb-Situationen gewohnt.

Gibt es etwas, worauf du dich bei der LLC besonders freust? Mit welchen Erwartungen und Hoffnungen fährst du nach Berlin?

Es wird sicher viele spannende Begegnungen und interessante Gespräche mit Leserinnen und Kolleginnen geben. Darauf freue ich mich sehr.

Deine ersten Romane waren historische Romane mit einem geringen übersinnlichen Anteil. Danach hast du mit Pandaemonia eine Fantasytrilogie veröffentlicht. Zuletzt erschien mit „Das Salz der Erde“ ein historischer Roman, diesmal ganz ohne Fantasyanteil. Was macht dir mehr Spaß zu schreiben? Und was ist schwieriger zu schreiben? Oder gibt es da für dich keinen Unterschied im Schreibprozess?

Ich liebe beide Genres – und beide bieten ihre ganz eigenen Herausforderungen. Daher kann man nicht sagen, dass Fantasy einfacher zu schreiben ist als historische Romane – oder umgekehrt. Bei historischen Romanen muss man im Vorfeld viel recherchieren, damit man den historischen Hintergrund glaubhaft und korrekt schildern kann. Dieser Aspekt fällt in der Fantasy natürlich weg (wobei es ganz ohne Recherche in der Fantasy auch nicht geht – für „Pandaemonia“ etwa habe ich viel über die Viktorianische Ära recherchiert). Dafür muss man eine fiktive Welt mit ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten erschaffen. Eine Fantasywelt stimmig zu konstruieren und darzustellen, ist mindestens genauso schwierig, wie eine mittelalterliche Stadt und ihre Bewohner faktengetreu zu beschreiben.

Warum ist dein neuester Roman unter einem Pseudonym erschienen? Historische Romane hattest du ja auch vorher schon veröffentlicht.

Meine bisherigen Romane waren alle mehr oder weniger Fantasy. Auch jene, die im Mittelalter spielen, wie „Der Gesandte des Papstes“, haben einen starken Fantasyanteil. Da „Das Salz der Erde“ mein erster „echter“ Historischer Roman ist, habe ich mit meinem Agenten und dem Verlag überlegt, wie wir mit diesem Genrewechsel umgehen. Ein Autorenname ist ja in gewisser Weise immer auch ein Markenname, der für eine bestimmte Art Roman steht. Und Christoph Lode heißt eben „Fantasy“ oder „mystisches Mittelalter“.  So kamen wir auf die Idee, dass ich „Das Salz der Erde“ unter Pseudonym veröffentliche, einfach um es stärker von meinen anderen Romanen abzugrenzen, denn das „Salz“ unterscheidet sich inhaltlich und atmosphärisch schon sehr von meinen früheren Büchern.

War es schwierig, sich für ein Pseudonym zu entscheiden? Ich stelle mir die Namensfindung gar nicht so einfach vor.

Tatsächlich war es sehr schwierig, ein Pseudonym zu finden, das 1. zum Roman passt; 2. zu mir passt; und 3. noch nicht vergeben ist. Ich glaube, ich habe Goldmann und meinem Agenten rund 20 Vorschläge gemacht, bis wir uns schließlich auf Daniel Wolf einigen konnten. Leider habe ich zu spät gemerkt, dass es schon einen Schriftsteller mit diesem Namen gibt – der andere Daniel Wolf ist Drehbuchautor. Er bekam sogar schon Leserbriefe, die für mich bestimmt waren. Zum Glück ist er so nett und leitet sie mir immer weiter ...

Wo und wann schreibst du? Gibt es einen besonderen Ort, eine bestimmte Zeit, ein Ritual, das nicht fehlen darf…?

Ich fürchte, ich schreibe ganz langweilig und beamtenhaft immer an meinem Schreibtisch in meinem Büro im Dachgeschoss. Andere Orte funktionieren bei mir leider nicht; sowie ich meinen Schreibtisch verlasse, schaltet der kreative Teil meines Gehirns rigoros ab. Cafés und dergleichen sind ganz grässlich; zum Schreiben brauche ich absolute Ruhe und Abgeschiedenheit – was leider auch bedeutet, dass ich nebenher keine Musik laufen lassen kann. Allenfalls meine Grünlilie und meine Katzen dürfen mir Gesellschaft leisten.
Besondere Schreib-Rituale im Sinne von „Bevor ich anfange, öffne ich immer mein Bürofenster und schmettere Speyer den Yankee Doodle entgegen“ gibt es leider auch nicht. Ich trinke beim Schreiben zu viel Kaffee und habe die unheilvolle Neigung, wieder mit dem Rauchen anzufangen, wenn es schlecht läuft. Aber ich fürchte, das sind keine Rituale, das ist ganz normales Suchtverhalten ...

Und zuletzt: Woran schreibst du momentan? Worauf dürfen wir uns als nächstes freuen?

Momentan arbeite ich an einem neuen Historischen Roman, dem Nachfolger von „Das Salz der Erde“, der den Titel „Das Licht der Welt“ tragen wird. Das Buch erscheint im November 2014.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen. Ich freue mich darauf, dich im Mai mal wieder zu treffen.

Ich habe zu danken – und ich freue mich auch schon auf das Wiedersehen!



Montag, 17. März 2014

Unerwartete Post

Findet ihr es auch so toll, Post zu bekommen? Vor allem unerwartete, handgeschriebene Post? Ich hatte solche Post heute, und sie kam aus den Niederlanden. Niederlande? Da kenne ich doch niemanden, dachte ich. Und noch auf der Treppe riss ich neugierig den Umschlag auf.
Drinnen fand ich dann einen netten Brief von Anais vor.


Anais berichtete mir von einem Auftritt in Amsterdam. Aber auch von einem abgebrannten Haus und von Angst. Ich hoffe, ihr passiert nichts!
Ihr wollt sie kennen lernen? Dann schaut auf www.klammroth.com vorbei.

Samstag, 15. März 2014

Antje Szillat – Die Super Jumper Band 1: Luc - Nicht von diesem Planeten


Antje Szillat – Die Super Jumper Band 1: Luc - Nicht von diesem Planeten
  • Gebundene Ausgabe: 168 Seiten
  • Verlag: Coppenrath
  • ISBN-13: 978-3649613787
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre










Der 12jährige Luc liebt es, die Straßen von Hamburg mit seinem BMX-Rad unsicher zu machen. Er ist einer der besten Streetbiker in seiner Gegend. Nichts macht ihm mehr Spaß, als gefährliche Moves zu vollbringen. Kein Wunder, dass er alles andere als begeistert ist, als seine Eltern ihm eröffnen, dass sie in eine Kleinstadt umziehen werden. Was soll er denn da, ohne seine Freunde? Einziger Trost ist das nagelneue tolle Rad, das sie ihm schenken. Aber trotzdem, er will nicht weg von Hamburg und er ist sich sicher, dass es ihm in der neuen Stadt nicht gefallen wird.
Zunächst sieht es auch wirklich so aus, denn angekommen im neuen Ort und an der neuen Schule trifft er auf seltsame Leute. Ne, mit denen will er nicht befreundet sein. Oder doch?

„Luc – Nicht von diesem Planeten“ ist der erste Band einer neuen Reihe von Antje Szillat. Es ist eine Reihe für Jungs (und natürlich auch Mädchen) ab 10 rund um eine Biker-Bande.
In Band 1 erfährt man, wie sich diese Bande bildet und lernt die Mitglieder etwas kennen. Hauptperson ist Luc, ein ganz gewöhnlicher Junge. Ziemlich von sich überzeugt, zunächst hadernd mit seinem neuen Leben, erkennt er nach und nach, wie gut er es eigentlich hat. Als er im neuen Wohnort ankommt, kann er sich nicht vorstellen, Freunde zu finden. Doch das geht dann plötzlich ganz schnell, und es bildet sich eine bunte Gruppe. Buddy, etwas dick, hat immer eine Tüte Donuts dabei. Justus, der Klassensprecher, sieht aus wie ein Streber und wird von seiner Mutter verhätschelt und verplant. Musikunterricht, gemeinsame Spaziergänge, Kirchbesuche, Kaffekränzchen, für Justus ist es gar nicht so einfach, der Fürsorge seiner Mutter zu entkommen und biken zu gehen. Tarik ist Türke, wohnt in einem Hochhaus und hat Komplexe, weil er aus recht einfachen Verhältnissen kommt. Sami wiederum hat einen ganz anderen familiären Hintergrund, aber von allen vermutlich die meisten Probleme. Und dann ist da noch Nico, das einzige Mädchen der Gruppe. So verschieden wie sie sind, zusammen sind sie die Super Jumper. Doch bis es so weit ist, gibt es einiges an Reibereien und die Gruppe steht mehrmals kurz davor, zu zerbrechen.
Wie die Bande gegründet wird, das kann man also in diesem Band nachlesen. Natürlich gibt es dabei viele Szenen rund ums und auf dem Fahrrad. Immer wieder kommen Begriffe der Bikerszene vor, die hinten im Buch erklärt sind – so versteht man auch als Nichtfachmann alles. Gefährliche Stunts sorgen für die nötige Action, gleichzeitig geht es aber auch um Themen wie Freundschaftsfindung, Unterschiede und Vorurteile. Luc durchlebt in dem Band einen Lernprozess, am Ende ist er weniger oberflächlich als am Anfang.

Das Buch hat mir total viel Spaß gemacht, und ich kann mir vorstellen, dass Jungs ab 10 es begeistert lesen werden. Es lässt sich schnell lesen, ist nicht zu lang und immer wieder spannend. Die Sprache ist sehr umgangssprachlich, erzählt wird die Geschichte nämlich von Luc selbst. Ich persönlich habe etwa 2 Kapitel gebraucht, um mich an die Sprache und den Stil zu gewöhnen, aber dann war ich richtig drinnen in der Geschichte. Vermutlich schafft die eigentliche Zielgruppe das schneller. Die Sprache ist auf jeden Fall sehr passend für die Geschichte, die Figuren wirken authentisch. In der Kurzbeschreibung auf der Buchrückseite steht, dass die Super Jumper rasend schnell, rebellisch und rotzfrech sind. Das kann ich nur bestätigen, und ich denke, das ist genau die Art von Buch, zu der auch die Kinder greifen, die nicht die größten Leseratten sind.


Der Reihenauftakt ist meiner Meinung nach total gelungen und ich hoffe, die Super Jumper werden noch viele Bände lang aus ihrem Bandenleben berichten. Band 2, „Sami, der Schlangenbeschwörer“, erscheint auf jeden Fall bereits im Juni.

Vielen Dank an den Coppenrath-Verlag und Blogg dein Buch für die Bereitstellung des Buches!

Donnerstag, 13. März 2014

Blogtour zur LoveLetter Convention

Diese Woche läuft bei uns offiziellen Bloggern der LoveLetter Convention 2014 ein Gewinnspiel. Jeden Tag findet ihr auf einem der Blogs eine Aufgabe, mit der ihr Lose sammeln könnt. Und heute ist also mein Blog dran.

Hier der Ablauf der Aktionswoche:

Tag 1: 10.03. bei Romantic Book Fan
Tag 2: 11.03. bei Kielfeder
Tag 3: 12.03. bei AefKaeys world of books
Tag 4: 13.03. hier bei mir
Tag 5: 14.03. bei Leontine's Book Realm

Wofür ihr die Lose sammeln könnt? Für ein Buchpaket mit folgenden Büchern: 


Jude Deveraux - True Love 
Cherry Adair - Pakt der Leidenschaft 
Cherry Adair - Heißkalte Begierde 
Nalini Singh - Engelsblut 
Jeanine Krock - Flügelschlag

Außerdem sind noch 2 Buttons von Nalini Singh in dem Paket.
Bis auf das Buch von Jeanine Krock sind die Bücher übrigens signiert. Mitmachen lohnt sich also!

Was ihr tun müsst für das Los von meinem Blog? Ganz einfach, schreibt einen Kommentar, in dem ihr folgende Frage beantwortet:

Auf welche Autorin freut ich Euch am meisten bei der diesjährigen LLC und warum? Oder falls ihr nicht kommen könnt, welche LLC-Autorin hättet ihr am liebsten getroffen und warum?

Teilnahmeschluss ist der 16.03.2014. Bitte hinterlasst auch eine Kontaktmöglichkeit für den Gewinnfall. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. 

Ich wünsche euch viel Glück und bin gespannt auf eure Antworten!

Montag, 10. März 2014

Bettina Belitz - Vor uns die Nacht


Bettina Belitz - Vor uns die Nacht
  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Script5 
  • ISBN-13: 978-3839001592













Ronia ist 21 und hatte bisher nicht viel Glück mit Jungs. Immer wieder wurde sie enttäuscht, immer wieder wurde sie verlassen. Das soll sich ändern, sie ist entschlossen, sich nicht mehr so verletzen zu lassen. Mit dem nächsten Jungen wird alles anders!
Das wird es tatsächlich, denn Jan ist nicht so wie die anderen Jungen. Der 19jährige hat den Ruf, ein Playboy zu sein und Drogen zu nehmen. Unmöglich kann Ronia, die brave Pfarrerstochter, sich mit jemanden einlassen, der seinen Körper für Geld anbietet. Und doch fühlt sie sich zu ihm hingezogen wie zu niemanden davor. Etwas ist anders mit ihm, aber wie soll das gut gehen? Sobald sie miteinander reden, streiten sie. Und Ronias Umfeld würde Jan niemals akzeptieren.

„Vor uns die Nacht“ ist der neueste Roman aus der Feder von Bettina Belitz. Er ist ganz anders als ihre bisherigen Bücher, und doch ist es ein typischer Belitz-Roman. Es ist ein Buch voller stiller Töne, tiefgründig und intensiv. Es passiert nicht viel in dem Buch, zumindest nicht, wenn man viel Handlung braucht, Action erwartet. Nein, das Buch lebt von den inneren Entwicklungen.
Ronia ist dabei eine Heldin, die man nicht unbedingt sofort in sein Herz schließt. Sie ist kein ganz einfacher Mensch, sie strapaziert ihre Freundschaften sehr. Mir persönlich fiel es leichter, ihre besten Freunde, Jonas und Josy, zu mögen, als Ronia selbst. Und doch ist sie auch nicht unsympathisch. Und es macht Spaß, mitzuerleben, wie sie sich selbst immer besser kennenlernt.
Dann ist da noch Jan. Jan ist sehr geheimnisvoll. Wer ist dieser Junge, der so eine Anziehungskraft auf Ronia ausübt? Was verbirgt sich hinter seinem Ruf? Warum reagiert er oftmals so seltsam? All das findet man als Leser nach und nach zusammen mit Ronia heraus.
Doch nicht nur über Jan findet Ronia einiges heraus, nein, auch über ihre Familie und ihre Freunde. Es gibt so manches Geheimnis zu entdecken. Sind die Protagonisten alle stark genug, um damit umzugehen? Oder werden sie daran zerbrechen?

Das sollte jeder selbst herausfinden und sich dem intensiven Lesevergnügen hingeben. „Vor uns die Nacht“ ist wirklich eine ganz besondere Geschichte rund  um Liebe, Freundschaft und Selbstfindung. Eine Geschichte, in die man tief eintauchen kann, faszinierend und intensiv!

Freitag, 7. März 2014

Vorschau auf Gabriella Engelmanns neuen Roman und eine ganz besondere Lesung

Als ich eben nach Hause kam, erwartete mich ein dicker Briefumschlag. Als ich den Absender Droemer Knaur sah, hoffte ich, dass etwas bestimmtes drin ist. Also schnell den Umschlag aufgerissen und nachgeschaut. Und ja, es war genau das drin, was ich gehofft hatte, nämlich die Druckfahne zu Gabriella Engelmanns neuem Roman!!!


Anfang Mai erscheint Sommerwind. Wer noch nichts von diesem Buch gehört hat, für den hier die Kurzbeschriebung:

»Geliebter Zugvogel«, so beginnen jene geheimnisvollen Liebesbriefe, unterzeichnet mit dem Initial A., die die Hamburgerin Felicitas auf dem Dachboden findet. Alle Briefe wurden auf Föhr geschrieben, wohin Felicitas nur wenig später beruflich reisen muss. Die Sehnsucht, die in jeder Zeile der Briefe steckt, berührt sie tief, obwohl sie nach einer großen Enttäuschung in Sachen Liebe ein gebranntes Kind ist. Als sie auf der Nordseeinsel die Brüder Niklas und Frederick kennenlernt, bekommt die Frage, ob sie selbst je wieder lieben kann, eine neue Dringlichkeit. 

»Einfach wegträumen und Seite für Seite genießen!« 
Sofie Cramer, Autorin von Herz an Herz
Der eine oder andere ist jetzt vielleicht neugierig, was mich mit dem Buch verbindet und warum ich jetzt, fast 2 Monate vor dem Erscheinen, die Druckfahne in der Hand halte.
Nun, das ist schnell erzählt. An fing das ganze eigentlich im Juli 2012. Wobei, wenn man es ganz genau nimmt, dann fing es wohl im Sommer 1989 an. Denn damals war ich das erste mal auf Föhr. 1989 und 1990 waren wir im Sommer dort, die nachfolgenden Jahre verbrachten wir dann immer die Osterferien in Wyk. Von 1989 bis 2002 war ich jedes Jahr in Wyk, und so habe ich diese Insel wirklich in mein Herz geschlossen. Seit 2002 war ich leider nicht mehr da. Das wird sich dieses Jahr ändern, doch dazu später mehr.

Denn erst einmal komme ich zurück zum Buch. Meine Föhrurlaube, die 12 Jahre zurück liegen, erklären natürlich nicht, was die Druckfahne bei mir macht. Nein, daran ist eigentlich Gabriellas Inselzauber schuld, den ich im Juli 2012 gelesen habe und der mich nicht so richtig verzaubern konnte. Auf Facebook kam ich mit Gabriella darüber ins Gespräch und meinte, dass es vielleicht daran liegt, dass Sylt nicht so wirklich "meine" Insel ist. Auch dort habe ich immerhin zwei Urlaube verbracht, aber richtig warm geworden bin ich mit der Insel nicht. Nachdem es von Gabriella neben dem auf Sylt spielenden Roman auch einen gab, der auf Amrum angesiedelt ist, fragte ich sie, ob sie nicht einen Föhrroman schrieben möchte. Tja, wie es der Zufall wollte, war Gabriella zu diesem Zeitpunkt kurz vor Vertragsabschluss für Sommerwind. Seit Juli 2012 warte und freue ich mich jetzt also auf das Buch. Und jetzt habe ich es tatsächlich hier und darf in die Geschichte eintauchen. Das werde ich dieses Wochenende auf jeden Fall tun, ich bin schon sehr gespannt. Wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr dann in zwei Monaten, wenn das Buch wirklich erschienen ist.

Damit könnte die Geschichte von mir und dem Buch eigentlich zu Ende sein, ist sie aber nicht. Es geht aufregend weiter für mich. Gabriella wird am 03. Juni auf Föhr aus dem Roman lesen. Begleitet wird sie dabei von der wunderbaren Föhrer Sängerin NORMA. Das wird der Veranstaltung eine ganz besonders tolle Stimmung verleihen, da bin ich mir sicher. Richtig genießen werde ich das aber vermutlich nicht können, denn ich werde viel zu aufgeregt sein. Ich kann es selbst noch gar nicht richtig glauben, aber ich werde nicht einfach nur Zuhörerin bei dieser schönen Veranstaltung sein, sondern ich werde das ganze mit moderieren. Mein Part wird es sein, die Autorin mit Fragen zu ihrem Buch und ihrer Arbeit zu löchern. Ich bin schon jetzt sehr aufgeregt und sehr gespannt. Ich werde hinterher natürlich berichten, und irgendjemand macht hoffentlich auch Fotos. Ob ihr wollt oder nicht, ihr werdet also noch mehr von dieser Veranstaltung hören :D Falls ihr selbst mit dabei sein wollt, schaut euch mal dieses Facebookevent an, da findet ihr alle weiteren Infos. Und seid schnell, die Veranstaltung wird vermutlich bald ausverkauft sein.

Falls jemand keine Karte mehr bekommt oder einfach nicht genug von Gabriella bekommen kann, der kann 2 Tage später auch zu einer Strandkorblesung  im Haus Agge kommen, einer Pension, die in dem Roman eine Rolle spielt.

Ich freue mich wirklich unglaublich auf meine Woche auf Föhr, die mir nicht nur die Lesung von Gabriella beschert, sondern in der ich mit Norma und Hauke Nissen zwei Föhrer Musiker treffen werde, die ich überhaupt nur dank Gabriella entdeckt habe und bei der ich auch den einen oder anderen Fan von Gabriellas Büchern, den man dank Facebook schon ein wenig kennt, endlich persönlich sehen werde.

So, jetzt höre ich aber auf, hier herumzuschwärmen und begebe mich gedanklich schon einmal nach Föhr :)



Donnerstag, 6. März 2014

Gaby Hauptmann - Frei wie der Wind 01 - Kayas Pferdesommer


Gaby Hauptmann – Frei wie der Wind 01 - Kayas Pferdesommer
  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Planet Girl
  • ISBN-13: 978-3522504119
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre










Die 16jährige Kaya verbringt den Sommer in Kitzbühel. Dort hat sie einen Ferienjob im Luxushotel Stanglwirt. Das Hotel ist zum einen dafür bekannt, dass dort die Reichen und Schönen ein- und ausgehen, zum anderen für seine Lipizzaner. Für die pferdeverrückte Kaya geht ein Traum in Erfüllung, als sie während des Ferienjobs auf den wunderbar eleganten und anmutigen Tieren reiten darf. Doch eigentlich ist sie nicht der Pferde wegen dort, ihr Job ist es, an der Bar auf der Liegewiese zu arbeiten. Dort bedient sie die reichen Feriengäste, die zum Teil doch recht seltsame Wünsche haben. Die Arbeit macht ihr Spaß, und als dann noch der bekannte Sänger Lin Aston auftaucht und ihr schöne Augen macht, scheint alles perfekt zu sein. Allerdings ahnt Kaya zu dem Zeitpunkt noch nicht, welche Aufregungen und Abenteuer auf sie warten.

„Frei wie der Wind“ ist eine neue Reihe bei Planet Girl, die sich rund um die pferdebegeisterte Kaya dreht. Dem einen oder anderen Leser dürfte Kaya bereits bekannt sein, gibt es doch schon 9 Bände der Reihe „Frei und stark“, in der man die Abenteuer von Kaya seit ihrem 13. Lebensjahr miterleben konnte. Diese Bände muss man aber nicht kennen, um „Kayas Pferdesommer“ zu lesen. Die Geschichte ist völlig ohne Vorkenntnisse zu verstehen und zu genießen.

Kaya ist 16 und natürlich spielen Jungs in ihrem Leben eine große Rolle. Ihr Schwarm Chris aus dem heimischen Reitstall hat eine Freundin, und so ist Kaya in ihrem Sommerjob nur zu gerne bereit, etwas zu flirten. Wer wünscht sich nicht Aufmerksamkeit vom anderen Geschlecht? Natürlich ist sie geschmeichelt, als der Sohn des Tierarztes mit ihr flirtet. Und noch mehr, als plötzlich ein berühmter Sänger Interesse an ihr zeigt.

Neben Liebesabenteuern warten auch tierische Erlebnisse auf Kaya rund um Pferd und Katze. Allerdings finde ich die Rolle, die Pferde in dem Buch spielen, recht gering. Als typisches Pferdebuch würde ich die Geschichte nicht bezeichnen, eher als typisches Jugendbuch mit Liebe und etwas Abenteuer. Wer kein so großer Pferdefan ist, sollte sich davon also nicht abschrecken lassen, das Buch ist definitiv auch etwas für alle, die viel Respekt vor den großen Tieren haben.

Die knapp 160 Seiten lesen sich schnell weg, es kommt keine Langeweile auf. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass die Geschichte etwas länger wäre, hätte gerne noch etwas mehr über das Ganze drum herum gelesen. Es passiert alles ziemlich schnell, und so bleibt leider wenig Zeit für Kayas Erlebnisse mit anspruchsvollen Gästen an der Bar, für die Entstehung von Freundschaften mit dem jungen Hotelpersonal, einfach für kleine Anekdoten und Szenen aus Kayas Sommer. Kaum angefangen ist das Buch schon vorbei. Andererseits ist es Band 1 einer neuen Serie, wir werden also mehr über Kaya lesen können. Ich freue mich auf neue Abenteuer des sympathischen Mädchens, das sein Herz auf dem rechten Fleck hat und sich stark für Tiere engagiert.