Dienstag, 23. September 2014

Red Bug Charity Aktion - Update


Der eine oder andere von euch erinnert sich sicher noch an meinen Beitrag aus dem Juli über die Red Bug Charity Aktion. Red Bug Books wird am 6. Dezember 2014 ein Buch mit Gedichten und Geschichen von zehn Jugendbuchautoren veröffentlichen. Der Erlös geht an eine gemeinnützigen Jugendbuchorganisation.

Inzwischen sind fast 2 Monate vergangen und es ist an der Zeit, mal wieder zu berichten. Es hat sich nämlich einiges getan und die Hälfte der teilnehmenden Autoren ist enthüllt. Ich kann euch sagen, da ist schon jetzt eine bunte und tolle Mischung bei herausgekommen!

Im folgenden werde ich euch die bisher feststehenden Autoren kurz vorstellen, damit ihr wisst, worauf ihr euch freuen könnt:



Autorin Nummer 1 ist Antonia Michaelis. Ich muss gestehen, ich habe noch nichts von ihr gelesen, aber sie hat bereits viele Bücher für Kinder und Jugendliche veröffentlicht und ich bin gespannt darauf, sie durch dieses Projekt kennenzulernen!

Als zweites wurde dann Johannes Groschupf angekündigt. Zugegeben, auch dieser Autor wurde von mir noch nicht gelesen, aber Thriller und Krimis sind auch nicht so meine Welt. Das macht ihn natürlich nicht zu einem schlechteren Autor und ich bin gespannt, ob er mich in dem Buch von seinen Geschichten überzeugen kann!

Als drittes wurde dann wieder eine Autorin angekündigt, und zwar Anja Fröhlich. Bei ihr ist der Name Programm und ich denke wir können uns auf eine lustige Geschichte gefasst machen. 

Vierter im Bunde ist Michael Wildenhain. Mir gänzlich unbekannt hat er aber schon einiges veröffentlicht und so manche Auszeichnung erhalten.

Autor Nummer 5 kenne ich dann tatsächlich selbst! (Allerdings, gelesen habe ich auch von ihm noch nichts, aber ich habe viel Gutes über ihn gehört und möchte das unbedingt ändern!) Mit Andreas Steinhöfel ist wirklich ein ganz toller und beliebter Autor bei dem Projekt dabei! Momentan ist er vor allem dank der Verfilmung seines Buches  Rico, Oskar und die Tieferschatten in aller Munde, aber das ist längst nicht sein einziges Buch für kleine Leser und auch als Übersetzer und Drehbuchautor hat er sich einen Namen gemacht.

Die Hälfte der Autoren steht also fest und ich finde, es ist eine bunte Mischung zusammengekommen, die auf ein abwechslungsreiches Buch hoffen lässt. Ich bin sehr gespannt, was wir am Ende alles zu Lesen bekommen werden und welche weiteren Autoren uns noch erwarten. Diese Aktion ist wirklich toll und ich freue mich ein kleiner Teil davon sein zu dürfen. Ich werde natürlich weiter berichten und euch auf den laufenden halten. Denn ein solch spannendes Charity-Projekt muss man doch einfach unterstützen!

Sonntag, 21. September 2014

Lesung von Eoin Colfer am 19.09.2014

Etwa 5 1/2 Jahre ist es jetzt her, dass ich Eoin Colfer bei einem Meet&Greet in Zürich getroffen und danach seiner Lesung aus dem damals gerade erschienenen Artemis Fowl Buch lauschte. Noch heute denke ich gerne an dieses Ereignis zurück.
Eoin Colfer und ich, März 2009
Eoin Colfer ist einfach ein super sympathischer und witziger Mensch. Das Meet & Greet machte damals daher sehr viel Spaß und an die Lesung denke ich noch heute gerne zurück. Sie ähnelte eher einer Comedy-Show und ich habe selten auf einer Lesung so viel gelacht. Eoin Colfer und Peter Lohmeyer, der als Übersetzer und Moderator anwesend war, rissen einen WItz nach dem anderen, neckten sich gegenseitig, erzählten skurille Geschichten und es wurde vor allem immer wieder aus Eoin Colfers Kindheit mit 3 Brüdern berichtet. Die Streiche, die sie sich gegenseitig spielten, waren einfach zu köstlich. Und damals war mir klar, sollte Eoin Colfer einmal in meiner Nähe lesen, dann bin ich wieder dabei.

Jetzt, mehr als 5 Jahre später, war es also soweit. Im März dieses Jahres hatten wir bei der  Katze mit Buch Colfers neues Buch - W.A.R.P. - Der Quantenzauberer - in einer Leserunde gelesen und sehr viel Spaß dabei. Und jetzt war Colfer mit genau diesem Buch auf einer kleinen Lesereise in Deutschland unterwegs. Neben Hamburg und Köln war er auch in Oberursel und Mainz. Nach etwas überlegen entschied ich mich für Mainz und besuchte zusammen mit meinen Katze mit Buch Kolleginnen Anette und Ina die Lesung, die von der wunderschönen Buchhandlung Villa Herrmann veranstaltet wurde.
Eoin Colfer und Rainer Strecker

1 Stunde vor der Lesung waren wir bereits zur kleinen Pressekonferenz eingeladen. Dort lockten nicht nur leckere Kleinigkeiten, sondern vor allem natürlich die Stars des Abends. Eoin Colfer und Rainer Strecker, der Eoin Colfers deutschen Hörbücher spricht und ihn  auf der Lesereise als Übersetzer und durchs Programm Führer begleitete, standen für Fragen bereit. Die meisten Fragen, die wir hatten, hatten wir bereits im Anschluss an die Leserunde in einem Mailinterview geklärt, aber es gab tatsächlich eine Frage, die uns auf den Nägeln brannte. Dank dieses Abends wissen wir endlich, was es mit der Aussage zu den Parallelen von Daffy Duck und Einstein auf sich hat. Darüber hatten wir in der Leserunde lange diskutiert und gegrübelt und somit mussten wir dieses Thema natürlich ansprechen. Ihr seid jetzt neugierig? Tja, ich kann es euch nicht erklären, ich kann nur so viel sagen: Macht eine Zeitreise und ihr werdet es verstehen!

Natürlich wurden noch weitere Fragen gestellt und beantwortet und so erfuhren wir z.B. etwas mehr über Eoin Colfers aktuelle und zukünftige Projekte. W.A.R.P. wird eine Trilogie, Band 2 ist bereits fertig und aktuell schreibt Eoin Colfer am dritten Band. Danach möchte er aber unbedingt auch wieder Einzelbände schreiben. Nach der mehrbändigen Artemis Fowl Reihe und der aktuellen Trilogie ist es einfach mal wieder Zeit dafür, findet er. Und er hat Lust darauf, sich in verschiedenen Genre auszuprobieren. Aktuell arbeitet er an einem Bilderbuch und einer Graphic Novel, aber auch Bücher aus dem Bereich Krimi, Liebesgeschichte und Geistergeschichte könnte er sich sehr gut vorstellen. Ideen hat er viele und ich bin mir sicher, wir werden noch viel tolles von ihm zu lesen bekommen! Von Zeitreisen hat er nach der Reihe auf jeden Fall erst einmal genug.
Aber warum schreibt er momentan überhaupt Fantasygeschichten? Nun, Eoin Colfer kommt aus Irland, das Land, in das sich viele Feen zurückgezogen haben, als sie überall anders vertrieben wurden. Nirgends sind Feen so greifbar wie dort und als Kind wächst man mit Geschichten rund um die magische Welt auf. Eoin Colfer war von diesen Geschichten immer fasziniert und entdeckte schon früh seine Liebe zu Fantasy.

Auch Rainer Strecker stand wie gesagt Rede und Antwort und berichtete ein bisschen davon, wie so eine Hörbuchproduktion und vor allem seine Vorbereitung darauf abläuft. Da steckt ganz schön viel Arbeit drin. Neben mehrmaligen Lesen zur Vorbereitung legt er bei Reihen z.B. auch noch Stimmdatenbanken an, damit bei späteren Bänden die Figuren immer gleich klingen.

Eoin Colfer und Rainer Strecker
Nach der kurzen Pressekonferenz ging es dann rüber in die Burg-Lictspiele, ein kleines Kino, in dem die Lesung stattfand, Dort plauderten und lasen Eoin Colfer und Rainer Strecker über und aus dem Buch.

Eoin Colfer
Rainer Strecker





















Beide taten es mit viel Emotionen, mit viel Mimik und Körpersprache und es hat einfach Spaß gemacht, den beiden zuzuhören. Zwar irritierten mich die Akzente, die Rainer Strecker den Figuren zum Teil verpasste, etwas (die Schotten klangen irgendwie eher polnisch), aber das schmälerte den Spaß nicht.
Und Eoin Colfer lief mal wieder zur Höchstform auf und unterhielt uns mit Anekdoten aus seinem Leben. Auch bei dieser Lesung bekamen wir so manche Geschichte über seine Brüder zu hören, aber auch seine beiden Söhne kamen nicht zu kurz. Eoin Colfer weiß, wie man unterhält, und er und Rainer Strecker harmonierten perfekt und machten den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Auch diesmal steht für mich wieder fest: Sollte Eoin Colfer mal wieder in meiner Nähe lesen, ich bin dabei!

Wenn ihr noch mehr über die tolle Veranstaltung lesen und vielleicht sogar ein Buch gewinnen wollt, dann schaut bei Anette vorbei!

Dienstag, 16. September 2014

Brigitte Kanitz -Onkel Humbert guckt so komisch




Brigitte Kanitz -Onkel Humbert guckt so komisch

Taschenbuch: 320 Seiten 
ISBN-13: 978-3442381913













 
Maja wird 30 und so wirklich zufrieden ist sie nicht mit ihrem Leben. Single, ohne gescheiten Job und deswegen wieder im Kinderzimmer bei den Eltern eingezogen, nein, so hatte sie sich das Leben nicht vorgestellt. Doch wenn sie geglaubt hat, dass es nicht schlimmer kommen kann, so hat sie sich geirrt. Auf der von ihr unerwünschten Überraschungsparty zu ihrem Geburtstag stürzt sie und verletzt sich am Kopf. Und auf einmal hört sie seltsame Stimmen. Onkel Humbert, der von allen in der Familie für verrückt gehalten wird, berichtet ihr vom Familienfluch, der jetzt auf ihr lastet: Maja kann Gedanken lesen.
Ab dem Moment wird ihr Leben noch chaotischer als bisher, hilft gegen die Flut an Gedanken doch nur lautes Singen oder intensives Anstarren des Gegenübers. Nichts, womit man beliebt und für normal gehalten wird. Maja ist fest entschlossen, die Gabe für Gutes zu verwenden. Doch das stellt sich als gar nicht so einfach heraus…

Ich liebe die unterhaltsamen Heide-Bücher von Brigitte Kanitz. Auch „Onkel Humbert guckt so komisch“ ist ein solches Buch, das in einem kleinen Ort der Lüneburger Heide spielt und für viel Lachen und Schmunzeln sorgt.
Ich muss gestehen, ich brauchte diesmal etwas länger, um richtig in die Geschichte hineinzufinden, die Bücher rund um Familie Lüttjens und auch der Krimi „Mord mit Schnucke“ konnten mich damals schneller in ihren Bann ziehen. Aber nachdem Maja aus dem Krankenhaus entlassen und ich richtig in der Geschichte angekommen war, hatte ich wieder sehr viel Spaß. Maja ist ein sympathischer Hauptcharakter voller Fehler und Schwächen und damit unglaublich real und glaubwürdig. Und dank ihres Talentes für Fettnäpfchen und natürlich dank der unerwünschten Gabe kommt es immer wieder zu lustigen Situationen.
Heimlicher Held des Buches ist Onkel Humbert (Wobei, so heimlich ist er gar nicht, er ist ja sogar Titelgeber), und ihn habe ich besonders in mein Herz geschlossen. Ich habe mich immer gefreut, wenn der schrullige alte Onkel auftaucht und seine Militärmärsche schmettert. Onkel Humbert ist dank des Familienfluches, von dem niemand weiß, so etwas wie das schwarze Schaf der Familie, und er lockert definitiv jedes Treffen auf – wenn auch eher ungewollt. Wer kann es ihm verübeln, dass er lieber singt statt sich die abfälligen Gedanken über den verschrobenen alten Onkel anzuhören. 

Brigitte Kanitz ist auch mit diesem Buch wieder ein leichter unterhaltsamer Roman gelungen, bei dem man wunderbar abschalten und Spaß haben kann. Wie alle ihre Bücher zeichnet es sich durch seinen leichten lockeren Schreibstil, den Humor und die Situationskomik und auch durch die wunderbar beschriebenen Charaktere aus. Genau das richtige Buch für alle, die beim Lesen gerne lachen. Auch wenn es nicht ganz an die anderen Bücher der Autorin heranreicht, Brigitte Kanitz hat mich wieder einmal überzeugt, und ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug in die Lüneburger Heide mit ihr!

Montag, 8. September 2014

Rose Snow - Was sich liebt, das rächt sich nicht


Rose Snow - Was sich liebt, das rächt sich nicht

  • Format: Kindle Edition
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 259 Seiten
  • ASIN: B00M69MT3E





Als sich der Freund von Maya als Betrüger herausstellt, ist sie nicht nur wieder Single sondern braucht auch eine neue Wohnung. Die ist zum Glück bald gefunden, aber es gibt eine Probezeit, die sie bestehen muss. Eine Probezeit, die sich dank seltsamer Nachbarn als gar nicht so einfach herausstellt. Ein Mann, der mit einem Plüschschwein spricht, ist dabei nicht das größte Problem. Viel schwieriger ist da das Auskommen mit dem Teenager Katja. Die scheint nämlich etwas gegen Maya zu haben. Was natürlich daran liegen könnte, dass Maya Katjas gutaussehenden Vater schnell näherkommt.
Als sie dann auch noch glaubt, dass Holger auch nicht besser ist als andere Männer und eine Racheagentur einschaltet, ist das Chaos perfekt. Eine Katastrophe jagt die nächste, ein Fettnäpfchen kommt nach dem anderen und Maya bangt um ihre Liebe und ihre Wohnung. Aber vielleicht gibt es doch noch Rettung?

Die Geschichte des Autorenduos Rose Snow ist ziemlich abgefahren und skurril. Ich habe ein wenig gebraucht, um richtig hereinzufinden, hatte dann aber sehr viel Spaß. Wenn mir die Geschichte auch manchmal etwas zu überdreht war, so habe ich doch schon lange nicht mehr so viel gelacht beim Lesen! Die Geschichte ist wirklich total komisch und besticht durch ihre ganz besonderen Protagonisten. Maya ist zwar ziemlich chaotisch und zieht Fettnäpfchen an, aber man muss sie einfach gerne haben. Aber es ist nicht nur Maya, die begeistert. Alle Nebencharaktere sind wunderbar lebendig beschrieben. Man fühlt sich in der Geschichte, als wäre man mittendrin. Man ist selbst dabei, wenn Maya liebt, lacht, weint und versucht, ihr Leben zu ordnen und zu retten. Die Seiten ziehen nur so an einem vorbei, und es bleibt bis zum Ende spannend, hält Rose Snow doch im Laufe des Buches die eine oder andere Überraschung für Maya und uns Leser bereit.


Ein Buch, das ich allen empfehlen kann, die witzige Geschichten mögen und die es nicht stört, wenn diese ziemlich abgedreht sind. Ein Buch, mit dem man wirklich viel lachen kann. Kommt mit in die Welt von Maya, Holger & Co!

Mittwoch, 3. September 2014

Uticha Marmon – Als Opapi das Denken vergaß


Uticha Marmon – Als Opapi das Denken vergaß

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Magellan 
  • ISBN-13: 978-3734840043
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 - 11 Jahre










Opapi, Mias Uropa, wird immer vergesslicher. Deswegen haben Mias Eltern beschlossen, ihn zu sich zu holen. Opapi zieht von Lindau nach Hamburg. Mia freut sich, dass ihr Opapi jetzt dicht bei ihr ist. Aber schnell merkt sie auch, dass er sich verändert hat. Immer öfter kämpft er gegen den bösen schwarzen Vergessenstroll, wie Mia das nennt. Mias Eltern finden das schlimm, fühlen sich schnell überfordert und hilflos. Mia geht ganz anders mit der Krankheit ihres Urgroßvaters um. Unbekümmert wie es wohl nur ein Kind sein kann, versucht sie, Opapi dabei zu helfen, sich zu erinnern. Und als plötzlich ein kleiner Junge auftaucht, nimmt sie auch den freundlich auf.

„Als Opapi das Denken vergaß“ ist ein besonderes Kinderbuch, denn es nimmt sich einem ernsten Thema an, mit dem viele Kinder in Berührung kommen. Wie viele Familien gibt es, in denen ein Großelternteil oder ein anderer älterer Verwandter an Demenz erkranken? Das sind sicher viele, und wenn es dann soweit ist, fragen sich die Erwachsenen, wie sie ihrem Kind erklären sollen, was im Kopf des alten Menschen passiert. Nun, dieses Buch bietet die Antwort darauf, am besten liest man es zusammen mit seinem Kind. Dann erfährt das Kind mehr über den schwarzen Vergessenstroll, wie man mit ihm umgehen kann und dass er nicht so schlimm ist, wie es die Erwachsenen glauben.
Auch die erwachsenen Leser können viel aus dem Buch mitnehmen, vor allem, dass man nicht alles so kompliziert machen und sehen sollte. Einfach Vertrauen in sich und die anderen haben, akzeptieren, dass das Gedächtnis der älteren Verwandten nachlässt, aber auch, dass das eben nicht das Ende von Spaß und schönen Momenten ist. Akzeptieren und das Beste aus der Situation machen, dass ist das, was jeder von Mia lernen kann. Das kleine Mädchen macht das ganz selbstverständlich, und ihre jungen Leser werden ihr hoffentlich nacheifern.
Wir Erwachsenen haben es da nicht ganz so leicht. Ich habe zwar viel aus dem Buch mitgenommen, fühlte mich unglaublich gut unterhalten und wurde immer wieder zum Nachdenken angeregt durch Mia und Opapis Geschichte, aber mit dem Strang rund um den kleinen Jungen, der plötzlich auftaucht, hatte ich z.B. etwas Probleme, fand es schwierig, ihn zu akzeptieren. Warum? Tja, das beantworte ich am besten mit einem Zitat aus dem Buch, das trifft es.
 Wie genau es aber gehen konnte, was Mia mit Berti erlebte, darüber zerbrachen sie sich nicht den Kopf. Das war etwas für die Erwachsenen. Die mussten ja immer alles begreifen. Mia, Felicia und Tobi reichte es vollkommen zu wissen, dass Berti da war. (S. 97)

Ich denke, Mia hat recht, wenn sie meint, dass der Umgang mit dementen Menschen verkompliziert wird, wenn man alles analysieren möchte, versucht, alles zu verstehen und rational zu betrachten. Mia ist ein gutes Beispiel dafür, dass man sich einfach auf seine Instinkte verlassen, seinen Gefühlen folgen und die Mitmenschen so akzeptieren sollte, wie sie sind.


Das Buch ist ein wunderschönes Kinderbuch, das zum Nachdenken anregt und Jung und Alt dabei helfen kann, Demenz zu akzeptieren und besser mit ihr umzugehen. Ein richtiges Juwel im Bereich der Kinderbücher!