Sonntag, 6. Dezember 2015

Andi Meisfeld - Aktion Weihnachtstannennadel


Es ist schon Tradition und für mich das Beste am Nikolaus überhaupt! Jedes Jah verwöhnt uns Tom Steinbrecher mit einem Gratis-Weihnachtshörspiel. Jedes Jahr dürfen wir miterleben, wie Jungameisenagent Andi Meisfeld zusammen mit seinen Freunden einen Fall in der Weihnachtszeit löst.
Auch dieses Jahr sind sie wieder im AUftrag der Königin unterwegs. Ausnahmsweise nicht im Einkaufzentrum Meisenstedt Mitte. Nein, diesmal wurde eine wertvolle Tannennadel aus dem Haus einer der reichsten Ameisen Meisenstedts gestohlen. Können Andi und Aleksa der Polizei dabei helfen, den Dieb zu fangen?

Findet es heraus und ladet euch noch bis zum 26.12.2015 das Hörspiel auf www.andi-meisfeld.de herunter. Es lohnt ich! Ich hatte wieder viel Spaß. Andi ist und bleibt einfach dufte!

Danke, Tom, dass du uns jedes Jahr wieder mit einem Weihnachtsabenteuer verwöhnst!

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Jenny Hale – Winterzauber im Kerzenschein




Jenny Hale – Winterzauber im Kerzenschein


  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe 
  • ISBN-13: 978-3404172689
  • Originaltitel: Coming Home For Christmas
  • Übersetzer: Sabine Schilasky






Allie ist Anfang dreißig und arbeitslos. Nach Jahren als Nanny ist die gelernte Erzieherin wieder bei ihrer Mutter eingezogen. Da kommt der von ihrer Schwester vermittelte Job – Hausverwalterin auf einem großen Anwesen – gerade recht. Allie zieht zur Familie Marley. Und schnell stellt sie fest, dass dort nichts so ist, wie es sein sollte. Hausherr und ihr Arbeitgeber ist Robert Marley, der das Haus verkaufen will. Sein Bruder Kip flirtet unablässig mit Allie, scheint aber nichts so recht ernst zu nehmen, seine Schwester Sloane lebt in Scheidung und seine Großmutter Pippa ist entsetzt, dass sie ins Heim soll. Die einzigen, die sich wirklich auf Weihnachten freuen, sind wohl Sloanes kleinen Söhne. Robert möchte nicht einmal nach Hause kommen, zu groß ist die Kluft zwischen ihm und Pippa.
Allie fühlt sich vom ersten Moment an seltsam hingezogen zu der Familie Marley. Sie möchte sie retten, möchte den Zusammenhalt der Familie stärken. Und so versucht sie, Robert davon zu überzeugen, zu Weihnachten nach Hause zukommen, die mürrische Pippa versöhnlicher zu stimmen und Sloane zu trösten. Gleichzeitig lässt sie den Flirt von Kip zu. Doch ist das wirklich das, was sie will? Und kann man eine Familie wie die der Marleys überhaupt retten?

Winterzauber im Kerzenschein ist ein wunderschöner Liebesroman mit winterlich-weihnachtlicher Stimmung. Es ist eine Familiengeschichte voller Probleme, aber auch voller Glück. Manchmal war ich etwas genervt von den Figuren, die sich einfach nicht gescheit aussprechen. Aber die meiste Zeit war ich einfach verzaubert. Schon lange habe ich einen Roman nicht mehr in so kurzer Zeit gelesen. Für mich war es die perfekte Lektüre für das erste Adventswochenende.  

Es ist ein Wohlfühlbuch, das mich gerührt und berührt hat. Ich war richtig tief drinnen in der Geschichte, wollte Allie schütteln, Pippa aufmuntern und Robert in den Arm nehmen.

Ein tolles Buch für einen gemütlichen Adventsnachmittag, an dem der Wind um das Haus fegt.

Samstag, 28. November 2015

Liza Patrick - Secrets of Jade: Mit den Augen der Liebe




Liza Patrick - Secrets of Jade: Mit den Augen der Liebe

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: fabulus Verlag 
  • ISBN-13: 978-3944788333









Studentin Jade träumt seit einiger Zeit von einem jungen Mann. Als sie diesen plötzlich tatsächlich trifft, gerät ihr Leben aus den Fugen. Es ist Liebe auf den ersten Blick, aber kann das gutgehen? Bei ihrer Großmutter ging es nicht gut, wie Jade nach und nach erfährt. Und immer mehr erfährt sie von deren Geschichte und von einem Zirkel, der Menschen nach ihrer Augenfarbe einstuft und der die Welt verändern will. Als ihre Großmutter verschwindet und der Zirkel sich immer mehr in ihr Leben einmischt, weiß Jade nicht mehr, was sie glauben und wem sie trauen kann. Nur, dass sie Josh, den Mann ihrer Träume, nicht mehr verlieren will. Doch kann das gelingen?

Die Aufmachung des Buches versucht mit einem Buchschnitt in Helltürkis zu bestechen. Ich finde die Farbe ehrlich gesagt nicht besonders schön. Ich vermute, es soll Jade darstellen, für mich ist es dafür aber zu hell und zu sehr in Richtung Mintgrün. Wichtiger als die Optik ist allerdings natürlich der Inhalt des Romans.

Secrets of Jade ist eine Romanze mit leicht mystischen Anteilen, in die ich wunderschön abtauchen konnte. Sie las sich schnell und gut, allerdings hatte ich ein paar Probleme mit den Figuren. Jade ist sympathisch, aber auch ziemlich unüberlegt und manchmal ziemlich kindisch. Josh und auch sein bester Freund Matt sind gut beschrieben, viele andere Figuren bleiben jedoch leider etwas blass.
Die Idee mit dem Zirkel und den Eigenschaften, die verschiedene Augenfarben mit sich bringen, fand ich ziemlich interessant und faszinierend. Gerne hätte ich mehr darüber erfahren. Leider wurden die Gespräche zu dem Thema oft unterbrochen.

Die Liebesgeschichte zwischen Josh und Jade geht schnell und heftig, aber durchaus glaubwürdig voran. Es liegt eine besondere Magie in der Geschichte in der Luft, die mir richtig gut gefallen hat. Die Verbindung zwischen Josh und Jade ist intensiv, und das bringt die Autorin wunderbar herüber.
Passend zu der etwas mystischen Geschichte spielt das Buch in Irland. Leider spielt Irland keine besonders große Rolle in dem Buch, eigentlich hätte es genauso gut überall anders spielen können. Schade, ein bisschen mehr Irlandflair hätte mir sehr gut gefallen.

Nichts desto trotz war es eine wirklich schöne Liebesgeschichte für Jugendliche und junge Erwachsene, die aber nach meiner Meinung etwas mehr Tiefgang vertragen hätte.

Von mir bekommt sie 3,5 von 5 Sternen.

Sonntag, 22. November 2015

Ciara Flood - Bruno und die Nervkaninchen

Ciara Flood - Bruno und die Nervkaninchen

  • Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
  • Verlag: Kerle 
  • ISBN-13: 978-3451713002
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre
  • Originaltitel: Those Pesky Rabbits 
  • Übersetzer: Anna Butte





Bruno und die Nervkaninchen ist ein sehr süßes Vorlesebuch für Kinder ab drei.

In der Geschichte geht es um den brummeligen Bär Bruno, der am liebsten allein ist. Er wohnt deshalb auch ganz einsam. Bis eine Familie Kaninchen neben ihm einzieht. Und die wollen ständig etwas von ihm. Honig leihen, Hilfe beim Holzhacken, mit ihm Bücher tauschen, zusammen Sterne anschauen.... Bruno wehrt alles ab und scheinbar geben die Kaninchen auf. Doch eines Tages steht ein Korb voller Geschenke für Bruno vor der Tür. Und Bruno erkennt, dass es doch schön ist, Freunde zu haben.

Die Geschichte hat kurze Texte zum Vorlesen und vor allem tolle Bilder, auf denen viel zu entdecken ist. Auch beim mehrmaligen Anschauen findet man immer noch eine Kleinigkeit, die einem bisher entgangen ist. Man merkt dem Buch an, dass es mit viel Liebe und Fantasie gestaltet wurde. Und so macht es einfach Spaß, es zu lesen und gemeinsam mit den kleinen Zuhörern anzuschauen und Brunos Welt zu entdecken.

Mittwoch, 18. November 2015

Stephanie Polák – Cleo und der total (un)coole Kuchenclub


Stephanie Polák – Cleo und der total (un)coole Kuchenclub

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Südpol 
  • ISBN-13: 978-3943086218
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 - 11 Jahre







Cleo ist gerade in die 5. Klasse gekommen. Auf einmal ist sie wieder eine der Jüngsten auf dem Schulhof. Wie gut, dass sie nicht allein ist, sondern zusammen mit ihrer besten Freundin Emma. Doch Emma benimmt sich plötzlich komisch. Seit sie ein Pferd hat, hat sie kaum noch Zeit für Cleo. Stattdessen verbringt sie die Freizeit im Pferdestall und auch immer öfter mit der Sechstklässlerin Fee. Die hat auch ein Pferd und außerdem ist sie begeistertes Mitglied der Cheerleader-Gruppe der Schule. Sie überzeugt Emma, dort mitzumachen. Cleo fühlt sich zurückgesetzt und auf einmal haben Emma und sie sich nichts mehr zu sagen.
Es beginnt eine einsame Zeit für Cleo, bis sie drei ganz unterschiedliche Mädchen ihrer Schule näher kennenlernt. Können aus der leidenschaftlichen Bäckerin Cleo, der dicken Jule aus der Parallelklasse, der Streberin Charlotte und der jungenhaften Toni Freunde werden? Als der Schulbasar vor der Tür steht, wachsen die vier immer mehr zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammen. Und auf einmal macht auch Cleo das Leben wieder Spaß, auch wenn sie Emma weiter vermisst.

„Cleo und der total (un)coole Kuchenclub“ ist ein wunderschönes und Mut machendes Buch rund um Freundschaft für Mädchen ab 9. Cleo und die anderen Mitglieder des Kuchenclubs sind sehr verschieden, aber alle total sympathisch. Die Probleme, die sie haben, sind welche, die viele Mädchen kennen. Wer hatte nicht schon mal Streit mit der besten Freundin, fühlte sich deswegen einsam und als Außenseiter? Das Buch macht Mut, zu sich selbst zu stehen, es zeigt, dass es ok ist, anders zu sein. Es macht deutlich, dass Streit mit der Freundin normal ist. Nicht schön, aber auch kein Weltuntergang. Die Geschichte zeigt, dass man neue Freunde finden kann und dass das Leben beim Zerbrechen einer Freundschaft nicht aufhört, aber auch, dass Freundschaften manchmal einfach nur Zeit brauchen, um sich vom Streit zu erholen.

Das Buch ist voller ernster Themen, vor allem aber locker lustig und liebenswert. Und es ist gespickt mit 10 wundervoll lecker klingenden Rezepten, die in der Geschichte eine Rolle spielen. 10 Rezepte für Gebäck, die sich allesamt einfach nachbacken lassen, finden sich an den Enden der Kapitel. Noch habe ich keines davon ausprobiert, aber das möchte ich unbedingt ändern.


Ich hoffe, ich darf bald noch mehr von Cleo und dem total (un)coolen Kuchenclub lesen, denn ich hatte einfach richtig viel Spaß bei dieser Lektüre und kann sie nur allen Familien mit jungen Mädchen empfehlen. Lest dieses Buch, aber haltet Backzutaten bereit, denn das Lesen macht hungrig!

Sonntag, 15. November 2015

Michael Byrne – Lottery Boy

Michael Byrne – Lottery Boy


  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: cbt 
  • ISBN-13: 978-3570163818
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 11 Jahren
  • Originaltitel: Lottery Boy 
  • Übersetzer: Bettina Münch






Bully ist 12 und lebt auf den Straßen Londons. Dahin ist er nach dem Tod seiner Mutter geflüchtet, weil er es nicht ausgehalten hat, weiter beim Freund seiner Mutter zu wohnen, der längst wieder eine neue Freundin hat und der die Asche seiner Mutter einfach in den Müllschlucker geschmissen hat. Zusammen mit seiner Hündin Jack lebt er daher seit einigen Monaten auf der Straße.
Als er zufällig in der letzten Geburtstagskarte seiner Mutter einen Lottoschein findet und feststellt, dass er den Hauptpreis gewonnen hat, ändert sich sein Leben abermals. Denn unbedacht erzählt er den erstbesten Obdachlosen, die er trifft, davon. Und so beginnt die Jagd auf ihn und seinen Schein. Während Bully versucht, den Verfolgern zu entkommen, muss er gleichzeitig einen vertrauenswürdigen Erwachsenen finden, denn mit 12 kann er den Schein nicht einlösen. Und ihm bleiben nur wenige Tage, ehe der Gewinn verfällt…

Nach der Kurzbeschreibung hatte ich eine Art skurrilen Roadtrip voll von englischem Humor erwartet. Den habe ich nicht wirklich bekommen. Klar, eine Art von Roadtrip bietet die Geschichte. Doch komisch ist sie eigentlich nicht. Eher traurig, nachdenklich machend, erschreckend. Bully tat mir beim Lesen leid, aber ich war zum Teil auch etwas genervt von ihm, seiner naiven Art, seinem Unwillen, etwas an seinem Leben zu ändern, für sich zu kämpfen.
Die Geschichte entwickelte sich am Anfang recht langsam, wurde schließlich aber zu einer actionreichen schnellen Verfolgungsjagd. Die Spannung stieg, je weiter man im Buch kam. Fand ich es am Anfang recht zäh, war ich nachher richtig gefesselt von der Geschichte und habe mit Bully gebangt.

Vor allem war der Roman allerdings deutlich brutaler als ich erwartet hatte. Die Altersempfehlung vom Verlag ist ab 11, und zumindest für mich wäre das Buch mit 11 wohl nichts gewesen. Es geht eben nicht nur um Armut und Ungerechtigkeit, sonder es geschehen Morde und Foltereien. Dabei werden sowohl Menschen als auch Hunde gequält und dieses auch, wenn auch nicht extrem ausführlich, durchaus anschaulich beschrieben. Man sollte das Buch also wohl nicht jedem 11jährigen geben. Manchen macht es sicher nichts aus, für andere könnte die Geschichte aber zu heftig sein.

Mich selbst lässt das Buch etwas zwiegespalten zurück. Es war ganz anders als erwartet und die erste Buchhälft empfand ich als ziemlich zäh. Es hat gedauert, bis mich die Geschichte richtig gepackt hat. Am Ende flog ich dann aber nur so durch die Seiten.

Das Buch lässt mich nachdenklich zurück. Es hat mich berührt, aber auch genervt.
Ein besonderes Buch, das in mir aber nicht unbedingt den Wunsch hinterlässt, mehr von dem Autor zu lesen. Ich weiß nicht genau warum, aber zwischen uns war es einfach keine Liebe auf den ersten Blick. Auch wenn das Buch gut war, fehlte mir irgendetwas.
Von mir bekommt die Geschichte daher 3,5 von 5 Sternen.

Sonntag, 8. November 2015

Sabine Bartsch - A Song about Love




Sabine Bartsch - A Song about Love


  • Taschenbuch: 204 Seiten
  • Verlag: Books on Demand
  • ISBN-13: 978-3738618358











Der 19jährige Jonas freut sich auf den ersten großen Auftritt mit seiner Band. Sie dürfen auf einem Rockfestival spielen. Dort lernt er Mona kennen, die Sängerin einer anderen Band. Sofort fühlt er sich zu ihr hingezogen und auch Mona scheint sich für ihn zu interessieren. Es läuft also alles sehr gut für Jonas. Wenn, ja wenn da nicht die Wette mit seinem neuen Bandkumpel gewesen wäre. Aufgrund dieser Wette verbringt Jonas die Nacht nach dem Festival mit einem anderen Mädchen. Und diese stalkt ihn daraufhin. Wie soll er Sasa nur wieder losbekommen? Und wie erklärt er das Mona?
Als wären das nicht Probleme genug, gerät auch seine Schwester in Schwierigkeiten. Die Sommerferien laufen kein bisschen so, wie Jonas es sich vorgestellt hat.  Kann sich alles klären?

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und erzählt aus Jonas Sicht die Geschehnisse in einem für ihn ganz besonderen Sommer. Sabine Bartsch schreibt dabei sehr anschaulich und locker. Die Seiten fliegen nur so dahin und ich wurde in die Geschichte hineingesogen. Gespannt las ich immer weiter, wollte wissen, was mit Jonas passiert, wollte wissen, wie und ob sich alles klärt. Manchmal wollte ich Jonas schütteln, ihn dazu bringen, einfach offen zu reden. Aber ich konnte auch verstehen, dass er davor zurückschreckt.

Mona, die starke selbstbewusste weibliche Protagonistin, blieb etwas unnahbar, aber das ist wohl der Perspektive geschuldet. Sympathisch war sie auf jeden Fall.

Das Thema Stalking fand ich sehr eindrucksvoll geschildert, die Geschichte zeigt, wie schnell das gehen kann, wie wenig man tun muss, um Stalkingopfer zu werden, wie hilflos man dann ist. Ein Thema, das nachdenklich macht.

Das Thema rund um Jonas Schwester hätte ich ehrlich gesagt nicht gebraucht. Es ist ein wichtiges Thema, und dafür wird es mir zu sehr nebenbei abgehandelt. Es ist ja nur ein Nebenstrang der eigentlichen Geschichte. Es bekommt nicht den Raum, den es bräuchte, und so hätte ich es besser gefunden, wenn dieser Erzählstrang entweder weggelassen oder aber ausgebaut worden wäre.

Aber das hat den Lesespaß nur geringfügig getrübt. Insgesamt habe ich die Lesestunden einfach genossen, bin eingetaucht in die Welt voller Musik, habe das Sommerfeeling, die Festivalatmosphäre und die Aufs und Abs der Liebesgeschichte in mich aufgenommen. Ich konnte beim Lesen völlig abschalten und hatte Spaß.


Wer einen Jugendliebesroman sucht, in dem es neben der Wolke 7 auch um ernste Themen geht, der sollte hier zugreifen.  

Sonntag, 1. November 2015

Vanessa Richter – Plötzlich Friesin















Paula hat genug von der Unordnung und dem Nichtstun ihres Freundes. Schweren Herzens trennt sie sich daher von Ben. Um über ihn hinweg zu kommen, lässt sie sich von ihrer Freundin überreden, mit ihr zusammen in den Semesterferien auf Sünnland, einer kleinen Nordseeinsel, zu jobben. Kurz bevor sie abfährt, erfährt Paula von ihrer Mutter, dass ihr Vater, den sie niemals kennengelernt hat, von Sünnland kommt. Und so versucht sich Paula von ihrem Kummer durch die Suche nach ihrem Vater, von dem sie nur den Vornamen kennt, abzulenken. Für Zerstreuung sorgt aber auch der charmante Friese Chris, den sie schon vor der Überfahrt auf die Insel kennenlernt.

Plötzlich Friesin ist eine charmante Urlaubslektüre, ein leichter lockerer Roman, der Nordseestimmung verbreitet. Paula selbst fand ich manchmal etwas nervig und Ben und Chris etwas zu Klischeebehaftet, aber das hat nichts daran geändert, dass ich viel Spaß beim Lesen hatte. Das Buch hat nämlich sehr charismatische Nebenfiguren, die das ganze Buch über friesischen Charme verbreiten. Ich war beim Lesen der Geschichte wirklich an der Nordsee. Etwas schade fand ich, dass das Buch auf einer fiktiven Insel spielt, mag ich doch lieber Bücher, die auf echten Inseln spielen, am Besten auf welchen, die ich kenne. Doch ich verstehe, dass eine fiktive Insel mit genau der Größe und den Begebenheiten, die man braucht, vieles einfacher macht. Und wie gesagt, das Nordseeflair kam perfekt herüber. So perfekt, dass ich nun halt gerne nach Sünnland fahren würde, und das geht ja leider nicht.
Mit dem Ende bin ich nicht ganz glücklich, ich fand das Verhalten einer bestimmten Person etwas zu überzogen. Daher hoffe ich, dass es noch eine Fortsetzung geben wird, in der man erfährt, wie es mit Paula weiter geht. Potenzial für weitere Besuche auf Sünnland ist auf jeden Fall da. Und auch wenn nicht alles perfekt war, habe ich Paula und Sünnland wie gesagt in mein Herz geschlossen und würde sie wirklich gerne weiter begleiten.

Wer eine locker leichte Strandlektüre mit Nordseeflair sucht, dem kann ich Plötzlich Friesin empfehlen. Die Geschichte ist zwar in manchen Teilen etwas vorhersehbar, ist aber gleichzeitig witzig, liebenswert und macht Spaß. Auch wenn man die Figuren manchmal schütteln möchte, machen Ausflüge auf Nordseeinseln doch immer wieder Spaß!

Montag, 26. Oktober 2015

Blogtour Herzfischen

  
Heute startet die Blogtour rund um Herzfischen von Britta Sabbag und Maite Kelly bei mir. In den nächsten Tagen werden wir euch durch die Welt von Josy und Simon führen und euch das Buch, die Protagonisten und die Themen des Romans etwas näher bringen. Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen, doch dazu später mehr.

Jetzt will ich euch erst einmal ein wenig über Herzfischen und auch über die anderen Werke der beiden Autorinnen erzählen.


Josy ist ein ehemaliger Kinderstar. Viele Jahre spielte sie Jojo, die Hauptrolle einer erfolgreichen Serie. Ganz Deutschland hat in der Serie beobachtet, wie Jojo vom Kind zur jungen Frau wurde. Jeder liebte Jojo. Und auch 10 Jahre später, mit 33 Jahren, sieht jeder in Josy nur die Jojo. Aussichten auf andere Rollen hat Josy so nicht, und auch andere Jobs bekommt sie nicht. Alle sind der Meinung, sie würde nur Unruhe in den Betrieb bringen und dass man eine berühmte Schauspielerin auf keinen Fall  an die Kasse setzen kann. Zum Glück hat Josy ihren Patenonkel Hugo, der ein kleines Café in Köln betreibt und bei dem sie leben und etwas arbeiten kann. Allerdings läuft das altmodische Café, dass sich neumodischen Sachen wie Cappuccino und Café Latte verweigert und nur schlichten Filterkaffee ausschenkt, alles andere als gut, seit lauter hippe Bars und Cafés rundherum aufgemacht haben. Und so ist Josys Heimat in Gefahr. Sie ist entschlossen, das Café zu retten, doch wo soll sie so schnell Geld herbekommen? Als sie sich Geld von einem Internetflirt erschleicht, ist das der Beginn einer turbulenten Geschichte. Der ausgenommene Flirtpartner ist nämlich alles andere als begeistert von der Tat und  beauftragt eine Online-Security Agentur, Josy zu finden und zu überführen.
Simon und Wally nehmen den Auftrag gerne an. Doch schon bald beginnt der Frauenheld Simon die Chats mit Josy im Flirtportal zu genießen. Will er sie wirklich überführen? Und auch Josy fühlt sich zu Simon hingezogen, obwohl er doch eigentlich nur ein weiteres Opfer sein sollte, um das letzte Geld, das zur Rettung des Cafés noch fehlt, zusammenzubekommen.
Was beide nicht wissen, sie kennen sich auch im wahren Leben, wohnen sie doch fast nebeneinander. Zunächst können sie sich nicht ausstehen, aber ihre Wege kreuzen sich immer öfter.

Wie die Geschichte ausgeht? Was Josy und Simon zusammen erleben? Das solltet ihr unbedingt nachlesen. Das Buch ist warmherzig und liebenswert, und dabei immer wieder witzig.
Erzählt wird es abwechselnd aus der Sicht von Josy und von Simon, und es ist sehr interessant, beide Sichten kennenzulernen. Außerdem bekommt man immer wieder die Chats zu lesen, die witzig, spritzig aber zum Teil auch philosophisch und voller Weisheiten sind.

Herzfischen besticht mit seinen liebenswerten Figuren voller Ecken und Kanten. Neben den sympathischen Hautfiguren habe ich vor allem Simons Agenturpartner Walli sofort in mein Herz geschlossen. Wally isst für sein Leben gern, was man ihm auch ansieht. Er hat ein großes Herz und ist einfach nur liebenswürdig. Ich habe mich immer gefreut, wenn er im Buch auftauchte, was zum Glück sehr häufig war.

So, jetzt habe ich euch aber wirklich genug von dem Buch, das übrigens einen besonderen Buchumschlag aus Plastik, so wie ich ihn nur von Wörterbüchern kenne, und ein tolles Daumenkino mit einem Otter hat, erzählt. Den Rest der lustigen, charmanten aber auch nachdenklich machenden Geschichte solltet ihr einfach selbst lesen und entdecken.

Und ich stelle euch jetzt schnell noch die anderen Werke der Autorinnen vor, schließlich ist Herzfischen kein Debüt sondern es gibt noch viele andere tolle Werke zu entdecken.

Britta Sabbag und Maite Kelly
(c) Beatrice Treydel



















Die kleine Hummel Bommel
Die kleine Hummel Bommel war das erste Buch, das Britta und Maite zusammen mit der Illustratorin Joëlle Tourlonias herausgebracht haben. Es ist ein Bilderbuch rund um eine kleine Hummel, die Angst hat, nicht richtig fliegen zu können. Ihre Flügel sind doch viel zu klein, wie soll das da gehen? Die anderen Tiere lachen sie wegen derFlügel aus und Bommel ist ganz entmutigt. Doch im Laufe des Buches erkennt er, dass er an sich selbst glauben muss.
Ein zauberhaftes Bilderbuch für Kinder ab 4, bei dem man als besonderes extra auch noch das von Maite Kelly gesungene Lied „Du bist Du“ bekommt, das Teil der Geschichte ist.


Und nächstes Jahr erscheint ein neues Abenteuer der kleinen Hummel. Ich bin schon gespannt!

Britta Sabbag




















Britta hat schon einige Bücher veröffentlicht, die ich euch hier kurz vorstellen möchte:

Pinguinwetter
Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, in den Hafen der Ehe einzuschiffen - allerdings nicht mit ihr. 

Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa! Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los... (Kurzbeschreibung © www.brittasabbag.de)


Rezension bei Claudia: http://blog.claudis-gedankenwelt.de/pinguinwetter-britta-sabbag/#more-2365






Pandablues
Charlotte kann es kaum fassen: Kann es sein, dass ihr Traummann Eric sie betrügt, noch dazu mit einer Sauberfrau? Und ihr Zoo-Praktikum als Pinguin-Pflegerin ist auch irgendwie nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat. Gut, dass sie sich wenigstens auf ihre Freundinnen Trine und Mona verlassen kann. 
Bei denen läuft anscheinend alles wie am Schnürchen. Glücklicherweise sind die auch immer da, um Charlotte aus der Patsche zu helfen. Und das ist gar nicht so selten der Fall ... (Kurzbeschreibung © www.brittasabbag.de)





Das Leben ist (k)ein Ponyhof
Antonia ist überzeugt davon, dass ihr Leben perfekt ist. Sie ist erfolgreich im Büro – ja, tatsächlich ist sie kurz davor, die jüngste Partnerin einer bekannten Unternehmensberatung zu werden – und sie führt eine glückliche Beziehung mit ihrem Kollegen Carl. Freizeit ist ein Fremdwort für die 35jährige, aber das macht ihr nichts aus, sie arbeitet schließlich gerne. Und sie ist froh, dem kleinen Dorf, in dem sie aufgewachsen ist, entkommen zu sein.
Dann verdonnert ihre Mutter Antonia plötzlich dazu, auf ihren schrulligen und leicht senilen Stiefvater aufzupassen, während sie eine Jogareise macht. Antonia hat keine Zeit für Walther, aber das ist egal, ihre Mutter ist weg. Und schnell stellt Antonia fest, dass man Walther nicht alleine lassen kann. Bei dem Versuch, ihr Berufsleben mit der Betreuung von Walther unter einen Hut zu bekommen, passieren so manche Katastrophen. Walther hat nämlich immer wieder neue Ideen und stellt Antonias Leben gehörig auf den Kopf. Aber ist das wirklich schlecht? Vielleicht ist es an der Zeit, dass Antonia den roten Faden ihres Lebens verliert und sich einen neuen sucht. Das Leben kann so bunt sein…


Stolperherz
Sanny ist 15 und alles andere als mutig. Sie ist eine graue Maus, unsichtbar, kaum beachtet, das Mädchen mit dem Herzfehler. Das Mädchen mit der überfürsorglichen Mutter. Sie verhält sich still und unauffällig. Doch dann hat sie auf einmal genug von diesem unsichtbaren Leben. Sie rebelliert. Erst nur mit einer neuen Haarfarbe, mit der sie plötzlich alles andere als unsichtbar ist. Doch die führt zu unvorhergesehenen Ereignissen. Auf einmal ist die schüchterne Sanny mit dem Herzfehler auf der Reise ihres Lebens. Einen Sommer lang will sie mit einer Band durch Deutschland touren. Kann das gut gehen?


Herzriss
Das Leben hält drei Gewissheiten für dich parat.
Eine gute, eine schlechte und eine dritte. Die Gute: Alles, was du dir erträumst, wird passieren. Die Schlechte: Alles, wovor du dich fürchtest, wird eintreten. Die dritte: Das ist das Leben.
Sannys und Gregs Liebe steht durch das Angebot einer Plattenfirma vor einer echten Zerreißprobe. Gleichzeitig lassen sich Sannys Eltern scheiden, und Sanny merkt, dass ihre Kindheit zwar irgendwie vorbei ist, aber das Erwachsensein noch nicht richtig angefangen hat. Und mitten in diesem Gefühlschaos stellt sie dann auch noch fest, dass die Freundschaft zu Schlagzeuger Lex ein paar ganz bestimmte Punkte überschreitet ... (Kurzbeschreibung © www.brittasabbag.de)



Und auch von Maite Kelly gibt es ein weiteres Werk. 
Zusammen mit Georg Austen schrieb sie das Buch Mit Kindern Feste gestalten und feiern.
In dem Hausbuch erfährt man viel zu den 14 wichtigsten Festen des Kirchenjahres. Neben Geschichten, Gedichten und Bibelstellen gibt es kreative Vorschläge, wie man diese Feste mit der ganzen Familie wunderschön und unvergesslich begehen kann.


So, und auch wenn der Artikel wirklich schon mehr als lang genug ist, darf das Gewinnspiel natürlich nicht fehlen. Zu gewinnen gibt es 2 Exemplare des Buches. Beantwortet mir einfach eine Frage, und schon landet ihr im Lostopf.

Ich möchte von euch wissen: Welches Buch von Britta Sabbag und/der Maite Kelly hat euch denn besonders gut gefallen und warum? Und falls ihr noch keins gelesen habt, welches möchtet ihr am liebsten lesen und warum?

Kommentiert einfach hier auf dem Blog und hinterlasst eine Mailadresse, über die man euch erreichen kann.

Teilnahmebedingungen:
Der Teilnehmer muss über 18 Jahre sein, oder eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten vorzuweisen haben.
Teilnahmeschluss ist der 01.11.2015, 23:59 Uhr
Eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen.
Der Versand erfolgt an Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen muss eine gültige eMail Adresse hinterlegt werden, unter der wir euch im Gewinnfall benachrichtigen können.
Die Daten der Teilnehmer werden nicht gespeichert und lediglich zur Gewinnermittlung benutzt.
Die Adresse des Gewinners wird nach Versand umgehend gelöscht.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Für Gewinne, die auf dem Postweg verloren gehen wird keine Haftung übernommen.

So, das war es jetzt von mir. Verpasst nicht, die nächsten Tage auf den weiteren interessanten Stationen vorbeizuschauen. Morgen ist die Blogtour bei Lena von Lenas Welt der Bücher, die euch die Protagonisten näher vorstellen wird.




Gewinnerbekanntgabe:

Inzwischen hat die Ausslosung stattgefunden. Gewonnen haben Amelie K. und Deborah! Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Buch! 



Sonntag, 25. Oktober 2015

Frankfurter Buchmesse 2015

1 Woche ist die Frankfurter Buchmesse schon wieder her, und endlich komme ich dazu, meinen Messebericht zu schreiben. Denn leider plagt mich auch nach der Messe genau wie davor noch eine Erkältung, und so habe ich nach der Arbeit keine Energie für einen Bericht gefunden. Egal, jetzt habe ich Zeit und Lust und nehme euch mit auf meine Frankfurter Buchmesse 2015.

Eigentlich wollte ich Dienstagabend zur Eröffnung, aber ich habe dann beschlossen, lieber noch einmal richtig schön auszuruhen und Kräfte für die eigentliche Messe zu sammeln. Und so stürzte ich mich Mittwochmorgen gegen halb 10 ins Messegetümmel. Wobei, so viel Getümmel war da zum Glück noch gar nicht.



Meine erste Messeaktivität war das Ergattern einer Langenscheidt-Tasche (da kann man nie genug von haben, finde ich), und dann machte ich mich auf die Suche nach Anette, Ina und Natalie. Zusammen erkundeten wir dann die Messehallen. Na ja, ok, hauptsächlich die Halle 3.0, viel mehr habe ich ehrlich gesagt die ganze Messe über nicht gesehen.

Mittwoch hatten wir noch nicht so viele Termine, und bei denen, die wir hatten war etwas der Wurm drin. So kamen Britta Sabbag und Maite Kelly dank Schnee nicht pünktlich zur Messe, weshalb ich ihre Veranstaltung und leider auch sie komplett verpasste, im Laufe des Tages war nämlich irgendwie kein herankommen an sie. Und mein geplantes Interview mit Ute Wegmann fiel leider aus, weil wir scheinbar an ganz verschiedenen Standenden warteten und auch die freundlichen dtv-Mitarbeiter es nicht schafften, uns zusammenzubringen. Aber nun ja, Interviews kann man ja auch schriftlich machen, ich denke, die Antworten auf meine Fragen werde ich auf jeden Fall auch so bekommen.
Uwe Michael Gutzschhahn


Was am Mittwoch aber geklappt hat, war ein sehr interessantes Interview mit Uwe Michael Gutzschhahn, der nicht nur selber schreibt sondern auch viel aus dem Englischen übersetzt. Es war ein sehr interessantes Gespräch, das ihr bald bei der Katze mit Buch nachlesen könnt.
Außerdem hatten wir einen netten Termin bei Magellan, und auch im Frühjahr erscheinen wieder tolle Bücher beim Verlag mit dem Wal.

Zum Abschluss stand der Empfang von Harper Collins auf dem Programm. Der war vor allem voll und eng, aber neben Essen und Trinken gab es auch nette Gespräche. So lernte ich z.B. das Team von Blogg dein Buch kurz kennen (und wurde gleich in ein Video für ihren Smyles-Kanal gezerrt) und Natalie und ich nutzten die Gelegenheit, um mit Julius von Mira zu plaudern.



Ja, das war bereits Tag 1, obwohl wir fast nichts gesehen und gemacht hatten, war er irgendwie schnell um und wir glückselig auf dem Heimweg, um dann am Donnerstag gut gelaunt in Tag 2 zu starten. Donnerstag klappten unsere Termine deutlich besser. Allerdings hatten wir gar nicht wirklich viele. So spazierten wir über die Messe, belagerten den Illumaten, um unsere Zeichenwünsche erfüllen zu lassen, trafen zufällig auf Freund eund Bekannte und genossen die Messestimmung.

Mittags hatten wir ein nettes Treffen mit Stephanie Polák, der Autorin von Cleo und der total (un)coole Kuchenclub, die mir mein Buch signierte, dass ich auf jeden Fall demnächst lesen werde. 

Stephanie Polák
Dann trennte ich mich kurz von den anderen, um mich mit Karsten von pop.de zu treffen. Wir wohnen eigentlich gar nicht weit voneinander weg, aber irgendwie schaffen wir es immer nur auf Buchmessen, uns zu treffen.
Danach machte ich mich auf die Suche nach den anderen und traf Anette und ihre Tochter Victoria bei einer Veranstaltung von André Gatzke. Ich muss sagen, ich kannte ihn vorher nicht und eigentlich wollte ich nur ein wenig ausruhen und eben Anette wiedertreffen. Doch statt mich im Hintergrund auf einem Hocker zu erholen, stand ich ziemlich schnell am Rand des Ganges und verfolgte begeistert die Vorstellung von André Gatzkes Spielebuch. Die Veranstaltung entwickelte sich zu einem meiner Messehighlights, sie machte einfach nur Spaß. André Gatzke weiß, wie man Menschen in seinen Bann zieht. Zusammen mit den anwesenden Kindern und zum Teil auch mit den Erwachsenen probierte er einige Spiele aus seinem Buch aus und es wurde richtig viel gelacht. Solltet ihr mal die Gelegenheit haben, ihn bei einer Show oder Lesung erleben zu können, nutzt sie!



André Gatzke bei der Vorstellung seines Buches

Nach der Show war mein voriges Energieloch wie weggeblasen und so ging es wieder beschwingt durch die Hallen. Ich traf mich noch kurz mit Charlotte Lyne, die ein Buch für mich dabei hatte, und schließlich stand unser Verlagstermin bei cbj/cbt auf dem Programm. Auch hier erscheinen einige interessante Bücher im neuen Program!
Charlotte Lyne signiert mein Buch
Abschluss war wie immer am Buchmessedonnerstag die Beltz-Standparty und dann war auch der zweite Tag schon um.

Tag 3 begann für mich eine Stunde später als sonst. Da der erste Termin um 11 war und ich wusste, dass es abends später als die anderen Tage werden würde, war ich erst um halb 11 vor Ort. Ich machte mich dann gleich auf den Weg zu Randomhouse, wo ich am Bloggertreffen teilnehmen durfte. Die Teilnehmeranzahl war dieses Jahr begrenzt, es kam mir aber nur minimal leerer vor als sonst. Als weitere Neuerung hatte jeder Blogger vorher einen Zettel mit 2 Fragen für einen der anwesenden Autoren bekommen, so dass man also ein Miniinterview führen sollte. Ich stand praktischerweise ganz in der Nähe der mir zugelosten Susanne Kliem und kam so shcnell mit ihr ins Gespräch.

Hier ist das Miniinterview mit ihr:
Susanne Kliem
   

Was inspiriert Sie zu Ihren Geschichten?
Alles um mich herum, Bücher, Zeitungen, Freunde, Sachen, die ich z.B. im Café aufschnappe...
Wie lange schreiben Sie schon?
10 Jahre. An meinem 40. Geburtstag habe ich auf der Party verkündet, Bücher schreiben zu wollen. Seitdem sind 4 Bücher erschienen.

Ich plauderte dann noch etwas mit ihr, einer weiteren Bloggerin und einer Verlagsmitarbeiterin, stellte dann aber fest, dass hinter uns weitere Blogger darauf warteten, ihre zwei Fragen stellen zu können, und zog mich daher zurück. Ich schaute, ob ich noch einen Autor entdecken konnte zum Plaudern, aber alle waren umringt von den Bloggern mit ihren Fragebögen, und da mein nächster Termin nicht mehr weit hin war, kämpfte ich mich aus dem Gewühl.
Nach dem Termin bei Thienemann (auch hier gibt es natürlich schöne Neuerscheinungen) trafen wir uns mit Karoline Kolbe, mit der wir bei der Katze mit Buch nun schon 2 Leserunden hatten. Schön, die sympathische Autorin auch mal live zu treffen!

Karolin Kolbe
Danach begleiteten wir Anette zu ihrem Interviewtermin mit Anna Lott. Super sympathische Autorin, das Interview gibt es natürlich demnächst auf Katze mit Buch.
Anna Lott
Der nächste Termin war der Bloggerkaffeklatsch, den einige Indieautoren organisiert hatten. Leider war der Bereich, in dem er stattfand, sehr eng. Und so ergatterte ich zwar eine Goodiebag und konnte ganz kurz mit Katrin Koppold sprechen, die ich endlich mal persönlich kennenlernte, dann zogen Ina und ich uns aber zurück, weil es in den Massen eh nicht wirklich möglich war, sich mit Autoren und anderen Bloggern zu unterhalten. Es war uns einfach zu eng.
Und kurz danach stand sowieso das zweite Interview des Tages auf dem Plan: Alice Oseman wartete auf uns. Wir hatten erfahren, dass an diesem Tag ihr 21. Geburtstag war, und so sangen wir ihr erst einmal ein Ständchen. Dann begann Anette, die vorher begeistert den Debütroman Solitaire gelesen hat, mit den Fragen an Alice und ich lauschte einfach verzückt dem schönen britischen englisch der sympathischen jungen Autorin. Ich weiß nicht, ob ihr Buch etwas für mich wäre, aber Alice ist einfach eine super nette Person. Also werde ich mir Solitaire wohl doch noch einmal genauer anschauen.
Alice Oseman
Im Anschluss schauten wir noch bei der Präsentation des Kochbuches Französisch kochen mit Aurélie vorbei und ich hatte ein kurzes schönes Treffen mit Jane Christo.
Jane Christo und ich
Damit war der Tag aber noch lange nicht um, nach einem kurzen Abstecher zur Happy Hour in der Gastlandausstellung mit indonesischen Häppchen ging es zur Verleihung des Jugendliteraturpreises.


Nach diesem vollen Tag war min Energielevel auf dem Nullpunkt und ich fragte mich, woher ich Kraft für meinen letzten Messetag nehmen soll. Doch am nächsten Morgen war ich dann erstaunlich energiegeladen und stürzte mich gut gelaunt ins Getümmel. An fing ich mit dem Bloggerfrühstück von dotbooks, Skobee und dem Aufbauverlag. Dort konnte man viele nette Blogger treffen, ein gutr Start in den Tag. Auch wenn es leider nur Kaffee und keinen Tee oder Saft gab. Wobei, in den Goodiebags war ein leckerer Smoothie.
Gestärkt machte ich mich dann auf den Weg in Halle 3, denn ich wollte kurz Antje Szillat hallo sagen, die dort gerade signierte. Es war gar nicht so einfach, sich zu ihr und Alice Pantermüller durchzukämpfen. In Halle 3.0 war es einfach nur fürchterlich überfüllt.
Alice Pantermüller und Antje Szillat
Wie sehr merkte ich, als ich danach einen Abstecher zu Martina Gercke machen wollte. Ich schaffte es, mich zu ihr durchzukämpfen, aber es war wirklich nicht so einfach.


Martina Gercke


Danach kämpfte ich mich nach draußen, um in Halle 3.1 zum Eat&Greet von Droemer Knaur zu gehen. Dort war es auch voll und eng und irgendwie kaum ein durchkommen. Ich hatte daher nur ein paar kurze Gespräche am Rand mit netten Bloggern und auch mit einer Verlagsmitarbeiterin, mit der wir über unser Erfahrungen bei Bloggertreffen und was man besser machen könnte, sprachen, und konnte kurz Gabriella Engelmann in den Arm nehmen und Rainer Wekwerth und seine Hamburg Rains Crew treffen. Dann kämpfte ich mich wieder in Halle 3.0 zu einem Interview mit Martin Baltscheit, das Anette hatte, und machte es mir anschließend am Arenastand gemütlich, um Gabriella noch einmal zu treffen. Das gelang, außerdem traf ich viele liebe Blogger und beantwortete mehr als die Fragen anderer Besucher nach Verkauf der Bücher und ähnlichem. Irgendwie muss ich wie eine Standmitarbeiterin ausgesehen haben.

Gabriella Engelmann und ich

Rainer Wekwerth


Martin Baltscheit

Für die Arena-Geburtstagsparty reichte dann meine Energie aber doch nicht mehr, und so machte ich mich auf den Heimweg. Beim Rausgehen aus den Hallen traf ich dabei noch auf Rose Snow, was mich wirklich sehr gefreut hat!

Ja, das war sie dann also, meine Messe. Bis nächstes Jahr!

Samstag, 3. Oktober 2015

Blogparade Astrid Lindgren


Ramona von Kielfeder hat anlässlich des Erscheinens ihre bisher unveröffentlichten Tagebücher im Ullstein Verlag eine Blogparade zu Astrid Lindgren gestartet.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder von euch irgendwann in seiner Kindheit Kontakt zu den Geschichten von Astrid Lindgren hatte. Und so ruft diese Blogparade dazu auf, davon zu erzählen. Es ist ganz egal, ob man sein Lieblingsbuch vorstellt, beschreibt, was einen mit den Geschichten von Astrid Lindgren verbindet oder seine Sammlung an Astrid Lindgren Werken fotografiert. Jeder Blogger ist aufgerufen, etwas über Astrid Lindgren und ihre Werke zu schreiben.
Für mich war schnell klar, ich möchte teilnehmen, ist Astrid Lindgren für mich doch eine wichtige Begleiterin durch die Kindheit gewesen. Wobei ich sagen muss, ich kenne längst nicht alle Geschichten von ihr und ich fand auch nicht alle gut. Aber andere dafür fantastisch.

Die meisten Kinder waren wohl Fan von Pippi Langstrumpf, dem frechen Mädchen, das sein Leben ohne Eltern meistert und ständig Streiche ausheckt. Nun, ich habe auch Bücher rund um Pippi gelesen und natürlich auch den einen oder anderen Film über sie gesehen, richtiger Fan von Pippi wurde ich aber nicht. Sie war mir zu wild, ich war ein sehr schüchternes Kind und konnte mich einfach kein bisschen mit ihr identifizieren.

In der Grundschule schauten wir die Verfilmungen von Ronja Räubertochter und Mio mein Mio. Die erste gefiel mir gut, auch wenn ich sie recht aufregend fand, ich war halt ein echter Angsthase. Mio mein Mio dagegen fand ich schrecklich. Gruselig, traurig, das war so gar nicht meins.
Aus der Bücherei lieh ich Karlson vom Dach aus, eine Geschichte, die ich einfach nur bescheuert fand. Aber auch Michel von Lönneberga und Rasmus der Landstreicher wurden von mir entliehen und gelesen, und diese Bücher gefielen mir gut.

Das alles waren aber nicht die Werke, die mich prägten und durch meine Kindheit begleiteten. Nein, wenn ich an Astrid Lindgren denke, dann denke ich zu allererst an Bullerbü. Ach, was habe ich diese Geschichten geliebt. Meine Schwester hatte einen Sammelband mit allen Bullerbü-Bänden und der wurde immer wieder von mir gelesen. Wie gerne war ich bei Lasse, Bosse, Lisa, Britta, Inga, Ole und Kerstin auf den Höfen. Wie unglaublich toll fand ich ihre Freundschaft, ihr Zusammenhalten, die kleinen Abenteuer und Streiche. Ich wollte auch Nachrichten von meinem Fenster zu dem einer Freundin schicken können, wollte fröhlich durch die Gegend hüpfen und auf dem Schulweg Zeit vertrödeln. Bullerbü war für mich immer ein Paradies, der Inbegriff heiler Welt. Ich habe sowohl die Verfilmungen als auch die Bücher geliebt. Und ich muss Bullerbü unbedingt bald einmal wieder lesen. Ein wenig beneide ich meinen Neffen und meine Nichten, die Bullerbü gerade vorgelesen bekommen und zum ersten mal in diese Welt eintauchen können.




Neben Bullerbü prägte noch Saltkrokan mein Leben. Auch dieses Buch habe ich viele Male gelesen und es lud mich immer wieder zum Träumen ein. Es weckte in mir den Wunsch nach Ferien auf einer Schäreninsel. Es war einfach unbeschwerte Sommerfreude. Auch wenn einige Probleme in dem Buch vorkommen, die Grundstimmung ist so locker leicht und sommerlich, der Vater so schön liebenswert ungeschickt, Malin die verantwortungsvolle tolle große Schwester, die Brüder so wunderbar lebensnah, voller Streiche und dummer Ideen aber auch mit großen Herzen. Und ach, was beneidete ich Tjorven um ihren Bootsmann. Wer wollte nicht so einen tollen Hund haben?






Ja, Bullerbü und Saltkrokan, das sind die Werke, die mir einfallen, wenn ich an Astrid Lindgren denke. Die Bücher, die ich immer mal wieder lese. Zum Glück habe ich inzwischen den Astrid Lindgren Jubiläumsschuber und kann so einige ihrer Werke jederzeit lesen.
Und irgendwann schaffe ich es bestimmt auch, die Brüder Löwenherz zu lesen. Das habe ich mir seit dem Kauf des Schubers vorgenommen, aber bisher schrecke ich irgendwie davor zurück. Ich kenne viele, die von der Geschichte schwärmen, ich weiß, dass sie ganz toll sein muss. Aber auch traurig. Irgendwann traue ich mich und lasse mich auf die Reise nach Nangijala ein. Meine Geschichte mit Astrid Lindgren ist also noch nicht zu Ende!