Samstag, 5. September 2015

Eva Völler – Zeugenkussprogramm



Eva Völler – Zeugenkussprogramm


  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • ISBN-13: 978-3846600153
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren






Die 17jährige Emily steht kurz vor ihrem Abitur, als ihr Leben plötzlich Kopf steht. Denn der Freund ihrer Mutter hat sich mit den falschen Leuten eingelassen, und auf einmal gibt es eine Schießerei und die gesamte Familie ist in Gefahr. Statt Abitur in Berlin zu machen findet Emily sich plötzlich mit ihrer Mutter und ihrer Oma in einem kleinen Dorf in der Rhön wieder – im Zeugenschutzprogramm.
Die ganze Situation ist verwirrend für sie, und dann ist da noch Pascal, der junge süße LKA-Mitarbeiter, der mit für ihren Fall zuständig ist.

Zeugenkussprogramm ist das erste Buch, das ich von Eva Völler gelesen habe. Ich habe schon viel Positives über ihre Werke gehört und war daher sehr gespannt. Meine Erwartungen waren hoch und sie wurden fast erfüllt. Das Buch wird mir vermutlich nicht ewig lange im Gedächtnis bleiben, aber es war eine richtig nette Lektüre, die lustig und romantisch war. Sie lebt vor allem von den super sympathischen Figuren. Emily benimmt sich zwar manchmal etwas kindisch und dann wiederum zu erwachsen und überlegt, ist aber auf jeden Fall das nette Mädchen von nebenan, dass die Zielgruppe des Buches gerne als Freundin hätte. Ihre neuen Freunde sind super nett, Pascal ist einfach toll, am meisten für mich einnehmen konnte mich allerdings Emmis Oma. Die ist einfach cool. Sie ist Autorin seichter Liebesromane, die sie wo sie geht, steht oder fährt diktiert. So bekommt man als Leser des Buches auch immer wieder schwülstige Szenen historischer Heftchenromane zu lesen, die mich sehr amüsiert haben.

Die Handlung selbst ist nicht immer realistisch, z.B. zweifle ich stark an, dass ein Zeugenschutzprogramm wirklich im Geburts- und früheren Wohnort der Oma zulässig wäre. Auch wenn sie seit Jahrzehnten weg ist von da, kann man die Verbindung zum Ort doch durchaus recherchieren und die Gefahr, dass die Verbrecher genau das tun erscheint mir viel zu groß. Aber die kleinen Ungereimtheiten haben mich nicht weiter gestört, ich habe die Geschichte genossen. Sie ließ sich schnell und leicht lesen, und einige Stunden bin ich voll in die Welt von Emily abgetaucht.

Ein schönes Jugendbuch, das Spannung und Liebe toll verknüpft. Eine Geschichte, die zum Träumen einlädt. Welches junge (und nicht mehr ganz so junge) Mädchen wünscht sich nicht einen starken mutigen sexy Mann wie Pascal, der einen auf Händen trägt und immer beschützt?

Jungen Mädchen, die gerne Liebesgeschichten lesen und auch auf etwas Spannung stehen, die sollten zugreifen.
Ich hatte wie gesagt viel Spaß beim Lesen und bin gespannt, was uns in den nächsten Bänden der Reihe Kiss & Crime erwartet. Für mich ist das eine tolle Kombination. 

Kommentare:

  1. Da sagst du was! Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man in einem Zeugenschutzprogramm in seine alte Heimat verbannt wird. Genauso wenig wie ein knallharter BKA Beamter für Liebesromane schwärmt. Und und und.... Und genau diese (vielen) Ungereimtheiten, haben mich sehr gestört.

    Ich freue mich, dass du trotzdem deinen Spaß damit hattest :-)
    LG

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    1. Ja, hatte ich. Und ich denke mit 14 hätten mich diese Punkte gar nicht gestört. Wir sind ja nicht wirklich die Zielgruppe.
      Toll war es trotzdem irgendwie. Nur nicht so toll wie ich erwartet hatte.

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