Samstag, 3. Oktober 2015

Blogparade Astrid Lindgren


Ramona von Kielfeder hat anlässlich des Erscheinens ihre bisher unveröffentlichten Tagebücher im Ullstein Verlag eine Blogparade zu Astrid Lindgren gestartet.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder von euch irgendwann in seiner Kindheit Kontakt zu den Geschichten von Astrid Lindgren hatte. Und so ruft diese Blogparade dazu auf, davon zu erzählen. Es ist ganz egal, ob man sein Lieblingsbuch vorstellt, beschreibt, was einen mit den Geschichten von Astrid Lindgren verbindet oder seine Sammlung an Astrid Lindgren Werken fotografiert. Jeder Blogger ist aufgerufen, etwas über Astrid Lindgren und ihre Werke zu schreiben.
Für mich war schnell klar, ich möchte teilnehmen, ist Astrid Lindgren für mich doch eine wichtige Begleiterin durch die Kindheit gewesen. Wobei ich sagen muss, ich kenne längst nicht alle Geschichten von ihr und ich fand auch nicht alle gut. Aber andere dafür fantastisch.

Die meisten Kinder waren wohl Fan von Pippi Langstrumpf, dem frechen Mädchen, das sein Leben ohne Eltern meistert und ständig Streiche ausheckt. Nun, ich habe auch Bücher rund um Pippi gelesen und natürlich auch den einen oder anderen Film über sie gesehen, richtiger Fan von Pippi wurde ich aber nicht. Sie war mir zu wild, ich war ein sehr schüchternes Kind und konnte mich einfach kein bisschen mit ihr identifizieren.

In der Grundschule schauten wir die Verfilmungen von Ronja Räubertochter und Mio mein Mio. Die erste gefiel mir gut, auch wenn ich sie recht aufregend fand, ich war halt ein echter Angsthase. Mio mein Mio dagegen fand ich schrecklich. Gruselig, traurig, das war so gar nicht meins.
Aus der Bücherei lieh ich Karlson vom Dach aus, eine Geschichte, die ich einfach nur bescheuert fand. Aber auch Michel von Lönneberga und Rasmus der Landstreicher wurden von mir entliehen und gelesen, und diese Bücher gefielen mir gut.

Das alles waren aber nicht die Werke, die mich prägten und durch meine Kindheit begleiteten. Nein, wenn ich an Astrid Lindgren denke, dann denke ich zu allererst an Bullerbü. Ach, was habe ich diese Geschichten geliebt. Meine Schwester hatte einen Sammelband mit allen Bullerbü-Bänden und der wurde immer wieder von mir gelesen. Wie gerne war ich bei Lasse, Bosse, Lisa, Britta, Inga, Ole und Kerstin auf den Höfen. Wie unglaublich toll fand ich ihre Freundschaft, ihr Zusammenhalten, die kleinen Abenteuer und Streiche. Ich wollte auch Nachrichten von meinem Fenster zu dem einer Freundin schicken können, wollte fröhlich durch die Gegend hüpfen und auf dem Schulweg Zeit vertrödeln. Bullerbü war für mich immer ein Paradies, der Inbegriff heiler Welt. Ich habe sowohl die Verfilmungen als auch die Bücher geliebt. Und ich muss Bullerbü unbedingt bald einmal wieder lesen. Ein wenig beneide ich meinen Neffen und meine Nichten, die Bullerbü gerade vorgelesen bekommen und zum ersten mal in diese Welt eintauchen können.




Neben Bullerbü prägte noch Saltkrokan mein Leben. Auch dieses Buch habe ich viele Male gelesen und es lud mich immer wieder zum Träumen ein. Es weckte in mir den Wunsch nach Ferien auf einer Schäreninsel. Es war einfach unbeschwerte Sommerfreude. Auch wenn einige Probleme in dem Buch vorkommen, die Grundstimmung ist so locker leicht und sommerlich, der Vater so schön liebenswert ungeschickt, Malin die verantwortungsvolle tolle große Schwester, die Brüder so wunderbar lebensnah, voller Streiche und dummer Ideen aber auch mit großen Herzen. Und ach, was beneidete ich Tjorven um ihren Bootsmann. Wer wollte nicht so einen tollen Hund haben?






Ja, Bullerbü und Saltkrokan, das sind die Werke, die mir einfallen, wenn ich an Astrid Lindgren denke. Die Bücher, die ich immer mal wieder lese. Zum Glück habe ich inzwischen den Astrid Lindgren Jubiläumsschuber und kann so einige ihrer Werke jederzeit lesen.
Und irgendwann schaffe ich es bestimmt auch, die Brüder Löwenherz zu lesen. Das habe ich mir seit dem Kauf des Schubers vorgenommen, aber bisher schrecke ich irgendwie davor zurück. Ich kenne viele, die von der Geschichte schwärmen, ich weiß, dass sie ganz toll sein muss. Aber auch traurig. Irgendwann traue ich mich und lasse mich auf die Reise nach Nangijala ein. Meine Geschichte mit Astrid Lindgren ist also noch nicht zu Ende!




1 Kommentar:

  1. Hey :)

    Ohh, den Schuber hätte ich auch gerne! Finde den sooo toll :)

    Die Kinder aus Bullerbü zählen auf jeden Fall auch zu meinen Lieblingsbüchern von Astrid Lindgren.

    Liebe Grüße,
    Carina

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