Sonntag, 8. November 2015

Sabine Bartsch - A Song about Love




Sabine Bartsch - A Song about Love


  • Taschenbuch: 204 Seiten
  • Verlag: Books on Demand
  • ISBN-13: 978-3738618358











Der 19jährige Jonas freut sich auf den ersten großen Auftritt mit seiner Band. Sie dürfen auf einem Rockfestival spielen. Dort lernt er Mona kennen, die Sängerin einer anderen Band. Sofort fühlt er sich zu ihr hingezogen und auch Mona scheint sich für ihn zu interessieren. Es läuft also alles sehr gut für Jonas. Wenn, ja wenn da nicht die Wette mit seinem neuen Bandkumpel gewesen wäre. Aufgrund dieser Wette verbringt Jonas die Nacht nach dem Festival mit einem anderen Mädchen. Und diese stalkt ihn daraufhin. Wie soll er Sasa nur wieder losbekommen? Und wie erklärt er das Mona?
Als wären das nicht Probleme genug, gerät auch seine Schwester in Schwierigkeiten. Die Sommerferien laufen kein bisschen so, wie Jonas es sich vorgestellt hat.  Kann sich alles klären?

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und erzählt aus Jonas Sicht die Geschehnisse in einem für ihn ganz besonderen Sommer. Sabine Bartsch schreibt dabei sehr anschaulich und locker. Die Seiten fliegen nur so dahin und ich wurde in die Geschichte hineingesogen. Gespannt las ich immer weiter, wollte wissen, was mit Jonas passiert, wollte wissen, wie und ob sich alles klärt. Manchmal wollte ich Jonas schütteln, ihn dazu bringen, einfach offen zu reden. Aber ich konnte auch verstehen, dass er davor zurückschreckt.

Mona, die starke selbstbewusste weibliche Protagonistin, blieb etwas unnahbar, aber das ist wohl der Perspektive geschuldet. Sympathisch war sie auf jeden Fall.

Das Thema Stalking fand ich sehr eindrucksvoll geschildert, die Geschichte zeigt, wie schnell das gehen kann, wie wenig man tun muss, um Stalkingopfer zu werden, wie hilflos man dann ist. Ein Thema, das nachdenklich macht.

Das Thema rund um Jonas Schwester hätte ich ehrlich gesagt nicht gebraucht. Es ist ein wichtiges Thema, und dafür wird es mir zu sehr nebenbei abgehandelt. Es ist ja nur ein Nebenstrang der eigentlichen Geschichte. Es bekommt nicht den Raum, den es bräuchte, und so hätte ich es besser gefunden, wenn dieser Erzählstrang entweder weggelassen oder aber ausgebaut worden wäre.

Aber das hat den Lesespaß nur geringfügig getrübt. Insgesamt habe ich die Lesestunden einfach genossen, bin eingetaucht in die Welt voller Musik, habe das Sommerfeeling, die Festivalatmosphäre und die Aufs und Abs der Liebesgeschichte in mich aufgenommen. Ich konnte beim Lesen völlig abschalten und hatte Spaß.


Wer einen Jugendliebesroman sucht, in dem es neben der Wolke 7 auch um ernste Themen geht, der sollte hier zugreifen.  

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