Mittwoch, 27. Mai 2015

Katja Brandis – Floaters – Im Sog des Meeres




Katja Brandis – Floaters – Im Sog des Meeres

  • Gebundene Ausgabe: 473 Seiten
  • Verlag: Beltz & Gelberg
  • ISBN-13: 978-3407811943
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre








Wir haben das Jahr 2030. Die Zwillinge Malika und Danilo, die auf einem Segelboot aufgewachsen sind, haben ihr Abitur und keine Ahnung, was sie jetzt machen sollen. Bis sie von dem Projekt des Milliardärs Benjamin Lesser erfahren. Der möchte den pazifischen Müllstrudel abfischen. Für Malika ist klar, dass sie dabei sein muss. Schon seit vielen Jahren ist es ihr Traum, den Plastikmüll aus dem Meer herauszubekommen, um den Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen zu retten. Und tatsächlich schaffen die Zwillinge es, mit an Bord zu kommen. Doch sie haben keine Ahnung, was sie dort erwartet. Im pazifischen Müllstrudel sind bereits Müll-Piraten unterwegs, die nicht begeistert von den Aktivitäten der Umweltschützer sind. Und auch richtige Piraten treiben dort ihr Unwesen. Ein gefährlicher Kampf beginnt.

Ich war gespannt auf das neue Buch von Katja Brandis. Ich mag ihre Werke sehr gerne, und als Umwelttechnikerin fand ich dieses hier vom Thema her besonders spannend.
Ich wurde auch gut unterhalten von dem Buch, allerdings muss ich sagen, ich finde, es ist nicht das Beste von Katja Brandis. Die Geschichte konnte mich nicht so sehr fesseln wie ihre anderen Abenteuer. Ich denke, es lag daran, dass ich zu Malika, der weiblichen Hauptfigur, nicht wirklich einen Draht aufbauen konnte. Ich weiß gar nicht warum, Malika ist ein nettes, verantwortungsbewusstes junges Mädchen. Aber trotzdem konnte mich ihr Teil der Geschichte nicht so richtig in den Bann ziehen. Anders sah es da schon mit dem anderen Strang der Erzählung aus. Neben Malikas Erlebnissen erfährt man auch, was dem jungen Arif widerfährt. Der wurde von Piraten gekidnappt und ist jetzt gezwungen, bei ihnen mitzumachen. Arif stand mir viel näher, mit ihm habe ich richtig mitgefiebert.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Wie gesagt, es ist meiner Meinung nach nicht das beste Buch von Katja Brandis, aber da liegt die Messlatte auch echt hoch, weil ihre bisherigen Bücher alle so toll sind. Und auch mit diesem Werk weiß sie wieder zu unterhalten und gleichzeitig aufzurütteln. Es führt einem deutlich vor Augen, wie sehr wir die Umwelt mit dem ganzen Plastik in unserem Alltag belasten. Es regt zum Nachdenken an, dazu, die eigenen Konsumgewohnheiten zu überdenken.

Ich hoffe, dieses Buch rüttelt noch viele Leser auf und führt zu etwas weniger Plastik. Und ich hoffe, die Plastik-fischenden Schiffe werden Wirklichkeit! Das Meer und seine Bewohner brauchen sie!


Sonntag, 24. Mai 2015

Bettina Belitz – Mit uns der Wind



Bettina Belitz – Mit uns der Wind

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: script5 
  • ISBN-13: 978-3839001608
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren









Mona kennt Adrian nur von seinen YouTube-Videos. Denn Han-Ryu, wie er sich dort nennt, hat es mit seinen Videos zum Kiten zu einer gewissen Bekanntheit gebracht. Mona fühlt sich zu Adrian hingezogen. Und als er erwähnt, dass er zu Rock am Ring fahren wird, ist sie entschlossen, ihn dort zu suchen.

Einen Menschen unter 80.000 zu finden, das ist schon unter normalen Umständen eine wahnsinnige Idee. Aber die Umstände sind nicht normal, denn Mona ist krank. Sie leidet an einer besonderen Art der Narkolepsie, schläft bei starken Gefühlen und Aufregung ein. Genau deswegen wird sie rund um die Uhr von ihrer Familie bewacht. Das Unterfangen scheint hoffnungslos, aber Mona ist fest entschlossen, Adrian zu finden. Und tatsächlich schafft sie es, ihre Familie davon zu überzeugen, dass sie gemeinsam mit ihrem älteren Bruder Manuel zu Rock am Ring darf.

Dort schafft sie es wirklich und entdeckt Adrian. Aber irgendwie läuft nicht alles so, wie sie es sich vorgestellt hat…

Ich mag die Bücher von Bettina Belitz sehr und sie schafft es immer wieder, mich zu überraschen. So auch bei diesem Buch. Irgendwie hatte ich etwas ganz anderes erwartet. Ich dachte, es wäre eine Liebesgeschichte, aber tatsächlich ist es eher ein Roman rund um Selbstfindung. Erzählt wird er abwechselnd aus der Sicht von Mona und Adrian, und beide machen im Laufe des Romans eine deutliche Entwicklung durch.
Während Mona versucht, ihre Fesseln abzuwerfen und ihre Grenzen auszutesten, ändert sich auch bei Adrian, der lange versucht hat, cool zu sein und Probleme in der Familie zu überspielen, etwas.

Es ist ein typischer Bettina Belitz Roman, recht ruhig aber gleichzeitig voller Energie. Auch wenn ihre Bücher alle ganz unterschiedlich sind, so sind sie doch alle intensiv und poetisch.

Die Figuren in „Mit uns der Wind“ sind dreidimensional und greifbar, ich hatte das Gefühl, dabei zu sein, und habe vor allem auch die beiden Nebenfiguren Sanne und Judith in mein Herz geschlossen. Ihre Rolle in der Geschichte ist gar nicht so groß, aber es sind Figuren mit einer eigenen Story, über die ich gerne mehr erfahren hätte und die ich sofort liebgewonnen habe.

Insgesamt wurde ich wieder gut unterhalten von Bettina Belitz. Es ist nicht mein Lieblingsbuch von ihr, ihre anderen Einzelbände für junge Erwachsene konnten mich irgendwie stärker erreichen und bewegen. Aber auch mit „Mit uns der Wind“ konnte ich entspannte und schöne Lesestunden erleben.

„Mit uns der Wind“ ist eine ruhige und gleichzeitig energiegeladene Selbstfindungsgeschichte über ein ganz besonderes Mädchen. Wer außergewöhnliche Bücher mag, der sollte zugreifen!

Montag, 18. Mai 2015

Trine Hahnemann - Skandinavisch Backen: 100 Rezepte - süß und herzhaft



Trine Hahnemann - Skandinavisch Backen: 100 Rezepte - süß und herzhaft


  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten

  • Verlag: Edition Michael Fischer
  • ISBN-13: 978-3863553319
Danke an Blogg dein Buch und den EMF-Verlag!







Ich mag die skandinavischen Länder und war daher sehr gespannt auf dieses Backbuch. Die Rückseite des Buches preist herrliche Zimtschnecken, Plundergebäck, cremige Torten, knusprige Brotspezialitäten und andere herzhafte Leckerbissen an. Klang nach einer perfekten Mischung für mich.

Gespannt blätterte ich also durch das sehr schön aufgemachte Buch. Jedes Rezept hat ein großes Foto des Backwerkes, das Rezept selbst ist übersichtlich und mit Zutatenliste dargestellt.
Es gibt eine kurze Einführung und eine Erklärung von ein paar Begriffen, dann geht der Rezeptteil los. Gegliedert ist der in die Kapitel Torten & Kuchen, Mittsommer, Brote & herzhaftes Gebäck, Weihnachten und skandinavische Konfitüren.
Die Auswahl an Rezepten ist bunt und vielfältig. Vieles hat mich beim Durchblättern allerdings nicht wirklich angesprochen, sah mir zu gesund aus. Was nicht heißt, dass es wirklich gesund ist. Es wird zwar viel mit gesunden (und wie ich finde schwer zu bekommenden) Mehlsorten gearbeitet, aber es wird z.B. auch sehr viel Marzipan verwendet.
Manche Rezepte waren mir auch ehrlich gesagt einfach zu aufwendig. Vielleicht wage ich mich irgendwann einmal, wenn ich viel Zeit und Lust habe, an einen Plunderteig. Lecker ist der bestimmt, falls er gelingt.





Hörnchen vor dem Backen

Hörnchen nach dem Backen

Ausprobiert habe ich schließlich Butterhörnchen mit Marzipan und Knäckebrot. Und ich muss sagen, ich bin von beiden Sachen nur mäßig begeistert. Sie sind nicht völlig misslungen, machen mir aber auch keine Lust auf Wiederholungen. Die Hörnchen sind seltsam flach. (Vielleicht weil ich statt 50 g Hefe nur 42 g genommen habe? Aber mehr ist in einem Würfel einfach nicht drin.)


Das Knäckebrot ist irgendwie seltsam mehlig und nicht so knusprig wie gewünscht. Allerdings habe ich auch kein steingemahlenes Mehl gefunden sondern normales genommen, keine Ahnung, wo es steingemahlenes gibt. Gut möglich, dass das Ergebnis deswegen nicht so perfekt war, aber da die meisten Rezepte steingemahlenes Mehl wollen, werde ich vor diesem Problem immer wieder stehen.



Knäckebrot

Ausprobieren würde ich gerne noch das eine  oder andere Brot, aber da schrecke ich momentan noch vor der tagelangen Prozedur des Sauerteig ansetzens zurück. Ist bestimt kein Hexenwerk, aber ich gestehe, ich bin zu faul.


So schön ich die Reise durch die Backwelt Skandinaviens finde, das Nachbacken der Rezepte hat mich nicht wirklich überzeugt. Irgendwie werden das Buch und ich nicht warm miteinander.

Sonntag, 17. Mai 2015

[Blogtour] Bad, Mean & Evil - Gewinnerbekanntgabe



Heute wurden die Gewinner der Bad, Mean & Evil - Blogtour ausgelost. Danke an alle, die daran teilgenommen und uns auf den einzelnen Stationen begleitet haben!

Hier sind die beiden glücklichen Gewinner:

Den 1. Preis, 1. Set aus BME CD + Tasse + Dose mit Energydrink (Apfelschorle ;)), belegt Verena Normalistlangweilig von Books & Cats. 


Der 2. Preis, 2. Set aus BME CD + Tasse, geht an Bonnie.


Herzlichen Glückwunsch! Ihr bekommt in Kürze eine Mail, in der ihr nach eurer Adresse gefragt werdet.


Donnerstag, 14. Mai 2015

[Blogtour] Tag 7 - Interview mit den Machern von Bad, Mean & Evil


Heute sind wir schon am letzten Tag unserer Blogtour zum Hörspiel Bad, Mean & Evil angekommen. Ihr habt schon viel über die Geschichte, ihre Figuren und ihre Musik erfahren. Zum Abschluss standen mir die beiden Macher des Hörspiels, Jörg Schuler und Matthias Brinck, Rede und Antwort.



Lieber Matthias, lieber Jörg,

danke, dass ihr euch die Zeit nehmt, mir ein paar Fragen zu beantworten.

Vor kurzem erschien euer erstes Hörspiel. Wie kamt ihr auf die Idee für Bad, Mean & Evil?

Matthias: Die Idee kam mal in einem Gespräch, als wir mal wieder jede Menge Unsinn geschwätzt haben und dabei auf die Frage kamen, wieso es eigentlich keine Agentur für Superschurken gibt und wie die wohl aussehen könnte. Da fiel uns im Lauf der Zeit immer mehr ein, und irgendwann haben wir das dann mal in Notizen zusammengefasst und beschlossen, ein Hörspiel daraus zu machen.

Jörg:  Wir hatten früher immer mächtig viel Spaß, wenn wir an Hörspielproduktionen beteiligt waren. Man darf mit den Helden der Jugend zusammen im Studio sitzen und zuhören, wie die Meister geschriebene Texte zum Leben erwecken.  Ich als Tonmensch liebe es, aus Stimmfragmenten und Geräuschen eine lebendige Szene zu erschaffen. Früher habe ich einige Hörspiele produziert. ich wollt's auch einfach nochmal wissen.

Was verbindet euch mit Hörspielen? Ward ihr klassische Kassettenkinder, die mit Hörspielen aufgewachsen sind? Wolltet ihr schon immer selbst Hörspiele schreiben und produzieren?

Matthias: Ich war ein klassisches Kassettenkind: Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg, He-Man und noch ein paar Serien. Und seit ich Sprecher für Hörspiele bin, wollte ich gerne ein eigenes herausbringen. Es hat dann leider eine ganze Weile gedauert, aber jetzt hat es endlich geklappt.

Jörg: Ich auch:-) Und eigentlich muß ich Olli Döring danken. Denn mit dem Genuß der ersten Folge John Sinclair 2000 war ich mächtig heiß drauf, selbst Hörspiele zu machen. das Schreiben empfand ich dabei eher als Mittel zum Zweck. Ich wollte möglichst schnell ins Studio und aufnehmen, Geräusche basteln und alle denkbaren Effektgeräte benutzen.

Hörspiele für Erwachsene führen ein ziemliches Nischendasein, und Comedyhörspiele machen nur einen verschwindend geringen Teil des Hörspielangebots aus. Was hat euch dazu bewogen, trotzdem in diesen Bereich einzusteigen?

Matthias: Genau das. Es gibt viel zu wenige Comedy-Hörspiele, und bei denen, die es gibt, sind leider auch einige dabei, die wir einfach überhaupt nicht lustig finden. Deshalb dachten wir uns, „das wollen wir besser machen“ und haben losgelegt. Wir wollten keinen platten Humor und keinen Fäkalhumor, weil uns diese Sorte Humor einfach überhaupt nicht gefällt. Tja, und jetzt ist BME fertig. Ob wir es gut gemacht haben, müssen die Zuhörer entscheiden.

Jörg: Wenn wir miteinender telefonieren, gleicht das in der Regel einer Comedy-Show, zumindest für uns. Und warum soll man sich nicht an ein Genre wagen, dass bisher nur wenige beackern. Wir bilden uns ein, nicht gerade nichts von Humor zu verstehen. Und wir ergänzen einander. Matthias hat Theatererfahrung , und ich...öhm...ich bin Saarländer.-) Wir hatten den großen Vorteil, dass wir einfach UNSER Ding machen konnten, ohne Druck des Marktes, ohne Verlage etc. Wir freuen uns, wenn es gefällt, aber wenn BME floppt, ist es schade, aber keine Katastrophe. Aber wenn ich mir die bisherigen Feedbacks ansehe, sehe ich die Bestätigung darin, dass dieser Weg richtig war. Wir haben unser Ding gemacht. BME ist unser Baby.

War es schwierig, die ganzen Anspielungen auf TV-Serien, -Shows und -Helden unterzubringen? Und hattet ihr beim Schreiben Angst, ob euer Hörspiel nur wirkt, wenn man alle oder zumindest die meisten Anspielungen erkennt und versteht?

Matthias: Ich hatte schon etwas Sorge, ob man das Hörspiel lustig findet, wenn man keine oder wenige Anspielungen versteht, aber bisher war die Resonanz durchweg positiv, auch von Leuten, die definitiv keine einzige Anspielung verstehen. ;) Die Anspielungen unterzubringen war nicht so schwierig, weil wir ja nicht erst eine Liste von Dingen hatten, die wir unterbringen wollten, sondern einfach beim Schreiben Ideen hatten, was man da noch unterbringen könnte.

Jörg: Viele Anspielungen funktionieren natürlich nur, wenn der Hörer ein gewisses Vorwissen hat. Ich denke aber, dass auch Hörer ohne diese Vorkenntnisse ihren Spaß haben. Das ging zumindest mir so, denn in einigen Parts, die hauptsächlich von Matthias stammen, hab ich auch nur die Hälfte verstanden. Anspielungen sind immer ein recht einfacher Weg, sofern der Hörer deren Urpsrung kennt, Komik zu erzeugen. Deshalb gibts die ja auch im Hörspiel:-) Die wahre Kunst besteht aber darin, auf anderen Wegen Komik zu erzeugen, zum Beispiel durch die Reibung zweier Charaktere oder die wohl dosierte Überzeichnung eines Charakters. ich möchte natürlich jetzt nix dazu sagen, ob uns das gelungen ist, aber es war zumindest unser Ideal.

Wie lange hat es von der ersten Idee bis zur fertigen CD gedauert? Lief alles reibungslos, oder gab es Momente in denen ihr am liebsten alles hingeschmissen hättet?

Matthias: Oh je, lange… *g* Jahre. Das Problem war, dass wir die Idee hatten, dann relativ bald zu einer ersten Szene kamen (die übrigens auch im Hörspiel die erste Szene ist), und dann gab es eine jahrelange Durststrecke, wo gar nichts passiert ist, weil wir beide viel anderes um die Ohren hatten. 2013 haben wir uns dann noch mal ernsthaft dran gesetzt und weitergearbeitet, und als wir dann im November Maybebop an Bord hatten, haben wir noch mal richtig Fahrt aufgenommen. Im März 2014 war das Drehbuch dann pünktlich zum Aufnahmestart fertig, über das Jahr verteilt haben wir die Aufnahmen gemacht, und Jörg hat angefangen zu schneiden und zu produzieren. Ich hab mich dann noch ans Booklet und Cover gestürzt. Und bis Anfang März 2015 war das Hörspiel dann fix und fertig, und am 21.3. haben wir dann Premiere gefeiert. Die CDs waren genau einen Tag vorher fertig und ausgeliefert.

Jörg: Also hinschmeissen wollten wir zu keiner Zeit. Ich habe mir aber oft gewünscht, einfach mehr Zeit für das Projekt zu haben. Aber mein eigentlicher Job, Frau und Kinder, letztere 1 und 3 Jahre, fordern ganz schön Zeit und Power.

Plant ihr weitere gemeinsame Projekte? Werden mehr Hörspiele folgen?

Matthias: Wenn es nach uns geht, gerne! Aber jetzt muss sich BME erst mal ein bisschen verkaufen. Konkret liegt im Moment nichts an, auch wenn Jörg mich schon wissen ließ, dass er Ideen für einen zweiten Teil von BME hat. ;)

Jörg: Genau. BME hat großen Spaß gemacht, aber natürlich auch ne ordentliche Portion Kohle und Zeit verschlungen. Wir sind happy, wenn die Produktionskosten wieder reinkommen. Beim zweiten Teil müssten wir wohl oder übel wirtschaftlicher denken. Eine Hörspielproduktion ist sehr aufwändig. Verdiene ich mit diesem Aufwand Geld, dann passt das für mich. Ist das nicht der Fall, muss ich anderen Produktionen den Vorzug geben. Aber wir planen quasi immer für den Fall, dass BME 1 einschlägt wie eine Bombe:-)

Und zum Abschluss: Beschreibt doch bitte kurz, was das Besondere an Bad, Mean & Evil ist. Warum sollten die Hörer zu eurem Hörspiel greifen?

Matthias: BME gehört zu den Hörspielen, die man mehrmals hören kann, denn man entdeckt immer etwas Neues! Außerdem gehört es zu den Komödien, die ohne Fäkalhumor auskommen und damit für jede Hörerschaft geeignet sind. Bei den wenigen Comedy-Hörspielen, die auf dem Markt erhältlich sind, ist es damit ziemlich einmalig!

Jörg: Jow. Genau das! Und wir möchten vom Gewinn Essen gehen. Mehr verkaufte Exemplare - mehr Essen!


Vielen Dank für das interessante Interview und ich wünsche euch ganz viel Erfolg!

Wir haben zu danken!


So, das war schon das Interview. Aber zum Abschluss der Blogtour habe ich noch ein kleines Extra für euch. Viel Spaß mit den Outtakes!




Und natürlich könnt ihr auch heute in den Lostopf für folgende Gewinne hüpfen:

2015-05-07 13.52.27
1. Set aus BME CD + Tasse + Dose mit Energydrink (Apfelschorle ;))
2. Set aus BME CD + Tasse


Teilnahme: Um zu gewinnen müsst ihr die jeweilige Tagesfrage auf dem jeweiligen Blog beantworten. Auf jedem Blog wird eine andere Frage gestellt. Je mehr ihr beantwortet, desto öfter landet euer Name im Lostopf. Euer Name könnte am Ende, wenn ihr alle Fragen beantwortet habt, also sieben Mal im Lostopf sein.
Teilnehmen kann jeder, der das 18. Lebensjahr bereits vollendet hat oder die Erlaubnis seiner Eltern vorweisen kann. Die Teilnahme ist bis einschließlich 16. Mai 2015 möglich. Die Gewinner werden am 17. Mai 2015 namentlich auf den Blogs bekannt gegeben und sollten uns dann innerhalb von zwei Wochen ihre Adressen zukommen lassen. Keine Haftung für den Postweg, eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.

Tagesfrage:
Mich würde interessieren, ob ihr selbst Kassettenkinder ward und was euch mit Hörspielen verbindet.

Verpasst nicht, auch die anderen Stationen der Blogtour zu lesen, falls ihr das noch nicht gemacht habt! Hier habe ich sie euch noch einmal alle aufgelistet:
08. Mai: http://www.lilstar.de/: Story und Hintergründe von Bad, Mean & Evil
09. Mai: http://bookdibluempf.blogspot.de: Dr. D und Leeta – Figuren und Sprecher
10. Mai: http://schnuffelchensbuecher.blogspot.de/: Die Schurken der 80er Jahre…
12. Mai: http://hoerspielsammlung.blogspot.de/: Vorstellung der Agentur Bad, Mean & Evil im Video
13. Mai: http://booksonpetrovafire.blogspot.de/: Die Musik von Maybebop

Sonntag, 10. Mai 2015

LoveLetter Convention 2015

Lange hatte ich auf das Wochenende der LoveLetter Convention hingefiebert. Es ist einfach die beste Buchveranstaltung überhaupt. Familiär, entspannt, lustig und voller guter Laune, die perfekte Gelegenheit, Freunde zu treffen und Kontakte zu knüpfen. Ein entspannteres Miteinander von Lesern, Autoren und Verlagsmitarbeitern findet man wohl nirgends.
Leider erwischte mich passend zur Loveletter Convention eine Erkältung, die mir einiges an Energie raubte. Ich musste es daher leider ruhig angehen lassen. Aber auch so habe ich einiges erlebt.
Begonnen hat der Samstag für mich damit, dass ich die liebe Ivy wiedergetroffen habe. Wir haben uns letztes Jahr bei Gabriella Engelmanns Lesung auf Föhr kennengelernt. Und da mein Hotel auf ihrem Weg zur LLC lag, gingen wir also gemeinsam hin und holten uns zu allererst unseren Besucherausweis und die prall gefüllte Conventiontasche. Dann wurde ein wenig geplaudert und vorbeikommende bekannte Gesichter begrüßt.
Um 10 stand dann die erste Veranstaltung, die ich besucht habe, an. Kristina Günak las aus Verliebt noch mal. Wie immer las sie sehr unterhaltsam und konnte uns begeistern und in ihren Bann ziehen.
Kristina Günak
Britta Sabbag


Danach machte ich mich auf den Weg in Gebäude 1, dort wollte ich als nächstes den Workshop von Britta Sabbag besuchen. „Hohe Höhen, tiefe Tiefen, eine handfeste Krise und ein Happy End – Mit Struktur zum guten Buch“ stellte sich als sehr interessant heraus. Wer Britta Sabbag schon einmal live erlebt hat, weiß, dass es lustig war, aber es war auch sehr informativ. Im Prinzip könnte ich jetzt ein Buch schreiben – wenn, ja wenn nicht die Idee fehlen würde. Aber wie ich von der Idee zum strukturierten Buch kommen würde, das weiß ich jetzt, das geht nämlich so:

Britta Sabbag

Schade eigentlich, dass mir die Idee fehlt, denn so habe ich auch keinen Grund, ein Schreibseminar in der PLOTBOX  von Britta Sabbag & Daniela Nagel zu besuchen. Dabei wäre so ein Seminar sicher super spannend!

Als nächsten Programmpunkt hatte ich mir die Verlagspräsentation von Lyx herausgesucht. Und mit Lyx ging es nach einem leckeren Mittagessen vom Grill auch weiter, ich ging nämlich zum Afternoon Tea. Da hatte man die Gelegenheit, ein Foto mit Jack Eversea zu machen, dem Helden aus Natasha Boyds Roman Eversea, außerdem konnte man mit den Verlagsmitarbeitern und Autoren von Lyx plaudern. Und genau deswegen war ich dort, ich arbeite nebenberuflich manchal für Lyx hatte so die Gelegenheit, meine Ansprechpartnerin im Verlag auch einmal persönlich kennenzulernen.

Das Lyx-Team mit Jack Eversea

Nach dem Afternoon Tea zog es mich in den sonnigen Garten, um beim Meet&Greet mit Julia Bähr, Petra Hülsmann und Dorothea Böhme zu plaudern.


Dorothea Böhme und Julia Bähr

Julia Bähr und Petra Hülsmann

Auf die letzten zwei Stunden verzichtete ich dann und ging erschöpft aber glücklich ins Hotel.

Am nächsten Morgen fühlte ich mich nicht wirklich besser, aber der Gedanke an all die tollen bevorstehenden Veranstaltungen verlieh mir ungeahnte Kräfte. Und so machte ich mich gleich morgens früh wieder auf zur LLC. Als erstes besuchte ich die Question & Answer – Session von Susan Elizabeth Phillips und Susan Mallery. Eine gute Entscheidung, denn dieser Programmpunkt war total lustig und interessant. Die beiden Susans sind ja beide sehr erfolgreiche Liebesromanautorinnen. Als sie sich gegenseitig Fragen stellten, wurde schnell klar, dass beide dabei ganz unterschiedliche Arbeitsweisen haben. Ausführlich Plotten oder nicht, Schreibzeit,… ihre Arbeitsweisen sind wirklich total verschieden. Wie man sieht, führen aber beide Variante zum Erfolg. Deshalb war ihr Tipp an alle anwesenden zukünftigen Autoren auch, probiert es aus, schaut, ob wie viel Struktur ihr braucht, ob ihr detailliert oder nur oberflächlich plotten wollt, zu welchen Zeiten und an welchen Orten ihr am besten arbeitet.

Susan Elizabeth Phillips und Susan Mallery
Susan Elizabeth Phillips

  Da ich einmal in dem Raum saß, beschloss ich, gleich dort zu bleiben und auch noch das Q & A von Andrea Hackenberg & Petra Hülsmann anzuhören. Petra hatte ich ja am Samstag bereits beim Meet & Greet kennengelernt und sofort super sympathisch gefunden und Andrea Hackenbergs Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste, denn einem pinken Buch mit Heidschnucken drauf kann ich einfach nicht widerstehen! Auch diese Veranstaltung war lustig und interessant und beide Autorinnen kamen einfach total sympathisch rüber. Jetzt freue ich mich noch mehr auf ihre Bücher!


Petra Hülsmann und Andrea Hackenberg

Petra Hülsmann
Andrea Hackenberg

 Gegenüber des Q&A-Raumes hatte Mira ihre Sharingbox aufgestellt, und so nutze ich die Gelegenheit, mich kurz an den Strand beamen zu lassen.


Danach ging es dann in den Garten, denn dort hatte unter anderem Katja Piel ein Meet&Greet und das wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen.
Im Anschluss begleitete ich Katja dann noch zu ihrer Lesung und bin jetzt wirklich gespannt auf Schwanenzauber!

Katja Piel

Katja Piel

Nach einem erneut leckeren Mittagessen zog ich mich zum Krafttanken ins Hotel zurück, ehe ich es mir natürlich nicht nehmen ließ, mich in die Signierstundenschlange zu stellen.

Warten auf die Signierstunde, Danke an Regina Gärtner für das tolle Foto!


 Vollgepackt mit Büchern, glücklich und mit Erinnerungen an viele tolle Begegnungen ging es dann wieder ins Hotel und es war klar: Nächstes Jahr komme ich wieder.

Deswegen werde ich diesen Bericht jetzt auch beenden. Ich habe noch etwas wichtiges vor. Ich muss ein Hotel buchen!


LLC, bis zum 23. April 2016. Ich werde da sein!

Donnerstag, 7. Mai 2015

Susan Juby - Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen


Susan Juby - Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen


  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: cbj 
  • ISBN-13: 978-3570159989
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren









Normandy und ihre beiden Freunde Dusk und Neil besuchen die 11. Klasse einer Kunstschule. Dort werden immer wieder die verschiedensten Projekte bearbeitet. Kein Schüler ist wirklich normal. Es wimmelt nur so von schrägen Typen.
Aus einer Laune heraus beschließen die drei, ein Wahrheitskomitee zu gründen. Sie fangen an, ihre Mitschüler ganz direkt auf persönliche Geheimnisse anzusprechen. Und setzen damit so einiges in Gang.
Während sie die Wahrheit der anderen ergründen, wird vor allem Normandy klar, dass sie auch die Wahrheit in ihrer eigenen Familie betrachten muss. Die ist nämlich alles andere als normal.

Ich muss sagen, ich weiß nicht recht, was ich zu diesem Buch schreiben soll. Ich fand, dass das Thema spannend klang. Ist es an und für sich auch wirklich. Normandy kommt aus einer sehr seltsamen Familie, in der sich alles um ihre große Schwester dreht, die mit Graphic Novels, in denen sie die Familie schlecht dastehen lässt, berühmt wurde. Nichts darf Normandy zu Hause, alles könnte die ach so tolle Keira stören. Keinen interessiert es, dass Norm darunter leidet, dass sie in den Graphic Novels wie eine Idiotin dargestellt wird. Als Keira plötzlich vom College zurück kommt und sich noch seltsamer verhält als sonst, beginnt Normandy, die Wahrheit zu ergründen.

Insgesamt ist das wirklich interessant, die ganzen Dynamiken, die sich durch die Wahrheitssuche ergeben, sind spannend mitzuverfolgen. Das Problem ist, das Buch hat einen ganz seltsamen Stil. Es ist als Essay geschrieben, das Norm als Schulprojekt für kreatives Schreiben abgibt. Dabei fehlt in der ersten Hälfte komplett ein roter Faden. Sie springt in der Erzählung von einem Thema zum nächsten, kommt nicht auf den Punkt, berichtet seitenweise völlig belanglose Sachen. Es kam mir wirklich nicht wie eine zusammenhängende Geschichte vor. Das wird zum Ende des Buches hin besser, aber bis dahin hätte ich das Buch ziemlich oft am liebsten in die Ecke gepfeffert. Es wird auch nicht dadurch besser, dass Norm mit Hilfe von Fußnoten mit ihrer Lehrerin kommuniziert und so noch mehr belanglose Informationen in die Geschichte einbaut. Diese Fußnoten kann man auch überlesen (habe ich zum Teil gemacht), die Lesbarkeit der Geschichte verbessern sie so oder so auf jeden Fall nicht.

Am Ende war ich wirklich gespannt, was noch alles passiert, wie sich alles entwickelt. Wirklich empfehlen kann ich dieses Buch aber trotz des interessanten Schlussteils nicht. Dafür ist der Anfangsteil zu langwierig und konfus.

Zielgruppe des Buches sind übrigens Leser ab 12. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es in dieser Altersklasse besser ankommt. Ich hätte es mit 12 auf jeden Fall noch weniger lesen wollen als jetzt.