Montag, 26. Oktober 2015

Blogtour Herzfischen

  
Heute startet die Blogtour rund um Herzfischen von Britta Sabbag und Maite Kelly bei mir. In den nächsten Tagen werden wir euch durch die Welt von Josy und Simon führen und euch das Buch, die Protagonisten und die Themen des Romans etwas näher bringen. Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen, doch dazu später mehr.

Jetzt will ich euch erst einmal ein wenig über Herzfischen und auch über die anderen Werke der beiden Autorinnen erzählen.


Josy ist ein ehemaliger Kinderstar. Viele Jahre spielte sie Jojo, die Hauptrolle einer erfolgreichen Serie. Ganz Deutschland hat in der Serie beobachtet, wie Jojo vom Kind zur jungen Frau wurde. Jeder liebte Jojo. Und auch 10 Jahre später, mit 33 Jahren, sieht jeder in Josy nur die Jojo. Aussichten auf andere Rollen hat Josy so nicht, und auch andere Jobs bekommt sie nicht. Alle sind der Meinung, sie würde nur Unruhe in den Betrieb bringen und dass man eine berühmte Schauspielerin auf keinen Fall  an die Kasse setzen kann. Zum Glück hat Josy ihren Patenonkel Hugo, der ein kleines Café in Köln betreibt und bei dem sie leben und etwas arbeiten kann. Allerdings läuft das altmodische Café, dass sich neumodischen Sachen wie Cappuccino und Café Latte verweigert und nur schlichten Filterkaffee ausschenkt, alles andere als gut, seit lauter hippe Bars und Cafés rundherum aufgemacht haben. Und so ist Josys Heimat in Gefahr. Sie ist entschlossen, das Café zu retten, doch wo soll sie so schnell Geld herbekommen? Als sie sich Geld von einem Internetflirt erschleicht, ist das der Beginn einer turbulenten Geschichte. Der ausgenommene Flirtpartner ist nämlich alles andere als begeistert von der Tat und  beauftragt eine Online-Security Agentur, Josy zu finden und zu überführen.
Simon und Wally nehmen den Auftrag gerne an. Doch schon bald beginnt der Frauenheld Simon die Chats mit Josy im Flirtportal zu genießen. Will er sie wirklich überführen? Und auch Josy fühlt sich zu Simon hingezogen, obwohl er doch eigentlich nur ein weiteres Opfer sein sollte, um das letzte Geld, das zur Rettung des Cafés noch fehlt, zusammenzubekommen.
Was beide nicht wissen, sie kennen sich auch im wahren Leben, wohnen sie doch fast nebeneinander. Zunächst können sie sich nicht ausstehen, aber ihre Wege kreuzen sich immer öfter.

Wie die Geschichte ausgeht? Was Josy und Simon zusammen erleben? Das solltet ihr unbedingt nachlesen. Das Buch ist warmherzig und liebenswert, und dabei immer wieder witzig.
Erzählt wird es abwechselnd aus der Sicht von Josy und von Simon, und es ist sehr interessant, beide Sichten kennenzulernen. Außerdem bekommt man immer wieder die Chats zu lesen, die witzig, spritzig aber zum Teil auch philosophisch und voller Weisheiten sind.

Herzfischen besticht mit seinen liebenswerten Figuren voller Ecken und Kanten. Neben den sympathischen Hautfiguren habe ich vor allem Simons Agenturpartner Walli sofort in mein Herz geschlossen. Wally isst für sein Leben gern, was man ihm auch ansieht. Er hat ein großes Herz und ist einfach nur liebenswürdig. Ich habe mich immer gefreut, wenn er im Buch auftauchte, was zum Glück sehr häufig war.

So, jetzt habe ich euch aber wirklich genug von dem Buch, das übrigens einen besonderen Buchumschlag aus Plastik, so wie ich ihn nur von Wörterbüchern kenne, und ein tolles Daumenkino mit einem Otter hat, erzählt. Den Rest der lustigen, charmanten aber auch nachdenklich machenden Geschichte solltet ihr einfach selbst lesen und entdecken.

Und ich stelle euch jetzt schnell noch die anderen Werke der Autorinnen vor, schließlich ist Herzfischen kein Debüt sondern es gibt noch viele andere tolle Werke zu entdecken.

Britta Sabbag und Maite Kelly
(c) Beatrice Treydel



















Die kleine Hummel Bommel
Die kleine Hummel Bommel war das erste Buch, das Britta und Maite zusammen mit der Illustratorin Joëlle Tourlonias herausgebracht haben. Es ist ein Bilderbuch rund um eine kleine Hummel, die Angst hat, nicht richtig fliegen zu können. Ihre Flügel sind doch viel zu klein, wie soll das da gehen? Die anderen Tiere lachen sie wegen derFlügel aus und Bommel ist ganz entmutigt. Doch im Laufe des Buches erkennt er, dass er an sich selbst glauben muss.
Ein zauberhaftes Bilderbuch für Kinder ab 4, bei dem man als besonderes extra auch noch das von Maite Kelly gesungene Lied „Du bist Du“ bekommt, das Teil der Geschichte ist.


Und nächstes Jahr erscheint ein neues Abenteuer der kleinen Hummel. Ich bin schon gespannt!

Britta Sabbag




















Britta hat schon einige Bücher veröffentlicht, die ich euch hier kurz vorstellen möchte:

Pinguinwetter
Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, in den Hafen der Ehe einzuschiffen - allerdings nicht mit ihr. 

Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa! Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los... (Kurzbeschreibung © www.brittasabbag.de)


Rezension bei Claudia: http://blog.claudis-gedankenwelt.de/pinguinwetter-britta-sabbag/#more-2365






Pandablues
Charlotte kann es kaum fassen: Kann es sein, dass ihr Traummann Eric sie betrügt, noch dazu mit einer Sauberfrau? Und ihr Zoo-Praktikum als Pinguin-Pflegerin ist auch irgendwie nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat. Gut, dass sie sich wenigstens auf ihre Freundinnen Trine und Mona verlassen kann. 
Bei denen läuft anscheinend alles wie am Schnürchen. Glücklicherweise sind die auch immer da, um Charlotte aus der Patsche zu helfen. Und das ist gar nicht so selten der Fall ... (Kurzbeschreibung © www.brittasabbag.de)





Das Leben ist (k)ein Ponyhof
Antonia ist überzeugt davon, dass ihr Leben perfekt ist. Sie ist erfolgreich im Büro – ja, tatsächlich ist sie kurz davor, die jüngste Partnerin einer bekannten Unternehmensberatung zu werden – und sie führt eine glückliche Beziehung mit ihrem Kollegen Carl. Freizeit ist ein Fremdwort für die 35jährige, aber das macht ihr nichts aus, sie arbeitet schließlich gerne. Und sie ist froh, dem kleinen Dorf, in dem sie aufgewachsen ist, entkommen zu sein.
Dann verdonnert ihre Mutter Antonia plötzlich dazu, auf ihren schrulligen und leicht senilen Stiefvater aufzupassen, während sie eine Jogareise macht. Antonia hat keine Zeit für Walther, aber das ist egal, ihre Mutter ist weg. Und schnell stellt Antonia fest, dass man Walther nicht alleine lassen kann. Bei dem Versuch, ihr Berufsleben mit der Betreuung von Walther unter einen Hut zu bekommen, passieren so manche Katastrophen. Walther hat nämlich immer wieder neue Ideen und stellt Antonias Leben gehörig auf den Kopf. Aber ist das wirklich schlecht? Vielleicht ist es an der Zeit, dass Antonia den roten Faden ihres Lebens verliert und sich einen neuen sucht. Das Leben kann so bunt sein…


Stolperherz
Sanny ist 15 und alles andere als mutig. Sie ist eine graue Maus, unsichtbar, kaum beachtet, das Mädchen mit dem Herzfehler. Das Mädchen mit der überfürsorglichen Mutter. Sie verhält sich still und unauffällig. Doch dann hat sie auf einmal genug von diesem unsichtbaren Leben. Sie rebelliert. Erst nur mit einer neuen Haarfarbe, mit der sie plötzlich alles andere als unsichtbar ist. Doch die führt zu unvorhergesehenen Ereignissen. Auf einmal ist die schüchterne Sanny mit dem Herzfehler auf der Reise ihres Lebens. Einen Sommer lang will sie mit einer Band durch Deutschland touren. Kann das gut gehen?


Herzriss
Das Leben hält drei Gewissheiten für dich parat.
Eine gute, eine schlechte und eine dritte. Die Gute: Alles, was du dir erträumst, wird passieren. Die Schlechte: Alles, wovor du dich fürchtest, wird eintreten. Die dritte: Das ist das Leben.
Sannys und Gregs Liebe steht durch das Angebot einer Plattenfirma vor einer echten Zerreißprobe. Gleichzeitig lassen sich Sannys Eltern scheiden, und Sanny merkt, dass ihre Kindheit zwar irgendwie vorbei ist, aber das Erwachsensein noch nicht richtig angefangen hat. Und mitten in diesem Gefühlschaos stellt sie dann auch noch fest, dass die Freundschaft zu Schlagzeuger Lex ein paar ganz bestimmte Punkte überschreitet ... (Kurzbeschreibung © www.brittasabbag.de)



Und auch von Maite Kelly gibt es ein weiteres Werk. 
Zusammen mit Georg Austen schrieb sie das Buch Mit Kindern Feste gestalten und feiern.
In dem Hausbuch erfährt man viel zu den 14 wichtigsten Festen des Kirchenjahres. Neben Geschichten, Gedichten und Bibelstellen gibt es kreative Vorschläge, wie man diese Feste mit der ganzen Familie wunderschön und unvergesslich begehen kann.


So, und auch wenn der Artikel wirklich schon mehr als lang genug ist, darf das Gewinnspiel natürlich nicht fehlen. Zu gewinnen gibt es 2 Exemplare des Buches. Beantwortet mir einfach eine Frage, und schon landet ihr im Lostopf.

Ich möchte von euch wissen: Welches Buch von Britta Sabbag und/der Maite Kelly hat euch denn besonders gut gefallen und warum? Und falls ihr noch keins gelesen habt, welches möchtet ihr am liebsten lesen und warum?

Kommentiert einfach hier auf dem Blog und hinterlasst eine Mailadresse, über die man euch erreichen kann.

Teilnahmebedingungen:
Der Teilnehmer muss über 18 Jahre sein, oder eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten vorzuweisen haben.
Teilnahmeschluss ist der 01.11.2015, 23:59 Uhr
Eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen.
Der Versand erfolgt an Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen muss eine gültige eMail Adresse hinterlegt werden, unter der wir euch im Gewinnfall benachrichtigen können.
Die Daten der Teilnehmer werden nicht gespeichert und lediglich zur Gewinnermittlung benutzt.
Die Adresse des Gewinners wird nach Versand umgehend gelöscht.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Für Gewinne, die auf dem Postweg verloren gehen wird keine Haftung übernommen.

So, das war es jetzt von mir. Verpasst nicht, die nächsten Tage auf den weiteren interessanten Stationen vorbeizuschauen. Morgen ist die Blogtour bei Lena von Lenas Welt der Bücher, die euch die Protagonisten näher vorstellen wird.




Gewinnerbekanntgabe:

Inzwischen hat die Ausslosung stattgefunden. Gewonnen haben Amelie K. und Deborah! Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Buch! 



Sonntag, 25. Oktober 2015

Frankfurter Buchmesse 2015

1 Woche ist die Frankfurter Buchmesse schon wieder her, und endlich komme ich dazu, meinen Messebericht zu schreiben. Denn leider plagt mich auch nach der Messe genau wie davor noch eine Erkältung, und so habe ich nach der Arbeit keine Energie für einen Bericht gefunden. Egal, jetzt habe ich Zeit und Lust und nehme euch mit auf meine Frankfurter Buchmesse 2015.

Eigentlich wollte ich Dienstagabend zur Eröffnung, aber ich habe dann beschlossen, lieber noch einmal richtig schön auszuruhen und Kräfte für die eigentliche Messe zu sammeln. Und so stürzte ich mich Mittwochmorgen gegen halb 10 ins Messegetümmel. Wobei, so viel Getümmel war da zum Glück noch gar nicht.



Meine erste Messeaktivität war das Ergattern einer Langenscheidt-Tasche (da kann man nie genug von haben, finde ich), und dann machte ich mich auf die Suche nach Anette, Ina und Natalie. Zusammen erkundeten wir dann die Messehallen. Na ja, ok, hauptsächlich die Halle 3.0, viel mehr habe ich ehrlich gesagt die ganze Messe über nicht gesehen.

Mittwoch hatten wir noch nicht so viele Termine, und bei denen, die wir hatten war etwas der Wurm drin. So kamen Britta Sabbag und Maite Kelly dank Schnee nicht pünktlich zur Messe, weshalb ich ihre Veranstaltung und leider auch sie komplett verpasste, im Laufe des Tages war nämlich irgendwie kein herankommen an sie. Und mein geplantes Interview mit Ute Wegmann fiel leider aus, weil wir scheinbar an ganz verschiedenen Standenden warteten und auch die freundlichen dtv-Mitarbeiter es nicht schafften, uns zusammenzubringen. Aber nun ja, Interviews kann man ja auch schriftlich machen, ich denke, die Antworten auf meine Fragen werde ich auf jeden Fall auch so bekommen.
Uwe Michael Gutzschhahn


Was am Mittwoch aber geklappt hat, war ein sehr interessantes Interview mit Uwe Michael Gutzschhahn, der nicht nur selber schreibt sondern auch viel aus dem Englischen übersetzt. Es war ein sehr interessantes Gespräch, das ihr bald bei der Katze mit Buch nachlesen könnt.
Außerdem hatten wir einen netten Termin bei Magellan, und auch im Frühjahr erscheinen wieder tolle Bücher beim Verlag mit dem Wal.

Zum Abschluss stand der Empfang von Harper Collins auf dem Programm. Der war vor allem voll und eng, aber neben Essen und Trinken gab es auch nette Gespräche. So lernte ich z.B. das Team von Blogg dein Buch kurz kennen (und wurde gleich in ein Video für ihren Smyles-Kanal gezerrt) und Natalie und ich nutzten die Gelegenheit, um mit Julius von Mira zu plaudern.



Ja, das war bereits Tag 1, obwohl wir fast nichts gesehen und gemacht hatten, war er irgendwie schnell um und wir glückselig auf dem Heimweg, um dann am Donnerstag gut gelaunt in Tag 2 zu starten. Donnerstag klappten unsere Termine deutlich besser. Allerdings hatten wir gar nicht wirklich viele. So spazierten wir über die Messe, belagerten den Illumaten, um unsere Zeichenwünsche erfüllen zu lassen, trafen zufällig auf Freund eund Bekannte und genossen die Messestimmung.

Mittags hatten wir ein nettes Treffen mit Stephanie Polák, der Autorin von Cleo und der total (un)coole Kuchenclub, die mir mein Buch signierte, dass ich auf jeden Fall demnächst lesen werde. 

Stephanie Polák
Dann trennte ich mich kurz von den anderen, um mich mit Karsten von pop.de zu treffen. Wir wohnen eigentlich gar nicht weit voneinander weg, aber irgendwie schaffen wir es immer nur auf Buchmessen, uns zu treffen.
Danach machte ich mich auf die Suche nach den anderen und traf Anette und ihre Tochter Victoria bei einer Veranstaltung von André Gatzke. Ich muss sagen, ich kannte ihn vorher nicht und eigentlich wollte ich nur ein wenig ausruhen und eben Anette wiedertreffen. Doch statt mich im Hintergrund auf einem Hocker zu erholen, stand ich ziemlich schnell am Rand des Ganges und verfolgte begeistert die Vorstellung von André Gatzkes Spielebuch. Die Veranstaltung entwickelte sich zu einem meiner Messehighlights, sie machte einfach nur Spaß. André Gatzke weiß, wie man Menschen in seinen Bann zieht. Zusammen mit den anwesenden Kindern und zum Teil auch mit den Erwachsenen probierte er einige Spiele aus seinem Buch aus und es wurde richtig viel gelacht. Solltet ihr mal die Gelegenheit haben, ihn bei einer Show oder Lesung erleben zu können, nutzt sie!



André Gatzke bei der Vorstellung seines Buches

Nach der Show war mein voriges Energieloch wie weggeblasen und so ging es wieder beschwingt durch die Hallen. Ich traf mich noch kurz mit Charlotte Lyne, die ein Buch für mich dabei hatte, und schließlich stand unser Verlagstermin bei cbj/cbt auf dem Programm. Auch hier erscheinen einige interessante Bücher im neuen Program!
Charlotte Lyne signiert mein Buch
Abschluss war wie immer am Buchmessedonnerstag die Beltz-Standparty und dann war auch der zweite Tag schon um.

Tag 3 begann für mich eine Stunde später als sonst. Da der erste Termin um 11 war und ich wusste, dass es abends später als die anderen Tage werden würde, war ich erst um halb 11 vor Ort. Ich machte mich dann gleich auf den Weg zu Randomhouse, wo ich am Bloggertreffen teilnehmen durfte. Die Teilnehmeranzahl war dieses Jahr begrenzt, es kam mir aber nur minimal leerer vor als sonst. Als weitere Neuerung hatte jeder Blogger vorher einen Zettel mit 2 Fragen für einen der anwesenden Autoren bekommen, so dass man also ein Miniinterview führen sollte. Ich stand praktischerweise ganz in der Nähe der mir zugelosten Susanne Kliem und kam so shcnell mit ihr ins Gespräch.

Hier ist das Miniinterview mit ihr:
Susanne Kliem
   

Was inspiriert Sie zu Ihren Geschichten?
Alles um mich herum, Bücher, Zeitungen, Freunde, Sachen, die ich z.B. im Café aufschnappe...
Wie lange schreiben Sie schon?
10 Jahre. An meinem 40. Geburtstag habe ich auf der Party verkündet, Bücher schreiben zu wollen. Seitdem sind 4 Bücher erschienen.

Ich plauderte dann noch etwas mit ihr, einer weiteren Bloggerin und einer Verlagsmitarbeiterin, stellte dann aber fest, dass hinter uns weitere Blogger darauf warteten, ihre zwei Fragen stellen zu können, und zog mich daher zurück. Ich schaute, ob ich noch einen Autor entdecken konnte zum Plaudern, aber alle waren umringt von den Bloggern mit ihren Fragebögen, und da mein nächster Termin nicht mehr weit hin war, kämpfte ich mich aus dem Gewühl.
Nach dem Termin bei Thienemann (auch hier gibt es natürlich schöne Neuerscheinungen) trafen wir uns mit Karoline Kolbe, mit der wir bei der Katze mit Buch nun schon 2 Leserunden hatten. Schön, die sympathische Autorin auch mal live zu treffen!

Karolin Kolbe
Danach begleiteten wir Anette zu ihrem Interviewtermin mit Anna Lott. Super sympathische Autorin, das Interview gibt es natürlich demnächst auf Katze mit Buch.
Anna Lott
Der nächste Termin war der Bloggerkaffeklatsch, den einige Indieautoren organisiert hatten. Leider war der Bereich, in dem er stattfand, sehr eng. Und so ergatterte ich zwar eine Goodiebag und konnte ganz kurz mit Katrin Koppold sprechen, die ich endlich mal persönlich kennenlernte, dann zogen Ina und ich uns aber zurück, weil es in den Massen eh nicht wirklich möglich war, sich mit Autoren und anderen Bloggern zu unterhalten. Es war uns einfach zu eng.
Und kurz danach stand sowieso das zweite Interview des Tages auf dem Plan: Alice Oseman wartete auf uns. Wir hatten erfahren, dass an diesem Tag ihr 21. Geburtstag war, und so sangen wir ihr erst einmal ein Ständchen. Dann begann Anette, die vorher begeistert den Debütroman Solitaire gelesen hat, mit den Fragen an Alice und ich lauschte einfach verzückt dem schönen britischen englisch der sympathischen jungen Autorin. Ich weiß nicht, ob ihr Buch etwas für mich wäre, aber Alice ist einfach eine super nette Person. Also werde ich mir Solitaire wohl doch noch einmal genauer anschauen.
Alice Oseman
Im Anschluss schauten wir noch bei der Präsentation des Kochbuches Französisch kochen mit Aurélie vorbei und ich hatte ein kurzes schönes Treffen mit Jane Christo.
Jane Christo und ich
Damit war der Tag aber noch lange nicht um, nach einem kurzen Abstecher zur Happy Hour in der Gastlandausstellung mit indonesischen Häppchen ging es zur Verleihung des Jugendliteraturpreises.


Nach diesem vollen Tag war min Energielevel auf dem Nullpunkt und ich fragte mich, woher ich Kraft für meinen letzten Messetag nehmen soll. Doch am nächsten Morgen war ich dann erstaunlich energiegeladen und stürzte mich gut gelaunt ins Getümmel. An fing ich mit dem Bloggerfrühstück von dotbooks, Skobee und dem Aufbauverlag. Dort konnte man viele nette Blogger treffen, ein gutr Start in den Tag. Auch wenn es leider nur Kaffee und keinen Tee oder Saft gab. Wobei, in den Goodiebags war ein leckerer Smoothie.
Gestärkt machte ich mich dann auf den Weg in Halle 3, denn ich wollte kurz Antje Szillat hallo sagen, die dort gerade signierte. Es war gar nicht so einfach, sich zu ihr und Alice Pantermüller durchzukämpfen. In Halle 3.0 war es einfach nur fürchterlich überfüllt.
Alice Pantermüller und Antje Szillat
Wie sehr merkte ich, als ich danach einen Abstecher zu Martina Gercke machen wollte. Ich schaffte es, mich zu ihr durchzukämpfen, aber es war wirklich nicht so einfach.


Martina Gercke


Danach kämpfte ich mich nach draußen, um in Halle 3.1 zum Eat&Greet von Droemer Knaur zu gehen. Dort war es auch voll und eng und irgendwie kaum ein durchkommen. Ich hatte daher nur ein paar kurze Gespräche am Rand mit netten Bloggern und auch mit einer Verlagsmitarbeiterin, mit der wir über unser Erfahrungen bei Bloggertreffen und was man besser machen könnte, sprachen, und konnte kurz Gabriella Engelmann in den Arm nehmen und Rainer Wekwerth und seine Hamburg Rains Crew treffen. Dann kämpfte ich mich wieder in Halle 3.0 zu einem Interview mit Martin Baltscheit, das Anette hatte, und machte es mir anschließend am Arenastand gemütlich, um Gabriella noch einmal zu treffen. Das gelang, außerdem traf ich viele liebe Blogger und beantwortete mehr als die Fragen anderer Besucher nach Verkauf der Bücher und ähnlichem. Irgendwie muss ich wie eine Standmitarbeiterin ausgesehen haben.

Gabriella Engelmann und ich

Rainer Wekwerth


Martin Baltscheit

Für die Arena-Geburtstagsparty reichte dann meine Energie aber doch nicht mehr, und so machte ich mich auf den Heimweg. Beim Rausgehen aus den Hallen traf ich dabei noch auf Rose Snow, was mich wirklich sehr gefreut hat!

Ja, das war sie dann also, meine Messe. Bis nächstes Jahr!

Samstag, 3. Oktober 2015

Blogparade Astrid Lindgren


Ramona von Kielfeder hat anlässlich des Erscheinens ihre bisher unveröffentlichten Tagebücher im Ullstein Verlag eine Blogparade zu Astrid Lindgren gestartet.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder von euch irgendwann in seiner Kindheit Kontakt zu den Geschichten von Astrid Lindgren hatte. Und so ruft diese Blogparade dazu auf, davon zu erzählen. Es ist ganz egal, ob man sein Lieblingsbuch vorstellt, beschreibt, was einen mit den Geschichten von Astrid Lindgren verbindet oder seine Sammlung an Astrid Lindgren Werken fotografiert. Jeder Blogger ist aufgerufen, etwas über Astrid Lindgren und ihre Werke zu schreiben.
Für mich war schnell klar, ich möchte teilnehmen, ist Astrid Lindgren für mich doch eine wichtige Begleiterin durch die Kindheit gewesen. Wobei ich sagen muss, ich kenne längst nicht alle Geschichten von ihr und ich fand auch nicht alle gut. Aber andere dafür fantastisch.

Die meisten Kinder waren wohl Fan von Pippi Langstrumpf, dem frechen Mädchen, das sein Leben ohne Eltern meistert und ständig Streiche ausheckt. Nun, ich habe auch Bücher rund um Pippi gelesen und natürlich auch den einen oder anderen Film über sie gesehen, richtiger Fan von Pippi wurde ich aber nicht. Sie war mir zu wild, ich war ein sehr schüchternes Kind und konnte mich einfach kein bisschen mit ihr identifizieren.

In der Grundschule schauten wir die Verfilmungen von Ronja Räubertochter und Mio mein Mio. Die erste gefiel mir gut, auch wenn ich sie recht aufregend fand, ich war halt ein echter Angsthase. Mio mein Mio dagegen fand ich schrecklich. Gruselig, traurig, das war so gar nicht meins.
Aus der Bücherei lieh ich Karlson vom Dach aus, eine Geschichte, die ich einfach nur bescheuert fand. Aber auch Michel von Lönneberga und Rasmus der Landstreicher wurden von mir entliehen und gelesen, und diese Bücher gefielen mir gut.

Das alles waren aber nicht die Werke, die mich prägten und durch meine Kindheit begleiteten. Nein, wenn ich an Astrid Lindgren denke, dann denke ich zu allererst an Bullerbü. Ach, was habe ich diese Geschichten geliebt. Meine Schwester hatte einen Sammelband mit allen Bullerbü-Bänden und der wurde immer wieder von mir gelesen. Wie gerne war ich bei Lasse, Bosse, Lisa, Britta, Inga, Ole und Kerstin auf den Höfen. Wie unglaublich toll fand ich ihre Freundschaft, ihr Zusammenhalten, die kleinen Abenteuer und Streiche. Ich wollte auch Nachrichten von meinem Fenster zu dem einer Freundin schicken können, wollte fröhlich durch die Gegend hüpfen und auf dem Schulweg Zeit vertrödeln. Bullerbü war für mich immer ein Paradies, der Inbegriff heiler Welt. Ich habe sowohl die Verfilmungen als auch die Bücher geliebt. Und ich muss Bullerbü unbedingt bald einmal wieder lesen. Ein wenig beneide ich meinen Neffen und meine Nichten, die Bullerbü gerade vorgelesen bekommen und zum ersten mal in diese Welt eintauchen können.




Neben Bullerbü prägte noch Saltkrokan mein Leben. Auch dieses Buch habe ich viele Male gelesen und es lud mich immer wieder zum Träumen ein. Es weckte in mir den Wunsch nach Ferien auf einer Schäreninsel. Es war einfach unbeschwerte Sommerfreude. Auch wenn einige Probleme in dem Buch vorkommen, die Grundstimmung ist so locker leicht und sommerlich, der Vater so schön liebenswert ungeschickt, Malin die verantwortungsvolle tolle große Schwester, die Brüder so wunderbar lebensnah, voller Streiche und dummer Ideen aber auch mit großen Herzen. Und ach, was beneidete ich Tjorven um ihren Bootsmann. Wer wollte nicht so einen tollen Hund haben?






Ja, Bullerbü und Saltkrokan, das sind die Werke, die mir einfallen, wenn ich an Astrid Lindgren denke. Die Bücher, die ich immer mal wieder lese. Zum Glück habe ich inzwischen den Astrid Lindgren Jubiläumsschuber und kann so einige ihrer Werke jederzeit lesen.
Und irgendwann schaffe ich es bestimmt auch, die Brüder Löwenherz zu lesen. Das habe ich mir seit dem Kauf des Schubers vorgenommen, aber bisher schrecke ich irgendwie davor zurück. Ich kenne viele, die von der Geschichte schwärmen, ich weiß, dass sie ganz toll sein muss. Aber auch traurig. Irgendwann traue ich mich und lasse mich auf die Reise nach Nangijala ein. Meine Geschichte mit Astrid Lindgren ist also noch nicht zu Ende!




Donnerstag, 1. Oktober 2015

Ute Wegmann - Hoover


Ute Wegmann - Hoover

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag 
  • ISBN-13: 978-3423640152
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 7 - 11 Jahre










Hoover ist 12 Jahre alt und ein recht gewöhnlicher Junge. Er ist der typische kleine Bruder. Nicht besonders selbstbewusst, ziemlich zurückhaltend und vor allem voller Liebe für seinen Großvater.
Da seine Mutter dieses Jahr am Geburtstag des Opas eine wichtige Prüfung hat und sein Vater gerade in München an der Uni unterrichtet, beschließt Hoover, dass es seine Aufgabe ist, Opas Geburtstag zu etwas ganz besonderem zu machen. Gerade in diesem Jahr, wo er immer wieder Herzprobleme hat, soll Opa einen wunderbaren Geburtstag erleben. Und Hoover hat auch eine Idee, was er ihm schenken kann. Opa hat einen großen Wunsch, er will noch einmal nach Paris, wo er vor vielen Jahren seine Frau kennengelernt hat. Doch wie soll ein 12jähriger Junge eine Reise nach Paris verschenken? Seine Mutter würde das nie erlauben und unterstützen, das ist Hoover klar. Gibt es trotzdem eine Möglichkeit, den Traum wahr zu machen? Immerhin ist Hoover nicht allein, denn er hat Claudine kennengelernt, ein tolles Mädchen und zudem auch noch Halbfranzösin.

Hoover ist ein berührendes Buch über Freundschaft, Liebe und Träume. Hoover ist ein besonderer 12jähriger Junge, der seinen Großvater über alles liebt. Als er versucht, den Traum seines Opas zu verwirklichen, entwickelt er sich weiter und er verliebt sich zum ersten Mal. Was folgt, ist ein großes Abenteuer. Dabei stellt sich immer wieder die Frage: Wie weit darf man gehen? Rechtfertigen gute Ziele schlechte Taten? Was muss und darf man tun, um seine Träume zu verwirklichen und um anderen eine große Freude zu machen?
Immer wieder fallen unglaublich schöne und nachdenklich machende Sätze. Immer wieder verzaubert Opa einen mit weisen Aussagen und Abenteuern aus seinem Leben.
„Ich werde googlen!“„Nein, mein Junge, es gibt Dinge, die kann man im Internet nicht finden. Die feinen Kleinigkeiten, die Gerüche von Fisch, das Klimpern der silbernen Glöckchen, die vor dem Eingang der Läden hängen, der Gesang der Frauen, die vom Strand nach Hause gehen.“ Opa schüttelte den Kopf. „Da kannst du lange googlen! Das alles findest du in einem Computer nicht!“ (S. 43)
Hoover ist ein Buch, das gleichzeitig traurig und Mut machend ist, eine Geschichte voller Abenteuer, Träume, Liebe und Hoffnung, eine Mischung aus Verantwortungsbewusstsein und Dummheiten, eine Reise um die Welt und zu sich selbst. Ein Buch über das Leben und das Sterben, poetisch, warmherzig, lebensnah und einfach berührend. Eine wunderschöne Geschichte über einen kleinen und doch ganz schön großen Jungen. Es macht Spaß, Hoover zu begleiten!