Samstag, 28. November 2015

Liza Patrick - Secrets of Jade: Mit den Augen der Liebe




Liza Patrick - Secrets of Jade: Mit den Augen der Liebe

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: fabulus Verlag 
  • ISBN-13: 978-3944788333









Studentin Jade träumt seit einiger Zeit von einem jungen Mann. Als sie diesen plötzlich tatsächlich trifft, gerät ihr Leben aus den Fugen. Es ist Liebe auf den ersten Blick, aber kann das gutgehen? Bei ihrer Großmutter ging es nicht gut, wie Jade nach und nach erfährt. Und immer mehr erfährt sie von deren Geschichte und von einem Zirkel, der Menschen nach ihrer Augenfarbe einstuft und der die Welt verändern will. Als ihre Großmutter verschwindet und der Zirkel sich immer mehr in ihr Leben einmischt, weiß Jade nicht mehr, was sie glauben und wem sie trauen kann. Nur, dass sie Josh, den Mann ihrer Träume, nicht mehr verlieren will. Doch kann das gelingen?

Die Aufmachung des Buches versucht mit einem Buchschnitt in Helltürkis zu bestechen. Ich finde die Farbe ehrlich gesagt nicht besonders schön. Ich vermute, es soll Jade darstellen, für mich ist es dafür aber zu hell und zu sehr in Richtung Mintgrün. Wichtiger als die Optik ist allerdings natürlich der Inhalt des Romans.

Secrets of Jade ist eine Romanze mit leicht mystischen Anteilen, in die ich wunderschön abtauchen konnte. Sie las sich schnell und gut, allerdings hatte ich ein paar Probleme mit den Figuren. Jade ist sympathisch, aber auch ziemlich unüberlegt und manchmal ziemlich kindisch. Josh und auch sein bester Freund Matt sind gut beschrieben, viele andere Figuren bleiben jedoch leider etwas blass.
Die Idee mit dem Zirkel und den Eigenschaften, die verschiedene Augenfarben mit sich bringen, fand ich ziemlich interessant und faszinierend. Gerne hätte ich mehr darüber erfahren. Leider wurden die Gespräche zu dem Thema oft unterbrochen.

Die Liebesgeschichte zwischen Josh und Jade geht schnell und heftig, aber durchaus glaubwürdig voran. Es liegt eine besondere Magie in der Geschichte in der Luft, die mir richtig gut gefallen hat. Die Verbindung zwischen Josh und Jade ist intensiv, und das bringt die Autorin wunderbar herüber.
Passend zu der etwas mystischen Geschichte spielt das Buch in Irland. Leider spielt Irland keine besonders große Rolle in dem Buch, eigentlich hätte es genauso gut überall anders spielen können. Schade, ein bisschen mehr Irlandflair hätte mir sehr gut gefallen.

Nichts desto trotz war es eine wirklich schöne Liebesgeschichte für Jugendliche und junge Erwachsene, die aber nach meiner Meinung etwas mehr Tiefgang vertragen hätte.

Von mir bekommt sie 3,5 von 5 Sternen.

Sonntag, 22. November 2015

Ciara Flood - Bruno und die Nervkaninchen

Ciara Flood - Bruno und die Nervkaninchen

  • Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
  • Verlag: Kerle 
  • ISBN-13: 978-3451713002
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre
  • Originaltitel: Those Pesky Rabbits 
  • Übersetzer: Anna Butte





Bruno und die Nervkaninchen ist ein sehr süßes Vorlesebuch für Kinder ab drei.

In der Geschichte geht es um den brummeligen Bär Bruno, der am liebsten allein ist. Er wohnt deshalb auch ganz einsam. Bis eine Familie Kaninchen neben ihm einzieht. Und die wollen ständig etwas von ihm. Honig leihen, Hilfe beim Holzhacken, mit ihm Bücher tauschen, zusammen Sterne anschauen.... Bruno wehrt alles ab und scheinbar geben die Kaninchen auf. Doch eines Tages steht ein Korb voller Geschenke für Bruno vor der Tür. Und Bruno erkennt, dass es doch schön ist, Freunde zu haben.

Die Geschichte hat kurze Texte zum Vorlesen und vor allem tolle Bilder, auf denen viel zu entdecken ist. Auch beim mehrmaligen Anschauen findet man immer noch eine Kleinigkeit, die einem bisher entgangen ist. Man merkt dem Buch an, dass es mit viel Liebe und Fantasie gestaltet wurde. Und so macht es einfach Spaß, es zu lesen und gemeinsam mit den kleinen Zuhörern anzuschauen und Brunos Welt zu entdecken.

Mittwoch, 18. November 2015

Stephanie Polák – Cleo und der total (un)coole Kuchenclub


Stephanie Polák – Cleo und der total (un)coole Kuchenclub

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Südpol 
  • ISBN-13: 978-3943086218
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 - 11 Jahre







Cleo ist gerade in die 5. Klasse gekommen. Auf einmal ist sie wieder eine der Jüngsten auf dem Schulhof. Wie gut, dass sie nicht allein ist, sondern zusammen mit ihrer besten Freundin Emma. Doch Emma benimmt sich plötzlich komisch. Seit sie ein Pferd hat, hat sie kaum noch Zeit für Cleo. Stattdessen verbringt sie die Freizeit im Pferdestall und auch immer öfter mit der Sechstklässlerin Fee. Die hat auch ein Pferd und außerdem ist sie begeistertes Mitglied der Cheerleader-Gruppe der Schule. Sie überzeugt Emma, dort mitzumachen. Cleo fühlt sich zurückgesetzt und auf einmal haben Emma und sie sich nichts mehr zu sagen.
Es beginnt eine einsame Zeit für Cleo, bis sie drei ganz unterschiedliche Mädchen ihrer Schule näher kennenlernt. Können aus der leidenschaftlichen Bäckerin Cleo, der dicken Jule aus der Parallelklasse, der Streberin Charlotte und der jungenhaften Toni Freunde werden? Als der Schulbasar vor der Tür steht, wachsen die vier immer mehr zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammen. Und auf einmal macht auch Cleo das Leben wieder Spaß, auch wenn sie Emma weiter vermisst.

„Cleo und der total (un)coole Kuchenclub“ ist ein wunderschönes und Mut machendes Buch rund um Freundschaft für Mädchen ab 9. Cleo und die anderen Mitglieder des Kuchenclubs sind sehr verschieden, aber alle total sympathisch. Die Probleme, die sie haben, sind welche, die viele Mädchen kennen. Wer hatte nicht schon mal Streit mit der besten Freundin, fühlte sich deswegen einsam und als Außenseiter? Das Buch macht Mut, zu sich selbst zu stehen, es zeigt, dass es ok ist, anders zu sein. Es macht deutlich, dass Streit mit der Freundin normal ist. Nicht schön, aber auch kein Weltuntergang. Die Geschichte zeigt, dass man neue Freunde finden kann und dass das Leben beim Zerbrechen einer Freundschaft nicht aufhört, aber auch, dass Freundschaften manchmal einfach nur Zeit brauchen, um sich vom Streit zu erholen.

Das Buch ist voller ernster Themen, vor allem aber locker lustig und liebenswert. Und es ist gespickt mit 10 wundervoll lecker klingenden Rezepten, die in der Geschichte eine Rolle spielen. 10 Rezepte für Gebäck, die sich allesamt einfach nachbacken lassen, finden sich an den Enden der Kapitel. Noch habe ich keines davon ausprobiert, aber das möchte ich unbedingt ändern.


Ich hoffe, ich darf bald noch mehr von Cleo und dem total (un)coolen Kuchenclub lesen, denn ich hatte einfach richtig viel Spaß bei dieser Lektüre und kann sie nur allen Familien mit jungen Mädchen empfehlen. Lest dieses Buch, aber haltet Backzutaten bereit, denn das Lesen macht hungrig!

Sonntag, 15. November 2015

Michael Byrne – Lottery Boy

Michael Byrne – Lottery Boy


  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: cbt 
  • ISBN-13: 978-3570163818
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 11 Jahren
  • Originaltitel: Lottery Boy 
  • Übersetzer: Bettina Münch






Bully ist 12 und lebt auf den Straßen Londons. Dahin ist er nach dem Tod seiner Mutter geflüchtet, weil er es nicht ausgehalten hat, weiter beim Freund seiner Mutter zu wohnen, der längst wieder eine neue Freundin hat und der die Asche seiner Mutter einfach in den Müllschlucker geschmissen hat. Zusammen mit seiner Hündin Jack lebt er daher seit einigen Monaten auf der Straße.
Als er zufällig in der letzten Geburtstagskarte seiner Mutter einen Lottoschein findet und feststellt, dass er den Hauptpreis gewonnen hat, ändert sich sein Leben abermals. Denn unbedacht erzählt er den erstbesten Obdachlosen, die er trifft, davon. Und so beginnt die Jagd auf ihn und seinen Schein. Während Bully versucht, den Verfolgern zu entkommen, muss er gleichzeitig einen vertrauenswürdigen Erwachsenen finden, denn mit 12 kann er den Schein nicht einlösen. Und ihm bleiben nur wenige Tage, ehe der Gewinn verfällt…

Nach der Kurzbeschreibung hatte ich eine Art skurrilen Roadtrip voll von englischem Humor erwartet. Den habe ich nicht wirklich bekommen. Klar, eine Art von Roadtrip bietet die Geschichte. Doch komisch ist sie eigentlich nicht. Eher traurig, nachdenklich machend, erschreckend. Bully tat mir beim Lesen leid, aber ich war zum Teil auch etwas genervt von ihm, seiner naiven Art, seinem Unwillen, etwas an seinem Leben zu ändern, für sich zu kämpfen.
Die Geschichte entwickelte sich am Anfang recht langsam, wurde schließlich aber zu einer actionreichen schnellen Verfolgungsjagd. Die Spannung stieg, je weiter man im Buch kam. Fand ich es am Anfang recht zäh, war ich nachher richtig gefesselt von der Geschichte und habe mit Bully gebangt.

Vor allem war der Roman allerdings deutlich brutaler als ich erwartet hatte. Die Altersempfehlung vom Verlag ist ab 11, und zumindest für mich wäre das Buch mit 11 wohl nichts gewesen. Es geht eben nicht nur um Armut und Ungerechtigkeit, sonder es geschehen Morde und Foltereien. Dabei werden sowohl Menschen als auch Hunde gequält und dieses auch, wenn auch nicht extrem ausführlich, durchaus anschaulich beschrieben. Man sollte das Buch also wohl nicht jedem 11jährigen geben. Manchen macht es sicher nichts aus, für andere könnte die Geschichte aber zu heftig sein.

Mich selbst lässt das Buch etwas zwiegespalten zurück. Es war ganz anders als erwartet und die erste Buchhälft empfand ich als ziemlich zäh. Es hat gedauert, bis mich die Geschichte richtig gepackt hat. Am Ende flog ich dann aber nur so durch die Seiten.

Das Buch lässt mich nachdenklich zurück. Es hat mich berührt, aber auch genervt.
Ein besonderes Buch, das in mir aber nicht unbedingt den Wunsch hinterlässt, mehr von dem Autor zu lesen. Ich weiß nicht genau warum, aber zwischen uns war es einfach keine Liebe auf den ersten Blick. Auch wenn das Buch gut war, fehlte mir irgendetwas.
Von mir bekommt die Geschichte daher 3,5 von 5 Sternen.

Sonntag, 8. November 2015

Sabine Bartsch - A Song about Love




Sabine Bartsch - A Song about Love


  • Taschenbuch: 204 Seiten
  • Verlag: Books on Demand
  • ISBN-13: 978-3738618358











Der 19jährige Jonas freut sich auf den ersten großen Auftritt mit seiner Band. Sie dürfen auf einem Rockfestival spielen. Dort lernt er Mona kennen, die Sängerin einer anderen Band. Sofort fühlt er sich zu ihr hingezogen und auch Mona scheint sich für ihn zu interessieren. Es läuft also alles sehr gut für Jonas. Wenn, ja wenn da nicht die Wette mit seinem neuen Bandkumpel gewesen wäre. Aufgrund dieser Wette verbringt Jonas die Nacht nach dem Festival mit einem anderen Mädchen. Und diese stalkt ihn daraufhin. Wie soll er Sasa nur wieder losbekommen? Und wie erklärt er das Mona?
Als wären das nicht Probleme genug, gerät auch seine Schwester in Schwierigkeiten. Die Sommerferien laufen kein bisschen so, wie Jonas es sich vorgestellt hat.  Kann sich alles klären?

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und erzählt aus Jonas Sicht die Geschehnisse in einem für ihn ganz besonderen Sommer. Sabine Bartsch schreibt dabei sehr anschaulich und locker. Die Seiten fliegen nur so dahin und ich wurde in die Geschichte hineingesogen. Gespannt las ich immer weiter, wollte wissen, was mit Jonas passiert, wollte wissen, wie und ob sich alles klärt. Manchmal wollte ich Jonas schütteln, ihn dazu bringen, einfach offen zu reden. Aber ich konnte auch verstehen, dass er davor zurückschreckt.

Mona, die starke selbstbewusste weibliche Protagonistin, blieb etwas unnahbar, aber das ist wohl der Perspektive geschuldet. Sympathisch war sie auf jeden Fall.

Das Thema Stalking fand ich sehr eindrucksvoll geschildert, die Geschichte zeigt, wie schnell das gehen kann, wie wenig man tun muss, um Stalkingopfer zu werden, wie hilflos man dann ist. Ein Thema, das nachdenklich macht.

Das Thema rund um Jonas Schwester hätte ich ehrlich gesagt nicht gebraucht. Es ist ein wichtiges Thema, und dafür wird es mir zu sehr nebenbei abgehandelt. Es ist ja nur ein Nebenstrang der eigentlichen Geschichte. Es bekommt nicht den Raum, den es bräuchte, und so hätte ich es besser gefunden, wenn dieser Erzählstrang entweder weggelassen oder aber ausgebaut worden wäre.

Aber das hat den Lesespaß nur geringfügig getrübt. Insgesamt habe ich die Lesestunden einfach genossen, bin eingetaucht in die Welt voller Musik, habe das Sommerfeeling, die Festivalatmosphäre und die Aufs und Abs der Liebesgeschichte in mich aufgenommen. Ich konnte beim Lesen völlig abschalten und hatte Spaß.


Wer einen Jugendliebesroman sucht, in dem es neben der Wolke 7 auch um ernste Themen geht, der sollte hier zugreifen.  

Sonntag, 1. November 2015

Vanessa Richter – Plötzlich Friesin















Paula hat genug von der Unordnung und dem Nichtstun ihres Freundes. Schweren Herzens trennt sie sich daher von Ben. Um über ihn hinweg zu kommen, lässt sie sich von ihrer Freundin überreden, mit ihr zusammen in den Semesterferien auf Sünnland, einer kleinen Nordseeinsel, zu jobben. Kurz bevor sie abfährt, erfährt Paula von ihrer Mutter, dass ihr Vater, den sie niemals kennengelernt hat, von Sünnland kommt. Und so versucht sich Paula von ihrem Kummer durch die Suche nach ihrem Vater, von dem sie nur den Vornamen kennt, abzulenken. Für Zerstreuung sorgt aber auch der charmante Friese Chris, den sie schon vor der Überfahrt auf die Insel kennenlernt.

Plötzlich Friesin ist eine charmante Urlaubslektüre, ein leichter lockerer Roman, der Nordseestimmung verbreitet. Paula selbst fand ich manchmal etwas nervig und Ben und Chris etwas zu Klischeebehaftet, aber das hat nichts daran geändert, dass ich viel Spaß beim Lesen hatte. Das Buch hat nämlich sehr charismatische Nebenfiguren, die das ganze Buch über friesischen Charme verbreiten. Ich war beim Lesen der Geschichte wirklich an der Nordsee. Etwas schade fand ich, dass das Buch auf einer fiktiven Insel spielt, mag ich doch lieber Bücher, die auf echten Inseln spielen, am Besten auf welchen, die ich kenne. Doch ich verstehe, dass eine fiktive Insel mit genau der Größe und den Begebenheiten, die man braucht, vieles einfacher macht. Und wie gesagt, das Nordseeflair kam perfekt herüber. So perfekt, dass ich nun halt gerne nach Sünnland fahren würde, und das geht ja leider nicht.
Mit dem Ende bin ich nicht ganz glücklich, ich fand das Verhalten einer bestimmten Person etwas zu überzogen. Daher hoffe ich, dass es noch eine Fortsetzung geben wird, in der man erfährt, wie es mit Paula weiter geht. Potenzial für weitere Besuche auf Sünnland ist auf jeden Fall da. Und auch wenn nicht alles perfekt war, habe ich Paula und Sünnland wie gesagt in mein Herz geschlossen und würde sie wirklich gerne weiter begleiten.

Wer eine locker leichte Strandlektüre mit Nordseeflair sucht, dem kann ich Plötzlich Friesin empfehlen. Die Geschichte ist zwar in manchen Teilen etwas vorhersehbar, ist aber gleichzeitig witzig, liebenswert und macht Spaß. Auch wenn man die Figuren manchmal schütteln möchte, machen Ausflüge auf Nordseeinseln doch immer wieder Spaß!