Sonntag, 31. Januar 2016

Sally Andrew – Tannie Marias Rezepte für Liebe und Mord




Sally Andrew – Tannie Marias Rezepte für Liebe und Mord

  • Originaltitel: 

    Recipes for Love and Murder: A Tannie Maria Mystery 

  • Übersetzer: Andrea Fischer
  • Gebundene Ausgabe: 477 Seiten
  • Verlag: Atrium
  • ISBN-13: 978-3855350032





Tannie Andrew ist Mitte 50 und wohnt in einem Haus in der beschaulichen Klein-Karoo. Die Witwe kocht und backt für ihr Leben gern und führt eine Rezeptkolumne in einer kleinen Zeitung. Als diese eingestellt werden muss, weil die Zeitung Platz für eine Ratgeberrubrik braucht, übernimmt sie kurzentschlossen einfach diese Rubrik. Und so berät sie fortan die Leser der Zeitung in allen möglichen Fragen, vor allem in Beziehungsfragen, nicht ohne jedes Mal auch ein Rezept mit auf den Weg zu geben.
Als eine der Ratsuchenden  ermordet wird, ist für Tannie Maria und ihre junge Kollegin Jessie klar, sie müssen den Mörder finden. Die Polizei ist wenig begeistert davon, dass die beiden sich in die Ermittlung einmischen. Doch das ist ihnen egal. Was dann folgt, ist eine schwierige Suche nach der Wahrheit, immer wieder unterstützt von leckerem Essen.

Tannie Marias Rezepte für Liebe und Mord ist der Auftakt einer besonderen Krimireihe. Die ersten Seiten hatte ich etwas Probleme, in die Geschichte zu finden, doch dann hat das Buch mich völlig verzaubert. Es ist etwas ganz besonderes. Ich bin sicher, viele Leser werden gar nichts mit dem Buch anfangen können, aber andere werden es lieben.

Das Buch ist kein normaler Krimi, es geht eher in die Richtung cozy mysterie. Ein Wohlfühlkrimi ist es auf jeden Fall, aber ein ganz besonderer. Der Stil ist etwas gewöhnungsbedürftig. Immer wieder werden Worte in afrikaans benutzt. Man versteht alles, es ist nur zunächst etwas irritierend. Irgendwie macht es aber auch den Charme der Geschichte aus. Und dann ist das Besondere, dass die Geschichte sehr gemütlich und ausschweifend erzählt wird. Tannie Maria kocht und backt gerne, und so werden diese Tätigkeiten ausgiebig beschrieben. Beim Lesen läuft einem oft das Wasser im Mund zusammen, glücklicherweise findet man am Ende die wichtigsten Rezepte aus dem Buch in einem Anhang. Fand ich die Essensbeschreibungen wirklich toll, hatte ich mit den immer wiederkehrenden Beschreibungen, welcher Vogel gerade singt, während Tannie auf ihrer Terrasse sitzt und nachdenkt, so meine Probleme. Aber auch die gehörten irgendwie zu dem gemütlichen Stil des Krimis.

Ich habe das Buch ziemlich langsam gelesen, einfach weil ich gar nicht fertig werden wollte, weil ich möglichst tief und lange eintauchen wollte in die Welt von Tannie Maria. Mich hat der Krimi total verzaubert.

Wer klassische Krimis mag, der ist hier falsch. Aber wer gemütliche Krimis voller Rezepte und Naturbeschreibungen mag, der sollte mitkommen in die Klein-Karoo. Hier bekommt man nicht nur einen spannenden Fall, nein, man bekommt vor allem ausgefallene Ermittler und einen bunten, etwas skurrilen Strauß an Verdächtigen.

Eine besondere Geschichte, der hoffentlich viele weitere folgen werden. Und bis dahin probiere ich das eine oder andere Rezept aus dem Buch!

Kommentare:

  1. Huhu!

    Das klingt richtig, richtig gut - oh Mist, schon wieder ein Buch auf der Endlos-Wunschliste mehr... Ich habe schon lange kein "cozy mytery" mehr gelesen, hätte ich mal wieder richtig Lust drauf!

    LG,
    Mikka

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    1. Hallo Mikka,
      ja, ich hatte vorher auch länger keinen cozy mysterie mehr, war richtig schön, mal wieder in diese Welt abzutauchen. Und die ganzen leckeren Rezepte *schwärm*
      LG Julia

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