Mittwoch, 27. April 2016

Denise Grover Swank - Der Springer



Denise Grover Swank - Der Springer
  • Taschenbuch: 460 Seiten
  • Verlag: CreateSpace 
  • Übersetzerin: Jeannette Bauroth
  • ISBN-13: 978-1532831768






Blair Hansen ist Scheidungsanwältin, und als solche ist sie überzeugt davon, dass Ehen, die aufgrund großer Leidenschaft geschlossen werden, zum Scheitern verurteilt sind. Nein, sie will nicht aus Liebe sondern aus Vernunft heiraten. Doch kurz vor der Hochzeit mit ihrem langweiligen Verlobten trifft sie wieder auf Garrett, den einzigen Mann, den sie jemals richtig geliebt hat, und der ihr während des Studiums das Herz gebrochen hat. Sofort prickelt es wieder zwischen den beiden, doch Blair ist überzeugt davon, ihre Vernunfthochzeit durchzuziehen. Sie will sich nicht noch einmal so verletzlich machen, indem sie ihr Herz verschenkt. Hat Garrett eine Chance, sie zurückzuerobern? Ihm bleiben nur wenige Tage.

Der Springer ist Band 2 in der Heiratspakt-Serie, in der es in jedem Band um eine von 3 guten Freundinnen geht. Er lässt sich auch sehr gut ohne die Kenntnis von Band 1 lesen, allerdings habe ich nach der Lektüre jetzt Lust auf das erste Buch bekommen.
Denn auch wenn die Geschichte zum Teil vorhersehbar ist, sie liest sich einfach unglaublich gut. Ich mag den Stil von Denise Grover Swank. Das Buch ist ziemlich witzig und gleichzeitig etwas fürs Herz.
Blair ist alles andere als eine perfekte Hauptperson, sie ist gerade am Anfang ziemlich hart und kalt, aber wenn sie mit Garrett zusammentrift, sprühen die Funken. Die Wortgefechte zwischen den beiden machen einfach Spaß.
Die Geschichte erlebt man mal aus der Perspektive von Blair und mal begleitet man Garrett, und er konnte mein Herz gleich erobern. Lustig, charmant und mit dem Herz auf dem rechten Fleck kämpft er um seine große Liebe.
Das Buch hat auch einige skurrile Nebenfiguren, und es gibt wirklich lustige Partys und Familienstreitereien.
Der ganze Schreibstil ist so, dass man das Gefühl hat, direkt dabei zu sein, und ich war ständig am Lachen und Schmunzeln beim Lesen.
Für mich ist es eine Geschichte, mit der man wunderbar abschalten kann, lustig und zum sich wegträumen, und ich freue mich, auf viele der Protagonisten in Band 1 und 3 der Reihe erneut zu stoßen.

Montag, 25. April 2016

Gabriella Engelmann – Wildrosensommer


Gabriella Engelmann – Wildrosensommer


  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: Knaur TB
  • ISBN-13: 978-3426518458










Aurelia lebt mit ihren beiden Töchtern in München. Zwei Jahre ist es her, seit Nic aus ihrem und dem Leben ihrer gemeinsamen Töchter verschwunden ist. Seitdem versucht Aurelia, so gut es geht die Familie zusammenzuhalten und mit ihrem Job als Floristin auf dem Markt über Wasser zu halten. Das klappt mal besser und mal schlechter. Was aber gar nicht klappt, das ist das Loslassen. Aurelia schafft es nicht, zur Ruhe zu kommen, Nics Verschwinden zu akzeptieren und neu durchzustarten.
Das ändert sich, als sie in einem Bildband über Hausboote einen Zettel von Nic findet. Irgendwie fühlt sie sich von der Luna, einem Hausboot in den Vierlanden unweit von Hamburg, magisch angezogen. Sie hat das Gefühl, dass sie dort endlich ihren Frieden finden könnte. Und so kauft sie kurzentschlossen das Hausboot und zieht mit ihren Töchtern dorthin. Die sind zunächst nicht wirklich begeistert davon, aus ihrem Leben gerissen zu werden.  Wird die neue Umgebung dazu führen, dass die kleine Familie ihr Leben neu ordnen kann?

Seit einigen Jahren liebe ich Gabriellas Bücher und freue mich immer, wenn ein neues herauskommt. Und so habe ich auch auf dieses gewartet und es sogleich verschlungen, als es da war. Und dieses Buch war ein besonderes Leseerlebnis. Anders als erwartet, denn es ist typisch Gabriella und dann doch irgendwie ganz anders als ihre anderen Bücher. Waren gerade ihre Inselromane für mich typische Sommerbücher, die zwar durchaus ernste Themen beinhalten, aber doch vor allem Urlaubsstimmung verbreiten, so ist der Wildrosensommer irgendwie tiefgründiger. Es gibt mehr und ernstere Probleme, die Lektüre stimmte mich immer wieder nachdenklich. Die Figuren sind dabei aber wieder typisch Gabriella, sie sind liebenswert und vor allem sehr lebensecht. Man hat das Gefühl, die Geschichte von Freunden zu lesen. Immer wieder hätte ich Aurelia gerne in den Arm genommen und getröstet und ihr gesagt, wie sehr ich sie für ihre Stärke bewundere.

Wer eine tiefgründige und wunderschöne Geschichte lesen möchte, der sollte bei diesem Buch zugreifen. Allerdings sollte man mystischen und esoterischen Themen gegenüber aufgeschlossen sein. Denn in dem Buch spielt nicht nur die menschliche Aura eine Rolle, sondern auch ein Geist taucht in ihr auf. Das alles ist keineswegs das Hauptthema, aber es nimmt einen gewissen Raum in der Geschichte ein. Wer damit gar nichts anfangen kann, sollte wohl lieber auf die Lektüre verzichten. Alle anderen können sich aber in eine wunderbare Welt entführen lassen.


Wildrosensommer ist ein wirklich besonderer Roman, dessen ernste Themen mich berührt haben, ohne mich zu deprimieren. Denn auch wenn es viele traurige Momente in der Geschichte gibt, so ist sie in erster Linie doch lebensbejahend und glücklich machend. 

Freitag, 22. April 2016

Christiane von Laffert – Herz verloren, Glück gefunden



Christiane von Laffert – Herz verloren, Glück gefunden











In der Ehe der zweifachen Mutter Victoria kriselt es. Sie fühlt sich von ihrem Mann Hubertus nicht wirklich ernst genommen und geliebt. Für ihn scheint sie einfach nur funktionieren und seine Kinder großziehen zu sollen. Als ihre Freundin Emily ihr anbietet, mit in ein Skigebiet zu kommen, wo diese eine Reportage über die Schönen und Reichen für ein Society-Journal schreiben soll, sagt sie kurzentschlossen zu. Unter falschem Namen taucht sie dort in eine fremde Welt ein. Verlieben war dabei nicht eingeplant und das Auftauchen des attraktiven Constantin wirbelt ihr Leben ordentlich durcheinander. Nach dem Kurztripp ordnet Victoria es daher neu, auch wenn das gar nicht so einfach ist. Zusammen mit ihren Kindern zieht sie in eine WG und versucht, sich ein neues Leben aufzubauen.

„Herz verloren, Glück gefunden“ ist ein lustiger Roman rund um das sich selbst finden. Protagonistin ist dabei keine Jugendliche oder junge Frau, sondern eine zweifache Mutter, die eigentlich fest im Leben steht. Nach einigen Jahren Ehe hat sich allerdings ein Alltagstrott ergeben, und Victoria merkt, wie unglücklich sie ist. Nach der Trennung von ihrem Mann kann man sie dabei begleiten, wie sie sich weiterentwickelt und neu entdeckt. Dabei schließt man Victoria, mehr aber noch ihre neuen Mitbewohner, ins Herz. Denn Victoria landet mit ihren beiden Kindern in einer ungewöhnlichen WG. Der Schreiner Kristian, die junge Anna und vor allem der Künstler Manfred sind schon ganz besondere Personen. Während Victoria lernen muss, ihre Vorurteile abzulegen, wird der Leser in eine bunte Welt entführt.

Manchmal war mir Victoria etwas zu steif, etwas zu zögerlich oder vorurteilsbehaftet, aber meinen Lesespaß hat dies nicht getrübt. Zumal die außergewöhnlichen und sympathischen Nebenfiguren, allen voran der ungehobelte brummige Manfred, das mehr als Wett gemacht haben.

Es ist ein Buch voller verschiedener Persönlichkeiten, das es schafft, ganz normalen Alltag lustig darzustellen. Ein Buch voller schillernder Personen, nervigen Nachbarn, Kindergartenproblemen, Freundschaften und natürlich rund um die große Liebe.    

Montag, 18. April 2016

Anna Herzog – Die Kinder vom Birnbaumhaus

Anna Herzog – Die Kinder vom Birnbaumhaus








Mieke ist fast 10, und zu ihrem Geburtstag hat sie drei Wünsche: Ein Baumhaus, ein Hund und ein Pferd. Und dann hätte sie gerne noch eine echte Kinderbande. Das scheitert daran, dass in ihrer Gegend keine Kinder in ihrem Alter wohnen. Doch dann ziehen nebenan die Zwillinge Ben und Leon ein. Ob sie mit ihnen eine Bande gründen kann? Doch der Plan geht schief, und auf einmal steht Miekes Leben Kopf. Denn statt sie mitspielen zu lassen, ärgern die Jungs sie, besonders Leon. Und plötzlich ist Mieke auch ohne eine Bande mitten in einem Bandenkrieg.

Ich hatte erst etwas Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Das liegt nicht an der Geschichte an sich, sondern an ihrem Stil. Der ist toll, aber ungewöhnlich. Irgendwie kam mir der Stil etwas altmodisch vor. Es ist alles etwas umständlich und irgendwie behäbig. Voller Vergleiche. Nicht direkt, immer mit ein wenig Abstand beim Blick auf die Szenen und irgendwie doch mitten dabei. Es fällt mir schwer, das richtig zu beschreiben. Nachdem ich mich an den Stil gewöhnt hatte, habe ich das Buch aber genau dafür geliebt. Es strahlt irgendwie etwas gemütliches und heimeliges aus.
Mieke ist dabei eine tolle Protagonistin. Frech und liebenswert, mit dummen Ideen im Kopf, sehr einfallsreich und mit dem Herz auf dem rechten Fleck. Ein etwas eigenwilliges Kind, aber ein sehr sympathisches und mit Problemen und Wünschen, die viele Kinder haben. Mieke möchte aus ihrem Baumhaus gerne ein Bandenquartier machen und sie würde gerne mit den Nachbarsjungen auf deren Trampolin springen. Als Leon sie immer ärgert und auch einen ihrer Freunde bedroht, da steht Mieke für sich und ihren Freund ein. Als Leon ihr Baumhaus zerstört, da rennt sie nicht petzen bei den Erwachsenen, da heckt sie selber eine Racheplan aus, mit dem sie Leon dazu bringen will, ihr Baumhaus zu reparieren. Und als alles aus dem Ruder läuft und es richtig gefährlich wird, da beweist sie Mut.

Das Buch liest sich spannend und schnell, es bietet für die kleinen Leser genug Abenteuer, um sie in den Bann zu ziehen. Und ganz nebenbei vermittelt es wunderschöne Werte. Es zeigt, dass es normal und in Ordnung ist, auch mal etwas anzustellen, dass niemand perfekt ist, dass es aber wichtig ist, im richtigen Moment mutig zu handeln, manchmal über seinen Schatten zu springen und sich für andere einzusetzen.

Die Kinder vom Birnbaumhaus ist ein wunderschöner Sommerroman. 

Sonntag, 10. April 2016

Helena Steegmann - Tage wie Chili und Honig



Helena Steegmann - Tage wie Chili und Honig

Format: ebook (ab 01.06.2016 auch als Taschenbuch)

  • Seitenzahl: 336 Seiten
  • Verlag: Feelings
  • ISBN: 9783426437377









Nana Jacobi steht ein Jahr nach dem Tod ihrer Mutter vor einem Scherbenhaufen und muss ihr Leben neu sortieren. Der Delikatessenladen, den die Mutter ihr hinterlassen hat, ist genauso wie die Wohnung vom Besitzer gekündigt worden, zu ihrem Vater hat sie noch nie einen wirklich engen Kontakt gehabt, und so steht sie Weihnachten plötzlich ohne Job, Dach über den Kopf und Lebensplan da. Das Schicksal führt sie aber zu zwei ganz unterschiedlichen Personen, die neu in ihr Leben treten und es nachhaltig verändern. Da ist zum einen Tine, Pensionswirtin in Hamburg und  schnell eine gute Freundin für Nana. Und dann ist da Tiffany Meyer, Herausgeberin einer überaus erfolgreichen Zeitschrift. Sie beauftragt Nana, Restaurantkritiken für das Magazin zu schreiben. Ein Traum für Nana, die schon vorher einen kleinen Foodblog gehabt hat.

Doch dann passiert eine Katastrophe. Plötzlich kann Nana nicht mehr schmecken und riechen. Was soll sie nur tun? Die einmalige Chance, als Restaurantkritikerin erfolgreich zu werden, vorbeiziehen lassen? Nein, das bringt Nana nicht übers Herz, und so schreibt sie also Kritiken, ohne selbst etwas zu schmecken. Dabei ist sie natürlich immer auf die Meinung ihrer unwissenden Begleiter angewiesen. Und es wird immer komplizierter, sich nichts anmerken zu lassen. Doch trotzdem wird Nana immer erfolgreicher.

 Wie lange kann sie das durchhalten? Wann werden ihr die eigenen Lügen um den Kopf fliegen? Und warum kann sie ausgerechnet in der Nähe des Kochs Tom, der aufgrund einer schlechten Kritik von ihr seinen Job verloren hat, schmecken?

Tage wie Chili und Honig ist ein recht ruhiger und wunderschöner Roman. Irgendwie ein echtes Wohlfühlbuch. Nana war mir gleich sympathisch. Sie liebt Essen, sie liebt den Duft von Essen, und sie kann das alles in wunderbare Worte fassen. Umso schlimmer ist es natürlich für sie, als sie Geruchs- und Geschmackssinn verliert. Ich habe mit ihr mitgelitten und für sie gehofft, dass ihre Sinne schnell zurückkommen. Und ich habe sie gerne auf ihrem Weg begleitet. Eine kurze Zeit lang geht man mit Nana durch ihr Leben, ist dank der Ich-Perspektive hautnah dran an allem, was Nana denkt und fühlt.

Die Geschichte ist manchmal lustig, sehr oft hungrig machend und einfach immer wunderschön zu lesen. Perfekt, um tief einzutauchen. Ich war beim Lesen richtig gespannt auf Nanas Weg, darauf, wie sie ihr Leben neu geordnet bekommt.

Am Ende bin ich zufrieden und glücklich, und doch wüsste ich gerne, wie es weitergeht. Ich hoffe auf eine Fortsetzung oder zumindest hin und wieder auf einen neuen Artikel auf Nanas Blog. Denn ja, chiliundhonig.de gibt es wirklich.

Wer gutes Essen mag, wer besondere Menschen mag, der sollte in diesen wunderschönen Roman eintauchen. Begleitet Nana auf dem Weg zu sich selbst!

Dienstag, 5. April 2016

Tanja Janz – Sommerglück im Pferdeinternat

Tanja Janz – Sommerglück im Pferdeinternat


  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: Loewe 
  • ISBN-13: 978-3785580219
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre











Endlich ist Tami Schülerin am Pferdeinternat Nordlicht und Reiten und Pferdepflege gehören zu ihrem Alltag. Zusammen mit ihren Freunden erlebt sie dabei so manches Abenteuer. Erst soll ihr Klassenkamerad Nils das Internat verlassen, weil den Eltern das Geld fehlt, dann zieht Tamis ungeliebte Cousine zu ihr und schließlich soll auch noch ihr Pflegepferd Thunderstorm verkauft werden. Langweilig wird es am Nordlicht nie.

Im zweiten Doppelband rund um Tami und das Pferdeinternat bekommt der Leser wieder eine bunte Mischung aus Pferden, Abenteuer, Liebe, Freundschaft und Nordseeflair. In Tamis Leben wird es nie langweilig und es macht Spaß, das Mädchen, das sein Herz auf dem rechten Fleck hat, zu begleiten und mitzuerleben, wie es sich weiterentwickelt.

Die Bücher verbreiten schöne Sommerstimmung und lassen sich einfach locker-leicht lesen. Ein Jungmädchenabenteuer, wie ich es als Kind geliebt habe und das mir auch heute noch Spaß macht. Die Mischung aus Pferden und Strandfeeling empfinde ich als perfekt. Und auch wenn ich gar kein großer Pferdefan bin, so erwische ich mich doch bei dem Gedanken, dass ich gerne aufs Nordlicht gegangen wäre. So ein Internat am Meer ist halt schon klasse. Und die Schüler am Nordlicht scheinen alle besonders nett zu sein.

Ich freue mich auf weitere Bände und bleibe der Serie auf jeden Fall treu. Ich freue mich schon darauf, sie in ein paar Jahren an meine Nichten weitergeben zu können. 

Sonntag, 3. April 2016

Auslosung Gewinnspiel Babylon

Hallo ihr lieben, 
schon ist mein Gewinnspiel vorbei. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern, die für das neue Werk von Thomas Thiemeyer in den Lostopf gesprungen sind.


Ich habe eben den Zufallsgenerator angeschmissen, und gewonnen hat Jutta.liest!
Herzlichen Glückwunsch! Ich schreibe dir gleich eine Mail, damit das Buch sich bald auf den Weg machen kann. Ich bin gespannt, wie es dir gefällt!