Sonntag, 15. Oktober 2017

Frankfurter Buchmesse 2017


Diese Woche war es endlich wieder Buchmesse in Frankfurt. Dieses Jahr begann sie für mich bereits wieder am Dienstag, zusammen mit Anette von Katze mit Buch ging ich zur Eröffnung.
Wir waren inzwischen ja bereits einige Male da. In der Regel sind nicht alle Reden interessant, die Reden der Autoren aus dem Gastland konnten uns aber eigentlich immer begeistern. Und das Highlight ist danach natürlich immer die Eröffnung des Pavillons des Gastlandes, wo es landestypisches Essen und Getränke und oft auch noch musikalische oder tänzerische Darbietungen zu bewundern gibt.
 Nun, dieses Jahr war alles etwas anders. Gastland Frankreich schickte seinen Staatspräsidenten Macron, und so ließ sich auch die Bundeskanzlerin nicht nehmen, zu kommen. Das führte zu sehr langen Reden, allein Herr Macron brauchte 40 Minuten für seine.

Emmanuel Macron
Angela Merkel
 Die sonst so spannenden Reden der Autoren des Gastlandes waren diesmal eine Literaturperformance, die sich mir absolut nicht erschloss.
Und der Pavillon war irgendwie vor allem vollgestellt. Dazu dauerte es ewig, bis es etwas zu essen gab und musikalische oder sonstige Darbietungen suchte man vergeblich (außer sie begannen erst nach 8, als ich schon heim war), das einzige, was ich entdecken konnte, war eine Buchdruckmaschine. 
Insgesamt war ich nach der Eröffnung irgendwie ernüchtert. Und den Pavillon habe ich danach die ganze Messe über nicht mehr betreten, ich hatte einfach keine Lust auf ihn.

Zum Glück ging die Messe besser weiter, als sie angefangen hat! Mittwoch begannen wir - neben Anette war jetzt auch noch Natalie von mem-o-ries zu uns gestoßen - mit einer Verlagsvorstellung bei Orell Füssli, wo wir viele schöne Kinderbücher kennenlernten.

Weiter ging es mit einem meiner Highlights, einem Treffen mit Lars Simon, mit dem wir ein wenig über seine Bücher und vor allem über die Reihe rund um den sprechenden Mops Bölthorn redeten. Ich bin noch nicht fertig mit Band 1 der Reihe, aber schon jetzt total begeistert! 

Lars Simon und sein Buch rund um den sprechenden Mops Bölthorn
Anschließend schafften wir es nach Jahren endlich, bei der ARD Hörspielbox mitzumachen. Wir nahmen zusammen mit Jean von Büchertraum erst ein Stück Rotkäppchen auf, und mittags waren wir dann sogar bei dem Hörspiel mit Oliver Rohrbeck dabei und sprachen zusammen mit ihm "Von einem, der Auszog das Fürchten zu lernen". Das hat super viel Spaß gemacht und war ein tolles Erlebnis.

Der Rest des Tages war schlendern durch die Halle 3, Treffen mit Bloggerkollegen und die Messe auf sich wirken lassen.

Donnerstag startete der Tag mit einem Interview. Wir besuchten den Verlag KaleaBook und ließen uns von Jacqueline und Daniel Kauer ihr Duftbuch "Die Kräuterhexe Thymiana beim Koboldkönig" vorstellen. Das Buch ist total schön und die beiden Schweizer Autoren sind super sympathisch. Mehr zu dem Buch findet ihr demnächst auf meinem Blog, und bei der Katze mit Buch gibt es bald ein Interview zu lesen.




Jacqueline und Daniel Kauer

Am Nachmittag war ich dann noch bei einem Meet & Greet von DTV mit dem sehr sympathischen Jean-Paul Didierlaurent, dessen Buch "Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky" ich bestimmt bald lesen werde! 

Ein weiteres meiner Buchmessehighlights war ein Gespräch mit Ivar Leon Menger, wir haben uns einfach schon viele Jahre nicht mehr gesehen. Er hat mich davon überzeugt, es jetzt doch endlich einmal mit seiner Hörspielserie Monster 1983 zu versuchen. Ich bin schon sehr gespannt, vor allem, ob es mir zu gruselig wird.

Außerdem habe ich noch ein kurzes Interview mit Charlotte Lucas zu ihrem bald erscheinenden Buch "Wir sehen uns beim Happy End" geführt. Das könnt ihr dann in Kürze hier auf dem Blog lesen.

Jean-Paul Didierlaurent und ich
Charlotte Lucas
Der Freitag war wie immer der Tag mit den meisten Terminen. Er begann mit einem Interview mit Dora Heldt, vor dem ich irgendwie doch aufgeregt war. Das Ergebnis gibt es dann auf Katze mit Buch zu lesen, sobald wir Zeit gefunden haben, es abzutippen.

Außerdem hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit Mark und Uta Bremer, es macht immer wieder Spaß, meinen Lieblingshörbuchverlag Rubikon zu treffen! Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Hörbücher der Beiden! Und ich höre bald in eure "Wir zwei in fremden Galaxien" rein, versprochen!

Anschließend gab es für mich ein Wiedersehen mit Ann-Kathrin Karschnick beim Bloggertreffen des Papierverzierer Verlags.
Ann-Kathrin Karschnick
Beim Bloggertreffen von Oetinger sprach dann als besonderes Highlight Paul Maar zu uns. Ich war nie ein großer Sams-Fan, aber Paul Maar ist ein wirklich faszinierender Mensch und ich hätte ihm stundenlang zuhören können!
Paul Maar


Zusammen mit Desiree von Romantic Bookfan schlenderte ich danach noch etwas durch die Halle drei und besuchte auch das riesige Pummeleinhorn.


Und schon war die Buchmesse fast um. Ich habe lange überlegt ob ich Samstag überhaupt noch einmal hingehe, mich aber schließlich doch dafür entschieden. Und es fast sofort bereut. Ich kam erst einmal gar nicht rein, weil die Taschenkontrollenschlange in der Eintritskartenschlange endete und man keine wirkliche Chance hatte, zum Eingang durchzukommen.

In Halle 3 war es dann natürlich auch sehr voll, und so rettete ich mich erst einmal zum Stand des Niemeyer Verlags, wo Rosita Hoppe signierte.
Rosita Hoppe
 Nach vielen Jahren habe ich auch endlich Marion und Derek Meister wieder getroffen und konnte kurz mit ihnen Plauschen. Ich freue mich auf weitere Bücher von ihnen, vor allem auf Neues von Marions Mordsschwestern (erschienen unter dem Pseudonym Mareike Marlow).
Marion und Derek Meister mit mir in der Mitte
Auf keiner Messe fehlen darf eigentlich ein Treffen mit Antje Szillat, bei ihrer Signierstunde kaufte ich mir schnell den noch nicht erschienenen zweiten Band ihrer Tessa-Reihe und plauderte mit ihr und auch mit Frauke Scheunemann, die vorbeischaute.
Antje Szillat
Bei der Lesung von Martin Baltscheit traf ich schließlich wieder auf Anette und später auch auf Desiree und danach war die Messe dann für mich beendet.
Martin Baltscheit
Bis nächstes Jahr, Frankfurter Buchmesse!

Sonntag, 8. Oktober 2017

Michael Bond und Emily Sutton – Das Mäuseschloss



Michael Bond und Emily Sutton – Das Mäuseschloss

  • Hardcover: 32 Seiten
  • Verlag: Orell Füssli
  • Übersetzer: Seraina Maria Sievi
  • ISBN-13: 978-3280035443
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre




Herr und Frau von Maus wohnen zusammen mit ihren dreizehn Kindern in einem Puppenhaus in einem alten Schloss. Während tagsüber Besucher durch das Schloss wandern, verstecken sich die Mäuse in dem Haus, sind die Besucher weg, putzen und pflegen sie das Haus, schlemmen die Reste aus der Küche des Grafens und haben viel Spaß. Als eines Tages das Schloss renoviert wird, sieht das Puppenhaus plötzlich schäbig und alt aus. Das soll sich ändern, doch beim Verschönern des Puppenhauses geht so einiges schief und die Familie verliert ihr Zuhause. Wie soll es nun weitergehen?

Das Buch ist vom Autor von Paddington Bär geschrieben. Die Geschichte ist nicht besonders lang, es passiert nicht wirklich viel, aber es gibt total viel zu entdecken. Das Buch ist nämlich liebevoll und wunderschön illustriert. Emily Sutton erweckt die Geschichte rund um die 15 Mäuse zu leben.
Schon die Innenseiten des Buches sind wunderschön mit Blumen und Tieren illustriert. Die Geschichte selbst besteht dann aus Bildern, die sich mal über Doppelseiten, mal über ganze oder Teile von Seiten erstrecken, dazu wenige Zeilen Text pro Seite oder Doppelseite.  Die Bilder sind nostalgisch, erinnern an Bilderbücher von früher. Sie sind sehr detailliert, gehalten in warmen sanften Farben. Es gibt wirklich total viel zu entdecken, allein die Doppelseite mit dem Puppenhaus könnte ich mir stundenlang anschauen und immer wieder neues finden.

Das Buch ist dadurch ideal zum Vorlesen, kann dabei zusammen mit den kleinen Zuhörern bestaunt werden. Danach kann es dann von dem Kind auch alleine betrachtet werden, da es wie gesagt immer wieder neues zu entdecken gibt.

Das Mäuseschloss ist ein wunderbares Kinderbuch, bei dem das Vorlesen Spaß macht! Ich kann es jedem, der kleinen Kindern vorliest, nur empfehlen. Lasst die Geschichte rund um die 15 Mäuse auch euer Herz erobern! 

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Blogtour Magie und Schokolade Tag 4: Kulinarisch verhext – Anna



Gestern ging es bei Carla von www.carlosiareadsbooksblog.wordpress.com um Schokolade und Magie. Morgen könnt ihr dann bei Manuela von www.manusbibliothek.blogspot.co.at noch ein Interview mit Juli Stern lesen. Alle Stationen findet ihr auch noch einmal übersichtlich im Agenturfahrplan.

Heute ist die Blogtour bei mir und ich stelle euch Anna etwas näher vor. 


Anna ist die beste Freundin unserer Protagonistin Nu. Die beiden haben sich vor einigen Jahren auf einem Seminar in Hamburg kennengelernt. Anna war zu diesem Zeitpunkt eine aufstrebende Innenarchitektin, deren Kundenstamm von Tag zu Tag wuchs. Es hat keiner so recht verstanden, warum sie von einem Tag auf den anderen ihren Job gekündigt hat, um eine kleine Pension und ein Café im Harz zu eröffnen.
Aber das war Anna egal, und sie ist glücklich mit ihrem neuen Leben in dem kleinen Dorf Blomrode. Und da ihr Mann ganz in der Nähe einen guten Job gefunden hat, kann auch er mit der neuen Situation gut umgehen.
Berühmt ist Anna inzwischen für ihre leckeren Torten, und in der schokoladensüchtigen Nu hat sie einen guten Abnehmer ihrer Köstlichkeiten. Doch nicht nur mit leckeren Sachen versorgt Anna die Illustratorin Nu. Sie darf auch kostenfrei in einem noch nicht renovierten kleinen Cottage auf dem Anwesen wohnen. Anna ist froh, eine Freundin um sich zu haben, gerade jetzt, wo sie schwanger und ihr Mann oft unterwegs auf Dienstreise ist.
Und auch wenn Anna nur einen winzigen Funken Magie in sich trägt, so ist es doch auch für sie schön, mit Nu jemanden um sich zu haben, mit dem sie nach und nach immer mehr über magische Themen reden kann.
Anna ist auf jeden Fall eine Freundin, wie man sie sich nur wünschen kann, und ich würde sie zu gerne einmal besuchen. Ihre Torten klingen einfach zu lecker! Wer das Buch liest, der bekommt also nicht nur die lustige, magische und romantische Geschichte von Nu zu lesen, nein, der bekommt auch Hunger :D
Natürlich gibt es zu dieser Blogtour wieder ein Gewinnspiel mit tollen Gewinnen! Unter jedem Blogtourbeitrag findet ihr eine Tagesfrage. Für jede beantwortete Frage kann man sich 

ein Los sichern und somit insgesamt 5 Lose sammeln und die Gewinnchancen erhöhen.

Die heutige Gewinnfrage ist:

Was ist euer Lieblingskuchen? (Gerne mit Rezept, damit ich nachbacken kann, da Anna zu weit weg ist, muss ich das ja selbst erledigen :) )

Zu gewinnen gibt es tolle Überraschungen.


Die Teilnahme am Gewinnspiel ist bis einschließlich 8.10.2017 möglich. Die Gewinner werden am 9.10.2017 bei der Netzwerk Agentur Bookmark veröffentlicht. Mit der Teilnahme erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.
Mehr Infos zum Buch findet ihr in meiner Rezension und bei Amazon.

Montag, 2. Oktober 2017

Dora Heldt – Wir sind die Guten



Dora Heldt – Wir sind die Guten

Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
ISBN-13: 978-3423261494














Ein Jahr ist vergangen, seit der ehemalige Polizeichef Karl Sönnigsen zusammen mit seinen Freunden der Westerlander Polizei geholfen hat, eine Einbruchserie zu beenden. Nun steht ein neuer Fall vor seiner Tür, in dem er sein Talent zeigen kann. Eine Frau ist verschwunden, und da sie sowohl schwarz gewohnt als auch gearbeitet hat, mag niemand zur Polizei gehen und ihr Verschwinden anzeigen. Gut, dass es Karl und seine Rentnergang gibt. Und da die Polizei gerade in einem rätselhaften Mordfall ermittelt, kann er ungestört die Ermittlungen aufnehmen.

Schon der erste Fall der Rentnergruppe hat mir letztes Jahr gut gefallen. Es ist kein typischer Krimi, eher lustig und liebenswert, die Reihe lebt von den schrulligen Personen und nicht unbedingt von der Krimihandlung. Wobei sich dieser zweite Fall meiner Meinung nach als stärker erweist als der erste. Er ist komplexer, die Spannung bleibt länger oben. In erster Linie ist aber auch „Wir sind die Guten“ vor allem sehr unterhaltsam. Das liegt an den liebenswerten Figuren und an den Verwicklungen untereinander.

Während Polizistin Maren mit ihren Kollegen im Fall eines unbekannten Toten ermittelt, sind ihr Vater Onno, ihr Patenonkel Karl und die Freunde Helga, Inge und Charlotte im Fall der verschwundenen Sabine Schäfer unterwegs. Das ist ganz schön verzwickt, denn weder Maren noch die Männer von Charlotte und Inge dürfen etwas von den Ermittlungen mitbekommen. Sabine war nämlich Putzfrau, die auch bei Inge und Charlotte schwarz gearbeitet hat. Und das, wo ihre Männer gerade eine Kampagne gegen Schwarzarbeit auf Sylt beginnen…

Eigentlich gibt es diesmal also drei Ermittlerteams und Fälle auf Sylt, die erst nebeneinander her ermitteln, irgendwann aber auf Verbindungen treffen. Müssen Charlotte und Inge ihren Männern die Schwarzarbeit beichten? Und muss Karl mit der Polizei zusammenarbeiten?

Das sollte jeder, der gemütliche Krimis mit Charme und Lokalkolorit mag, selbst herausfinden. Kommt mit nach Sylt, trefft auf altbekannte Figuren, fiebert mit bei den verschiedenen Fällen und habt einfach Spaß, wenn die unorthodoxe „SOKO Gartenbau“, wie sie sich nennt, ermittelt.

Dora Heldts Krimis sind vielleicht keine typischen Kriminalromane, machen aber einfach total viel Spaß. Und auch die Spannung kommt nicht zu kurz, auch wenn sie zumindest für mich nicht im Mittelpunkt steht.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Juli Stern – Magie und Schokolade

Juli Stern – Magie und Schokolade
  • Format: Kindle Edition
  • Seiten: 247 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l. (später auch bei den anderen Anbietern)
  • ASIN: B075VV3THZ






Die Illustratorin Nu weiß schon lange, dass sie nicht ganz normal ist – schließlich spricht sie mit Tieren und Elektrogeräte haben in ihrer Gegenwart die Tendenz, kaputt zu gehen. Bisher hat sie sich darüber nie viele Gedanken gemacht. Das ändert sich, als sie sich für den Sommer in einem Cottage im Harz einmietet, direkt neben ihrer Freundin und Café-Besitzerin Anna. Einen besseren Platz kann es für eine Schokoladensüchtige eigentlich nicht geben, zumindest für eine Weile, denn Nu hält es nirgends lange aus.
Statt auf Ruhe zum Arbeiten trifft Nu allerdings auf zwei attraktive Männer, verletzte Tiere und einige Geheimnisse. Und so macht sie sich auf die Suche nach Wilderern und ihrer Herkunft. Und natürlich immer wieder nach Schokolade!

Das Buch rund um die magisch begabte Illustratorin Nu spielt im Harz in der Gegend, in der auch Kristina Günaks Bücher rund um die Erdhexe Eli spielen, die prompt auch einen Gastauftritt bekommt. Es spielt also in der gleichen magischen Welt, hat ansonsten aber nichts mit Eli und ihren Weltrettaktionen zu tun. Nu hat ihre ganz eigenen Probleme und Geschichten.
Auf einmal muss sie herausfinden, woher ihre Magie kommt. Ist sie eine Hexe? Oder etwas ganz anderes? Wie findet man das heraus? Und wie stoppt man Wilderer, die gefährliche Fallen aufstellen?
Dann ist da noch das Problem mit den zwei Männern, einer unnahbar, der andere liebenswürdig, beide attraktiv, beide irgendwie anziehend. Welcher ist der richtige für eine Affäre? Und will Nu überhaupt eine Affäre? In Kürze ist sie ja sowieso wieder weg.

Ich war total schnell in die Geschichte eingetaucht, verschwunden in der Welt der Hexen und der Magie. Nu hat es mir da sehr einfach gemacht, sie ist einfach herrlich unkompliziert und sympathisch, voller Humor und Sarkasmus, mit dem Herz auf dem rechten Fleck.
Da ich sie sofort in mein Herz geschlossen habe, wollte ich dann natürlich auch wissen, was es mit ihr und ihrer Magie auf sich hat, und die sympathischen Tiere, die man zum Teil dank Nus Unterhaltungen ja auch etwas besser kennenlernt, sollten natürlich auch gerettet werden. Und so flog ich nur so durch die Seiten, wollte das Buch nicht aus der Hand legen und merkte kaum, wie die Zeit verging.

Wer Kristina Günaks Elinore Bevent mag, der wird auch mit Juli Sterns Nu Spaß haben. Und wer beides noch nicht kennt, der sollte dem Genre Magic Chic unbedingt eine Chance geben.

Für mich ist „Magie und Schokolade“ die perfekte Lektüre zum entspannen und abschalten, ein Buch zum Wohlfühlen, das Lust auf mehr macht! Ich hoffe doch sehr, dass die Geschichte fortgesetzt wird, denn Nu hat längst nicht alle Geheimnisse ergründet und alle Abenteuer erlebt. 

Samstag, 30. September 2017

#WirliebenHörbücher Tag 8 - 5 Bücher/Reihen, die vertont werden sollten

Heute ist der letzte Tag unserer Hörbuchwochen. Aber natürlich wird sich in unserer Facebookgruppe #WirliebenHörbücher weiter über Hörbücher ausgetauscht. Wir freuen uns über jeden, der dazu stößt und Tipps gibt!

Am letzten Tag ist das Thema 5 Bücher/Reihen die unbedingt vertont werden sollten.

Ich habe mal gestöbert, welche meiner Lieblingsbücher nicht vertont sind.

Das erste, was mir sofort einfiel, sind "Die Chroniken der Weltensucher" von Thomas Thiemeyer.

Band 1, 2 und 3 sind tatsächlich als Hörbuch erschienen und wirklich grandios von Dietmar Wunder gesprochen. Überzeugt euch gerne selbst davon, bei Audible findet ihr Hörproben von Band 2 und 3.
Leider wurden Band 4 und 5 nicht mehr vertont. Dabei ist die ganze Reihe so toll und wirklich auch grandios gelesen!



Von Gabriella Engelmann gibt es inzwischen einige Hörbücher, ihre letzten Werke wurden vertont und gerade in Strandfliederblüten muss ich unbedingt einmal hereinhören, ich glaube, das möchte ich auch noch als Hörbuch haben. Ihr Föhrroman "Sommerwind" ist aber leider nicht vertont.









Sehr begeistert bin ich von der Kinderbuchreihe Club der Heldinnen von Nina Weger.

Die ist glücklicherweise tatsächlich als Hörbuch vertont, bei Audible findet ihr Hörproben. So ganz passt die Reihe also nicht in diese Aufzählung. Aber tatsächlich hätte ich so viel lieber Hörspiele von der Reihe, das wäre so toll!





Sehr viel Spaß hatte ich letztes und vorletztes Jahr mit den beiden Büchern von Jana Herbst. Die witzigen und actionreichen Liebesromane "Highheels, Herz & Handschellen" und "Der Agent, meine Tochter & ich" wären als Hörbuch sicher auch klasse!








Sehr gut vorstellen könnte ich mir auch eine Vertonung von "Ein Sommer fürs Leben" von Katie Jay Adams. Dieser Liebesroman wär auch gehört sicher klasse!






Ja, das wären sie also, die Bücher, die mir spontan einfielen, die ich gerne hören würde. Und damit enden also unsere Hörbuchwochen. Ich hoffe natürlich, ihr hattet genauso viel Spaß wie wir. Und schaut wie gesagt gerne in der Facebookgruppe vorbei, da findet ihr Links zu den Beiträgen de anderen Teilnehmer und könnt natürlich auch selbst mitdiskutieren.


Vielen Dank an Audible für die Unterstützung der Aktion!

Dienstag, 26. September 2017

#WirliebenHörbücher Tag 5 - Meine 3 momentanen Lieblingshörbücher


Am heutigen Tag geht es bei der Hörbuchaktion rund um Lieblingshörbücher.


Das Thema finde ich gar nicht so einfach. Wie soll ich mich denn auf 3 Lieblingshörbücher festlegen? Ich habe dann einfach einmal durch mein CD-Regal geschaut und überlegt, welche Hörbücher mir besonders in Erinnerung geblieben sind, welche ich gerne noch einmal hören würde, und heraus kam folgende Wahl:



Erlend Loe - Doppler
gelesen von Andreas Fröhlich

Dieses Hörbuch zog nach einer Empfehlung von Freunden im März 2010 bei mir ein. 
Die Geschichte ist sehr speziell, es geht um einen 40jährigen Geschäftsmann und Familienvater, der genug von seinem Leben hat und in den Wald zieht. Dort freundet er sich mit einem Elchkalb an.
Ich muss es unbedingt mal wieder hören und mich von Andreas Fröhlich in die Welt von Andreas Doppler entführen lasen. Mich hat das Hörbuch damals dazu gebracht, mich nach weiteren Werken von Erlend Loe umzuschauen.
Ihr seid neugierig? Bei Audible findet ihr eine Hörprobe. 



Ivar Leon Menger - Darksidepark

Lieblingshörbuch 2 habe ich ungefähr zur gleichen Zeit für mich entdeckt. Und eigentlich ist es kein einzelnes Hörbuch, es sind gleich 18, geschrieben von verschiedenen Autoren, gesprochen von verschiedenen Hörbuchsprechern.
Ivar habe ich durch seine Hörspielserie Dodo, die leider nie beendet wurde bzw. nur als Buch und nicht als Hörspiel, in mein Herz geschlossen. Thriller sind eigentlich so gar nicht meins, aber trotzdem wollte ich diese Reihe probieren. Und habe sie geliebt. Ich muss inbedingt irgendwann einmal alle 18 Folgen direkt hintereinander hören, es gibt bestimmt noch viel zu entdcken in Porterville, der STadt, die ein dunkles Geheimnis birgt, wo Menschen verschwinden, andere Auftauchen und man niemals seinen Kühlschrank öffnen sollte, wenn man alleine ist.
Die skurillen Mystery-Geschichten sind verwirrend und faszinierend zugleich. Und wenn ich dann irgendwann den Darkside Park noch einmal gehört habe, dann muss ich unbedingt Porterville anschließen und tiefer eintauchen in die Stadt, deren Motto „Pflücke den Tag wie eine reife Frucht, aber drücke niemals den Knopf des 56. Stockwerks“ ist.

Anna Ruhe - Mount Caravan: Die fantastische Reise im Nimmerzeit-Express
gelesen von Mark Bremer

Mount Caravan ist eine Abenteuergeschichte ab 10, die mir total viel Spaß gemacht hat. Ich will gar nicht so viel darüber verlieren, könnt ihr meine Meinung doch in meiner Rezension  nachlesen.
Ich hoffe immer noch darauf, dass es eine Fortsetzung geben wird. Ich möchte zurück in diese magische Welt!
Ihr könnt bei Audible ja mal hereinschnuppern, ob ihr auch mal mit dem Nimmersat-Express fahren wollt.


Und in der #WirliebenHörbücher-Facebookgruppe findet ihr die Links zu weiteren Blogartikeln mit Hörbuchtipps. Schaut doch mal vorbei.

Vielen Dank an Audible für das unterstützen unserer Hörbuchwochen!

Sonntag, 24. September 2017

Ann-Kathrin Karschnick – Der Fluchsammler

Ann-Kathrin Karschnick – Der Fluchsammler

  • Taschenbuch: 306 Seiten
  • Verlag: Papierverzierer Verlag
  • ISBN-13: 978-3959629065













Elisabeth arbeitet als Streetworkerin, ist Sozialpädagogin mit ganzem Herzen und liebt es, mit Menschen umzugehen und ihnen zu helfen. Das alles ändert sich, als sie von einem Hexer verflucht wird. Jeder, den sie berührt, stirbt. Und so igelt sie sich in ihrer Wohnung ein und bringt trotzdem immer wieder Leute in Gefahr.
Eines Tages steht auf einmal ein junger Mann vor ihrer Tür. Vincent behauptet, er könnte ihr helfen. Aber kann sie ihm trauen?

Der Fluchsammler ist der erste Romantasy-Roman von Ann-Kathrin Karschnick. Er spielt in unserer Zeit und unserer Welt, allerdings gibt es in dieser Welt einige wenige Hexen. Ein Hexer hat Elisabeth verflucht, eine weitere Hexe, Magda Hiller, versucht ihr zu helfen.
Ich war sofort in der Geschichte drin, sie ließ sich total schnell lesen. Die Hauptfiguren waren mir gleich sympathisch, vor allem Vincent, den Fluchsammler, und die etwas verschrobene Hexe Magda habe ich gleich in mein Herz geschlossen.
Manches in dieser Geschichte war vorhersehbar, einiges hat sich tatsächlich genau so entwickelt, wie ich das schon relativ früh vermutete, und doch gab es immer wieder unerwartete Wendungen. Und vor allem am Ende gab es eine Sache, mit der ich nie gerechnet hätte, eine Wendung, die mich total überrascht hat. Und so blieb der Spannungsbogen trotz mancher vorhersehbaren Handlung oben.
Mich hat die Geschichte wirklich sehr gut unterhalten, ich habe mit Elisabeth und Vincent mitgefiebert, mitgelitten, mitgehofft, ich habe die beiden wirklich sehr gerne auf ihrem Weg begleitet.

Eine Kleinigkeit blieb am Ende leider ungeklärt, sie ist nicht wirklich wichtig für die Geschichte, aber mich hätte sie trotzdem sehr interessiert. Allerdings macht mir genau das Hoffnung, dass es eine Fortsetzung der Geschichte geben wird. Ich wäre wieder dabei, wenn die Hexe Magda Hiller Verfluchten hilft! 

#WirliebenHörbücher Tag 4 - Lieblingssprecher: Mark Bremer


Heute dreht es sich bei unserer #WirliebenHörbücher-Aktion um das Thema Lieblingssprecher. 



Da musste ich nicht lange nachdenken, wer das ist. Denn in den letzten Jahren ist das ganz eindeutig Mark Bremer geworden!

2015 erschienen die ersten Hörbücher von Mark Bremer im Rubikon Audioverlag, einen Verlag, den er zusammen mit Uta Bremer gegründet hat. Zu diesem Zeitpunkt wurde ich auf diesen vielseitigen Sprecher aufmerksam und seine Hörbücher gehören inzwischen zu meinen liebsten. Er liest einfach unglaublich lebhaft und seine Stimme ist sehr wandelbar.

(c) Sandra Hoever
Wahrscheinlich habe ich Mark Bremer schon vorher oft gehört, schließlich arbeitet er schon seit Mitte der 90er als Sprecher von Hörbüchern und Hörspielen und ist auch als Sprecher von Dokumentationen und als Synchronsprecher aktiv. 
Bewusst wahrgenommen habe ich seine Arbeit aber wie gesagt erst, seit es den Rubikon Audioverlag gibt, und da konnte er mich bisher in allen von mir gehörten Werken überzeugen. Als Weihnachtsmann in der Weihnachtsmann-Verschwörung konnte er mich genauso unterhalten, wie in Thomas Thiemeyers Trilogie „Evolution“ und in allen weiteren von mir gehörten Werken - Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene, alle kommen authentisch herüber.

Mark Bremer hat eine wirklich sehr angenehme Erzählstimme, ich könnte ihm stundenlang zuhören. Und genau das tue ich also regelmäßig und zum Glück warten noch ein paar seiner Hörbücher auf meinem Stapel ungehörter Hörbücher und Mark sorgt auch immer wieder für Nachschub.

Mark Bremer ist übrigens nicht nur unglaublich talentiert, sondern auch sehr sympathisch, davon konnte ich mich letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse überzeugen und auch dieses Jahr ist ein Treffen mit ihm und Uta Bremer Pflicht.
Außerdem war er sofort bereit, mir kurzfristig ein paar Interviewfragen zu beantworten, damit ich ihn euch noch besser vorstellen kann.

Hallo Mark,
vielen Dank, dass du dich zu diesem kurzfristigen Interview bereit erklärt hast.
Als ich für meinen Artikel über dich recherchiert habe, habe ich festgestellt, dass ich dich bzw. deine Stimme vermutlich schon viel länger kenne und viel öfter gehört habe, als mir bewusst war. Schließlich sprichst du auch Magazine und Dokumentationen.
Wie viel deiner Arbeitszeit nimmt denn die Arbeit an Hörbüchern ein und wie viel die Arbeit für Fernsehproduktionen?

Das Verhältnis ist mittlerweile ziemlich ausgeglichen. Das hängt aber damit zusammen, dass der Tag nur 24 Stunden hat. Zu wenig, wie ich finde - der Antrag auf 48 Stunden läuft noch… Tagsüber bin ich meistens für das Fernsehen unterwegs. Das ist über die Jahre so gewachsen und auch der Kern meiner beruflichen Arbeit. Nach „Feierabend“ setze ich mich dann an die Hörbücher. Man muss dazu sagen, dass ich durch den Medienberuf zuhause ein Studio habe und vieles eben auch dort erledigen kann. Vor meiner Sprechertätigkeit habe ich auch schon Hörbücher für andere Verlage als Produzent umgesetzt, ich kenne das Medium also sehr gut von beiden Seiten. So können wir als Rubikon Audioverlag“ das Meiste aus einer Hand anbieten.

Was macht dir denn mehr Spaß? Oder ist es die Mischung und Abwechslung, die deinen Beruf als Sprecher ausmacht?

Um es mit einem Hörfunkslogan zu sagen: Der Mix macht`s. Ich möchte auch gar nicht beide Tätigkeiten gegeneinander abwägen. Sprechen macht mir einfach Spaß! Da sind die unterschiedlichen Anforderungen schon sehr reizvoll. Bei den Dokumentationen muss man eine Geschichte authentisch und glaubhaft erzählen und dabei die Zeitvorgaben des Filmes einhalten. Auch auf eine schnelle Umsetzung unbekannter Texte kommt es hier an. Zusammen mit dem Redakteur feilt man da noch an Stimmung und Tempo. Im Synchronstudio ordne ich mich ganz der zu spielenden Rolle unter und versuche dem Original so nahe wie möglich zu kommen, da macht sich meine Schauspielausbildung bezahlt. Beim Fernsehen muss man in Livesituationen Nerven beweisen.  In der Werbung feiert man das Produkt und kann stimmlich schon mal etwas dicker auftragen. Und bei Hörbüchern wiederum ist man ganz allein mit sich und der Geschichte und versucht sie zum Leben zu erwecken. Bei dieser Abwechslung wird es wirklich nicht langweilig.

Wie kam es überhaupt dazu, dass du Sprecher wurdest? War das schon immer ein Traum von dir?

Das steckt ganz tief in mir und fing schon früh an. Bereits in der Grundschule habe ich Bücher laut gelesen und auf Kassette (Das sind die Plastikdinger, die es vor den CDs gab) aufgenommen. Das Wort „Hörbuch“ war damals noch gar nicht erfunden. Das ist schon komisch – während andere vielleicht eine Leidenschaft fürs Singen entwickeln, war es bei mir eben das Sprechen. Befeuert wurde das bestimmt auch durch die damals aufkommenden Europa-Hörspiele. Das dies auch ein Beruf sein kann, war mir damals noch nicht bewusst. So entschied ich mich später zum Hörfunk zu gehen. Während meines Volontariats rückte das Sprechen dann immer mehr in den Vordergrund. Mehrere Jahre habe ich parallel Sprechunterricht genommen und war auf der Schauspielschule. Dann machte sich meine damalige Ausbilderin mit einem Hörbuchverlag selbstständig und ich war verantwortlich für die Produktion. Es war für das neue Medium in den 90igern aber zu früh und nach einigen Jahren konzentrierte ich mich erstmal ganz aufs Sprechen.

Du bist seit vielen Jahren als Sprecher in Hörspielen und von Hörbüchern aktiv. Seit einigen Jahren hast du mit Rubikon auch einen eigenen Verlag. Wie kam es dazu?

Das Hörbuch hat mich seit den 90igern als Medium begleitet und ich bin natürlich auch selbst leidenschaftlicher Hörer. Neben den Auftragsarbeiten für die großen Verlage war auch der Wunsch da, inhaltlich mehr Verantwortung zu übernehmen. Das geht aber nur mit einem eigenen Verlag. Also haben Uta und ich ihn relativ zügig zusammen gegründet, noch ohne genau zu wissen, wohin uns das führen würde. Zuerst waren etwa fünf Novitäten geplant. Das tolle Angebot von den Verlagen hat uns aber dann etwas überwältigt und es wurden dann im ersten Jahr 10.

Hörst du selber gerne Hörbücher? Kannst du sie überhaupt entspannt hören ohne automatisch die Sprecherleistung zu analysieren und zu überlegen, ob du als Sprecher etwas anders machen würdest?   

Ich liebe Hörbücher und höre im Auto gar keine Musik mehr. Es ist toll in die Geschichten einzutauchen und sich nur von der Stimme mitreißen zu lassen. Stimmen werden subjektiv sehr unterschiedlich wahrgenommen und ich habe natürlich auch meine Lieblingssprecher. Das lasse ich dann einfach wirken und schalte völlig um auf „Hörer“. Bei eigenen Produktionen sieht es etwas anders aus: Ich mache auch einen Teil unseres Qualitätsmanagements selber und da analysiere ich pausenlos. Wenn ich es dann aber vergesse und selbst in die Geschichte eintauche, dann weiß ich, dass es stimmig ist – andernfalls wird nachgebessert.

Kannst du uns schon etwas darüber verraten, in welchen Werken wir dich in nächster Zeit hören werden? Gibt es besondere Herzensprojekte von dir, die uns erwarten? Geschichten, die wir uns auf keinen Fall entgehen lassen sollten?

Nach dem Hörbuch ist vor dem Hörbuch, es geht zum Glück immer weiter. Ich sitze gerade in der Endfertigung von „Zeitkurier“ (Wesley Chu), welches Anfang Oktober erscheinen wird. Dann darf ich eine tolle Produktion im Auftrag von Random House Audio vertonen. Dann werden wir das neue Buch von Cixin Liu vertonen, und Uta kümmert sich um das neue Buch von Anna Ruhe und ein anderes, tolles Jugendbuch, welches bei ARENA erscheinen wird. Im Januar startet bei uns der neue Rainer Wekwerth, in Zusammenarbeit mit Thariot – es wird also wirklich nie langweilig.

Ich danke dir für das Interview und freue mich schon auf unser Treffen auf der Frankfurter Messe!

Und wer noch nichts von Mark Bremer gehört hat, der sollte unbedingt einmal in eines seiner Hörbücher hereinhören! Das geht auf der Homepage des Verlags und natürlich auch bei Audible
Vielen Dank an Audible für das unterstützen unserer Hörbuchwochen!

Mittwoch, 20. September 2017

Cara Lindon - Herbstfunkeln

Cara Lindon -Herbstfunkeln


Taschenbuch: 314 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN-13: 978-1973767763








Alys ist fast 30 als sie nach Cornwall in das Dorf ihrer Jugend zurückkehrt. Eigentlich wollte sie hier nie leben, aber dann ist es doch eine gern genommene Zuflucht, nachdem sie Mann und Job verloren hat.
Im Cottage ihrer verstorbenen Großmutter igelt sie sich ein und findet nur langsam ins Leben zurück. Hilfe hat sie dabei von ihren beiden besten Freundinnen Bree und Chesten. Und von ihrem Kater Helyer, einem griesgrämigen Tier, das niemand wollte und das nur bei ihr landet, weil es der letzte Wunsch ihrer Großmutter war, dass sie eine Katze bei sich aufnimmt.
Als auf einmal zwei Männer sich für sie interessieren, ist Alys ein wenig überfordert. Eigentlich hatte sie erst einmal genug von Männern. Aber vielleicht ist einer der zwei ja der Mann fürs Leben?
Ich mag England, vor allem Cornwall, sehr gerne und habe mich auf einen Liebesroman vor dieser wunderschönen Kulisse gefreut. Außerdem klang das mit dem griesgrämigen Kater irgendwie lustig. Das war es dann tatsächlich auch, wobei, besser als der Kater ist eigentlich der hyperaktive Hund, der vorkommt und immer wieder für ungeplante Vorkommnisse sorgt. Die Tiere haben der Geschichte auf jeden Fall Leichtigkeit, lustige Momente und viel Charme gegeben. Wer Tiere mag, kommt hier auf seine Kosten, zumal Alys Freundin Chesten auch noch Tierärztin ist.
Die drei Freundinnen habe ich auch sofort in mein Herz geschlossen. Vor allem Bree mochte ich sehr und ich freue mich schon auf ihre Geschichte!
Die Liebesgeschichte hat sich für mich fast ein wenig zu sehr gezogen bzw. entwickelte sich etwas zu lange in die falsche Richtung, so dass ich Alys manchmal gerne geschüttelt hätte. Aber am Ende bekommt sie zum Glück die Kurve.
Insgesamt ist es ein schöner Liebesroman vor einer fantastischen Kulisse, der einen vor allem durch seine tierischen Charaktere immer wieder zum Lachen und Schmunzeln bringt.
Eine volle Empfehlung für Cornwall- und Tierfans!
Auch wenn dieser Band manchmal einige Längen hatte, so freue ich mich doch auf die Fortsetzung der Geschichte. Ich möchte zurück nach Cornwall mit Tee und Schokolade, und bin gespannt auf die Geschichten von Chesten und Bree!

Montag, 18. September 2017

#WirliebenHörbücher Tag 1 - So fing alles an...





Heute beginnen die Hörbuch-Wochen der #wirliebenhörbücher –Facebookgruppe. Zusammen mit einigen anderen Bloggern habe ich diese Gruppe ins Leben gerufen, um mich mit euch über Hörbücher, Sprecher und alles Mögliche andere rund um Hörbücher auszutauschen. Die Gruppe soll einen lebendigen Austausch zu dem Thema ermöglichen. Und als Einstieg berichten wir euch also die nächsten zwei Wochen über verschiedene Themen. Ich bin nicht an allen Tagen dabei, aber ihr werdet in den nächsten 2 Wochen mehrere Beiträge rund um Hörbücher von mir lesen und in der Facebookgruppe findet ihr dann die Links zu all den anderen tollen Beiträgen.



Als erstes Thema haben wir „So fing alles an…“ gewählt. 

Ich musste nicht lange nachdenken, um mich zu erinnern, wie alles bei mir anfing. So lange höre ich nämlich noch gar keine Hörbücher, genauer gesagt erst seit Ende 2008. Als Kind habe ich Hörspiele gehört, wie wohl  fast jedes Kind meiner Generation. Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg begleiteten mich durch die Kindheit, mein Lieblingshörspiel war „Julchen und die Zaubermaus“, das ich wohl des Namens wegen geschenkt bekam.
Aber nachdem ich dem Alter des grauen Elefanten und der kleinen Hexe entwachsen war, hörte ich nichts mehr. Meine Bücher las ich lieber.

Oliver Rohrbeck auf der Frankfurter Buchmesse 2010
Ich kam gar nicht auf die Idee, dass Hörbücher etwas für mich sein könnten. Doch dann kam die Frankfurter Buchmesse 2008. Ich war dort mit einigen Freunden, die begeisterte Hörbuch- und vor allem auch Hörspielfans waren. Ich selber war ja nie Fan der ???. Aber meine Freunde waren große Fans, und so landete ich bei einer Veranstaltung mit Oliver Rohrbeck, der zusammen mit Kevin Brooks dessen neues Buch „Kissing the Rain“ vorstellte. Kevin Brooks kannte ich vorher nicht, und von Oliver Rohrbeck eigentlich nur den Namen. Aber beide kamen sehr sympathisch herüber und ich hatte viel Spaß bei der Veranstaltung. Ich verließ die Messe trotzdem ohne das Hörbuch, aber es ging mir nicht mehr aus dem Kopf. 

Und so zog Mitte November 2008 das Hörbuch bei mir ein. Ich habe es total fasziniert gehört.

Kevin Brooks, von dem ich danach einige Bücher gelesen habe, hat einen besonderen Stil. Etwas abgehackt, wiederholend, irgendwie faszinierend. Ich kann verstehen, wenn man nichts mit seinen Werken anfangen kann, aber ich habe sie in mein Herz geschlossen. 
Und gerade in der Umsetzung von Oliver Rohrbeck fand ich „Kissing the Rain“ grandios. Ich bin mir nicht sicher, ob mir die Geschichte auch als Buch gefallen hätte. Das Besondere ist nämlich, dass die Geschichte so lebendig und atmosphärisch durch Oliver Rohrbeck wird. Er klingt wirklich wie der Junge, der die Hauptperson der Geschichte ist. 

Es geht in dem Buch um Mike, einen Jugendlichen, der ein Außenseiter ist und seine Freizeit allein auf einer Autobahnbrücke verbringt. Tag für Tag beobachtet er dort die Autos, bis er eines Tages einen Unfall und einen Mord beobachtet. Ab dem Tag wird alles anders für ihn.

Schon bei der Lesung war ich fasziniert von Oliver Rohrbecks Imitationen der Autogeräusche.

Ab dem Moment war ich also Fan von Hörbüchern. Ich lese immer noch öfter, als dass ich höre und ich höre mehr Hörspiele als Hörbücher, aber ein paar Hörbücher im Jahr müssen sein und ich finde, es gibt Bücher, die sind als Hörbuch sogar noch besser als selbst gelesen.

Hört ihr auch gerne Hörbücher? Wisst ihr noch, womit bei euch alles anfing?

Wenn ihr neugierig auf „Kissing the Rain“ geworden seid, dann könnt ihr natürlich bei Amazon in das Hörbuch hereinhören. Vielleicht ist diese besondere Geschichte ja auch etwas für euch.

Weitere Hörbücher vom grandiosen Oliver Rohrbeck findet ihr natürlich bei
Audible.

Vielen Dank an Audible für das unterstützen unserer Hörbuchwochen!

Donnerstag, 14. September 2017

Rosita Hoppe – Glück am Meer


Rosita Hoppe – Glück am Meer

 Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag:
CW Niemeyer Buchverlage GmbH
ISBN-13: 978-3827194787















Jule Petersen geht voll und ganz in der Arbeit in ihrer kleinen Pension auf Amrum auf. Männer sind in ihrem Leben kein Thema mehr, seit sie ihre große Liebe verloren hat. Sie ist zufrieden mit dem Leben so wie es ist. Wenn sie nur nicht finanzielle Sorgen hätte, irgendwie laufen die Buchungen in diesem Winter noch schleppender als sonst. Da kommt ein Langzeitgast wie gerufen, auch wenn sie dafür einen Besuch bei ihrer Freundin absagen muss.

Ben möchte sich auf Amrum erholen. Einmal richtig ausspannen und die Ruhe genießen, ehe er beruflich ans andere Ende der Welt muss. Die Pension von Jule scheint da ideal.

Für Jule ist Ben wirklich die Rettung in der Not. Aber schnell wird er viel mehr für sie. Da ist diese unglaubliche Anziehung zwischen ihnen, die beide eigentlich nicht zulassen wollen. Doch das Kribbeln lässt sich nicht verleugnen. Hätte eine Beziehung überhaupt eine Chance? Sind die beiden bereit, sich auf einen anderen Menschen einzulassen? Die Liebesgeschichte steht unter keinem wirklich guten Stern…

 Als großer Fan der nordfriesischen Inseln habe ich mich auf die Reise nach Amrum gefreut. Wenn ich gerade schon nicht wirklich hinfahren kann, dann wenigsten literarisch.
Und Amrum im Winter hat mich gleich verzaubert.

Die Protagonisten waren mir sofort sympathisch. Jule kam bereits in dem Buch „Küsse am Meer“ vor, das steht bei mir noch auf der Leseliste, notwendig ist die Kenntnis dieses Romans aber auf keinen Fall, im ersten Band geht es eher um Jules Freundin Pauline und um Jules Vorgeschichte, alles, was man wissen muss, erfährt man auch im aktuellen Buch.

Jule ist eine fröhliche aber auch verletzliche Frau, vorsichtig, mit Prinzipien und voller Emotionen. Manchmal aufbrausend und immer sehr authentisch. Ich habe sie regelrecht vor mir gesehen und sie hat mich oft zum Schmunzeln gebracht.
Ben dagegen ist einfach super attraktiv und total lieb und freundlich. Man muss ihn in sein Herz schließen!

Die Geschichte zwischen den beiden entwickelt sich langsam und glaubwürdig. Natürlich kommt es, wie in Liebesromanen üblich, immer wieder mal zu Missverständnissen. Was mich aber total begeistert hat, ist, dass diese Missverständnisse recht zeitnah ausgeräumt werden. Aussprachen werden nicht über ewig viele Seiten verschoben, Missverständnisse werden dadurch nicht übermäßig dramatisiert. Die ganze Geschichte ist einfach wie aus dem Leben gegriffen und man hat das Gefühl, man hört einer Freundin zu.

Mir hat die Reise auf die winterliche Insel Amrum wirklich viel Spaß gemacht. Rosita Hoppe ist es gelungen, das Nordseefeeling mit einer schönen Liebesgeschichte zu verbinden, in der Landschaftsbeschreibung und Inselambiente im gleichen Maße wie die Charaktere und ihre Entwicklung überzeugen.

Ich werde die Vorgeschichte „Küsse am Meer“ auf jeden Fall noch lesen und freue mich auf eine weitere Reise ans Meer und in die Pension Jule!

Dienstag, 5. September 2017

Thomas Thiemeyer - Evolution - Die Quelle des Lebens



Thomas Thiemeyer - Evolution - Die Quelle des Lebens

MP3 CD: 603 Minuten
Verlag:
Rubikon Audioverlag
ISBN-13: 978-3945986479
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre






Die Freunde sind bis auf Katta in der Biosphäre angekommen und in Sicherheit. Allerdings liegen Lucie und der Squid im Koma.
GAIA, die oberste Instanz der Biosphäre, bietet den Freunden ein neues Leben in Sicherheit an. Doch während sie versuchen, herauszufinden, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, wieder in ihre Zeit zurückzuspringen, stoßen sie auf Pläne, die sie dazu zwingen, sich noch einmal zu entscheiden, auf welcher Seite sie stehen. Es kommt zu einem letzten Kampf, der über das Fortbestehen der Menschheit entscheiden kann.

Ich war gespannt auf das Ende der Trilogie. Seit Band 1 habe ich darüber nachgedacht, wie es wohl endet. Springen die Jugendlichen zurück in ihre Zeit? Geht das überhaupt? Wie sollten sie da erklären, was passiert ist? Aber wie kann es ein Happy End geben, wenn sie nicht zurück kommen? Kann es dann überhaupt ein Ende geben, das mich als Leser bzw. Hörer glücklich macht?

Nun, ich will hier natürlich nicht verraten, wie die Geschichte endet, aber es ist ein Ende, mit dem ich gut leben kann. Der Weg dorthin ist wieder spannend und voller Verwicklungen und Abenteuer. Manchmal zieht es sich vielleicht ein wenig, aber nicht so, dass es mich gestört hat. Zumal Mark Bremer das Hörbuch wieder grandios spricht, ich hatte das Gefühl hautnah dabei zu sein und alles mitzuerleben. Die Figuren waren alle wieder sehr lebendig und realistisch.

Genauso spannend wie die eigentliche Handlung, der Versuch, zurückzukommen, mit all seinen naturwissenschaftlichen und technischen Details, waren auch in diesem Band wieder die Entwicklungen der Personen und ihrer Beziehungen zueinander. Eine Person konnte mich wieder mit sich versöhnen, andere habe ich noch tiefer in mein Herz geschlossen und dank der neuen Umgebung gab es natürlich auch neue Hauptpersonen, die man näher kennenlernen durfte.

Am Ende ist alles ziemlich groß, ziemlich bombastisch, aber ich empfand es nicht als zu viel, im Gegenteil, für mich war das so ein würdiger Abschluss der Trilogie.

Insgesamt ist es für mich eine empfehlenswerte Trilogie mit tollen Figuren und spannender Handlung, bei der man die Liebe des Autors zu naturwissenschaftlich-technischen Themen merkt, ohne als Leser davon überfordert zu werden. Das Einzige, womit ich etwas Probleme hatte, ist die Tatsache, dass die Jugendlichen sich total schnell mit der Ausnahmesituation abfinden und viel zu gefasst reagieren, aber das hat mir nicht den Spaß an dem Abenteuer der Jugendlichen genommen.

Die Hörbücher der Trilogie kann ich absolut ans Herz legen, denn Mark Bremer schafft es, dass man hautnah dabei ist und die Stunden beim Hören wie im Flug vergehen.

Freitag, 25. August 2017

Briggite Kanitz – Die Herzensammlerin



Briggite Kanitz – Die Herzensammlerin

Taschenbuch: 320 Seiten

Verlag:
Blanvalet Taschenbuch Verlag

ISBN-13: 978-3734102929











Laura ist Besitzerin eines Jagdschlösschens und betreibt dort ein ganz besonderes Hotel. Obwohl sie fest an die Liebe glaubt, heißt ihr Hotel ausgerechnet „Happy Scheidung“ und zusammen mit ihrem Mann, der Rechtsanwalt ist, bietet sie ihren Gästen ein Rundumpaket für Scheidungen an. Ein Wochenende im Hotel, allen Papierkram vorbereiten und Montags werden dann die Papiere unterzeichnet.

Besonders stolz ist Laura allerdings auf die Quote an Scheidungen, die nicht stattfinden. Manches Paar lässt sich am Ende des Wochenendes nämlich doch nicht Scheiden, wagt nach dem Besuch noch einmal einen Neuanfang. Daran sind Lauras herzliche Art und die Herzen, die sie im ganzen Haus verteilt – aus Holz, aus Steinen, aus Handtüchern… - sicher nicht unschuldig.

Das Hotel macht aber auch viel Arbeit, und dann sind da noch ihre pubertierende Tochter, die mitten in einer Gruftie-Phase steckt und ihre Großmutter, die immer wieder vergeblich versucht, sich umzubringen, um mit ihrem Mann wiedervereint zu sein.

Kein Wunder, dass für Lauras Mann Ralf kaum noch Zeit ist. Und so beschließt der, von alledem genug zu haben und setzt sich heimlich ab. Für Laura bricht eine Welt zusammen, aber nach und nach berappelt sie sich. Und zusammen mit ihrer Familie findet sie zurück in ihr Leben und sucht ein neues Konzept für das Hotel. Sogar zwei Verehrer hat sie ziemlich schnell. Doch was will sie wirklich?

Die Bücher von Brigitte Kanitz lese ich immer sehr gerne, weil sie so wunderbar schrullige interessante Protagonisten haben. Hier ist es vor allem die Oma, die sich mit ihrer Vorliebe für Wachholderschnaps und wirklich seltsamen Selbstmordversuchen, die seit Jahren schief gehen, total schnell in mein Herz geschlichen hat. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und hat bei mir viele Lacher ausgelöst.

Aber auch die anderen Protagonisten und ihre Entwicklung habe ich sehr gerne verfolgt. Die mitten in der Pubertät steckende Merle, die aus Prinzip gegen die Eltern und Konventionen rebelliert, die pflichtbewusste Laura, die schon früh Verantwortung übernehmen musste und der eine gewisse Leichtigkeit und Unbeschwertheit fehlt, ihre Schwester Nina, die das genaue Gegenteil ist und sich auf nichts im Leben festlegen möchte, sie alle sind sehr verschieden aber auf ihre Weise sehr liebenswürdig.

Die Geschichte spielt in der idyllischen Lüneburger Heide und bietet so wunderschöne Landschaftsbeschreibungen neben tiefgründigen Gesprächen und vielen witzigen Momenten. Eine tolle Mischung, die mich gut unterhalten hat.

Keine super anspruchsvolle aber eine sehr unterhaltsame Sommerlektüre, die ich weiterempfehlen kann. Bücher von Brigitte Kanitz machen einfach immer wieder Spaß!

Mittwoch, 2. August 2017

Kristina Günak – Das Erbe der Dunkelheit


Kristina Günak – Das Erbe der Dunkelheit
Format: eBook
Seiten: 344 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B074DXM3V









Charlotte Sanders war schon immer besonders. Sie hat gelernt damit zu leben, dass sie mehr wahrnimmt als andere. Warum das so ist, weiß sie allerdings nicht. Bis sie auf ihren Chef Luka van Dyke trifft. Schnell merkt sie, dass auch er anders ist. Er scheint alle Menschen um sich herum zu manipulieren, nur bei ihr klappt das nicht. Und auch wenn sie weiß, dass sie eigentlich Angst vor ihm haben sollte, fühlt sie sich zu ihm hingezogen.
Dann überschlagen sich die Ereignisse und plötzlich ist nicht nur Charlottes Leben sondern die ganze Welt in Gefahr.
Ich war gespannt auf den Vampirroman von Kristina Günak. Ich lese eher selten Vampirbücher, aber hier war ich wirklich neugierig. Mir war klar, er würde anders sein als die anderen Werke der Autorin, aber da ich alles, was ich von ihr gelesen habe, bisher sehr gemocht habe, war ich zuversichtlich, dass ich auch ihre Vampire mag.
Und so ist es auch. Das Buch ist anders als Kristinas anderen Werke, keine Frage, aber dann irgendwie auch wieder nicht. Die Geschichte ist aktionreicher, die Handlung ist dunkler und gefährlicher, aber gleichzeitig ist da immer wieder Kristina Günaks unverkennbarer Humor. Und auch die Liebe kommt nicht zu kurz, auch wenn es definitiv kein Nackenbeißer ist.
Mir hat die Mischung sehr gut gefallen, und die Charaktere habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Charlotte war zwar am Anfang etwas unnahbar, aber sie ist eine faszinierende Frau, die ich gerne begleitet habe. Luka dagegen konnte mich gleich in seinen Bann ziehen, dunkel, abweisend und gefährlich und doch gleichzeitig sympathisch. Seine Wandlung im Laufe der Geschichte zu erleben macht einfach nur Spaß.
Die Handlung war wirklich spannend und ich hoffe sehr, dass es weitere Bände geben wird. Denn neben den beiden Hauptfiguren habe ich auch die ganzen Nebenfiguren in mein Herz geschlossen. Sehr gerne würde ich wieder auf die bunte Truppe der Vampire treffen!  

Insgesamt ist es ein Buch, dass mich total in seinen Bann gezogen hat. Charismatisch, spannend, lustig und mitreißend, ich kann es wirklich nur empfehlen! Endlich einmal keine 0815-Geschichte und Vampire, die, auch wenn sie im Prinzip zu den Guten gehören, nicht so weichgespült sind wie in vielen anderen Büchern. Bei diesem Buch sind faszinierende Lesestunden garantiert!