Mittwoch, 28. Juni 2017

Meet & Eat mit Nele Neuhaus


Montag war ein ganz besonderer Tag für mich. Ich war vom Thienemann-Esslinger-Verlag zu einem Meet&Eat mit Nele Neuhaus eingeladen. Wenige Tage zuvor war Band 6 ihrer Pferdejugendbuchreihe Elena erschienen, und das sollte jetzt gefeiert werden.


So machte ich früher Feierabend und fuhr nach Frankfurt. Kurz vor dem Herrn Franz, dem Lokal, in dem die Veranstaltung stattfand, ein übrigens wunderschönes und vor allem sehr passendes Restaurant, war es doch mal ein Pferdestall, traf ich auf Verena von Sheenas Creativworld. Wir waren eine halbe Stunde zu früh dran, und als wir gerade überlegten, ob man wohl trotzdem schon reingehen könnte, trafen Nele Neuhaus und ihr Mann ein. Nach einer herzlichen Begrüßung gingen wir dann zusammen mit Ihnen in den Innenhof des Restaurants und wurden sofort nett von den anwesenden Verlagsmitarbeitern begrüßt. Als erstes gab es einen Sektempfang und wir konnten die neuen Cover der Elena-Reihe bewundern. Außerdem gab es ausgiebig Zeit, mit Nele und den Verlagsmitarbeitern zu plaudern.

 
Nach und nach trafen die anderen Gäste ein, insgesamt waren wir keine 20 Personen, eine bunt gemischte Gruppe, die neben uns zwei Bloggern noch aus Journalisten, Verlagsmitarbeitern und Buchhändlern bestand. Gegen 19 Uhr begaben wir uns in den ehemaligen Pferdestall, in dem bereits für uns eingedeckt war. Nach der Essensauswahl (es gab jeweils 4 Gerichte als Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch zur Wahl) las Nele aus dem neuen Elena-Band. Obwohl sie eine Beerdigungsszene las, schaffte sie es, uns Zuhörer zum Schmunzeln zu bringen.

Nach der Vorspeise gab es dann die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mehr über Nele und ihren Schreibprozess zu erfahren. So erzählte sie von ihrer Liebe zu Pferden und davon, dass sie in letzter Zeit das Westernreiten für sich entdeckt hat und zwei Quarter-Horse-Fohlen gekauft hat. Schreiben kann sie nur daheim an ihrem Schreibtisch, in einem Café oder unterwegs auf Lesereise geht es nicht. Ein Jugendbuch ist dabei deutlich schneller geschrieben als ein Band ihrer Taunuskrimis, was zum einen natürlich daran liegt, dass die Krimis viel dicker sind, zum anderen aber auch daran, dass sie bei den Jugendbüchern nur sehr wenig recherchieren muss. Schließlich ist sie in der Welt der Pferde ja zu Hause.
Sehr spannend fand ich die Frage eines Buchhändlers, warum es eigentlich keine Erwachsenen-Pferdebücher gibt und ob Nele Neuhaus sich vorstellen könnte, so etwas zu schreiben.
Sie meinte, sie könnte es sich durchaus vorstellen und hat selber schon einmal darüber nachgedacht. Vielleicht dürfen wir also irgendwann auch die erwachsene Elena begleiten. Wovon Nele Neuhaus nämlich nichts hält, sind Reihen, in denen sich die Figuren nicht weiterentwickeln und 30 Bände lang 15 Jahre alt bleiben. So kam es in Band 5 zu starken Veränderungen in Elenas Leben, die einen großen Berg an Leserbriefen und –mails verursacht haben. Nicht alle Leserinnen fanden es gut, wie sich Elena und ihr Leben verändert haben, sogar ein anonymer Drohbrief mit der Drohung, die Bücher schlecht auf Amazon zu bewerten, ging bei Nele Neuhaus ein. Trotzdem hat sie sich dazu entschlossen, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, und ich finde es sehr schön, dass man Elena beim Älterwerden begleiten darf.
 
Eine tolle Neuigkeit konnte Nele Neuhuas noch verkünden, Elena wird ins Kino kommen. Momentan wird das Drehbuch für Band 1 geschrieben, im nächsten Sommer soll dann gedreht werden. Ende 2018 ist der geplante Filmstart, und für Verena und ich war gleich klar, den Film müssen wir dann sehen.
Nele Neuhaus hat berichtet, dass sie darauf achtet, dass der Film nah am Buch sein wird, so dass es hoffentlich keine enttäuschten Gesichter geben wird. Ich bin sehr gespannt!
  
Nach dem leckeren Essen und den interessanten Gesprächen signierte Nele Neuhaus fleißig. Natürlich habe ich mir meinen 6. Band signieren lassen, aber auch für euch habe ich etwas mitgebracht.
Ich darf einmal Band 1 und einmal Band 6 an euch verlosen, natürlich signiert.
Bitte hinterlasst mir einen Kommentar, für welchen der beiden Bände ihr in den Lostopf springen wollt. Gerne könnt ihr auch schreiben, warum ihr gewinnen wollt, ob ihr gerne Pferdebücher lest, Bücher von Nele Neuhaus kennt, oder was euch noch so einfällt.




Teilnehmen könnt ihr bis zum 6. Juli, meinem 4. Bloggeburtstag.
Wer mag, darf gerne eine Benachrichtigungsmöglichkeit hinterlassen, ansonsten seid Ihr selbst verantwortlich, von einem etwaigen Gewinn zu erfahren.
Der Gewinner wird in einem gesonderten Post nach der Ziehung bekannt gegeben und hat 1 Woche Zeit, sich bei mir zu melden.
Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen und ich übernehme keine Haftung, sollte der Gewinn auf dem Postweg verloren gehen.


Vielen Dank an den Thienemann-Esslinger-Verlag und an Nele Neuhaus für einen wunderschönen Abend!

Donnerstag, 15. Juni 2017

Lesung von Gabriella Engelmann am 1. Juni


Ende Mai war es endlich soweit, nach etwas über 2 Jahren ging es für mich wieder auf meine Herzensinsel Föhr.



Dieser Urlaub war eine Gelegenheit, liebe Freunde wiederzusehen, aber auch, eine Lesung von Gabriella Engelmann zu besuchen.

Die Lesung fand am 1. Juni in der Stadtbücherei in Wyk statt. Zunächst feierte ich Wiedersehen mit der Bücherei, in der ich quasi aufgewachsen bin, war ich früher in unseren Urlauben dort doch Stammgast. Es sah tatsächlich noch fast so aus wie damals.




Danach konzentrierte ich mich aber voll und ganz auf Gabriella Engelmann und ihre Lesung.
In der gut gefüllten Bücherei las sie zunächst aus ihrem aktuellen Roman Strandfliederblüten, der auf einer fiktiven Hallig ganz in der Nähe von Föhr spielt. Sie zog ihr Publikum, das bunt gemischt aus Inselbewohnern und Touristen war, schnell in seinen Bann. Sie plauderte über die Geschichte und die Recherche dazu, und auch wenn sie leider nicht selber sang, so spielte sie uns immerhin einen Teil des Songs „Bring mich zurück zu mir“ vor, der von Ticos Orchester extra für das Buch geschrieben und komponiert wurde, und das Gabriella Engelmann zusammen mit der Band eingesungen hat.

Am Ende las sie noch den Anfang ihrer Kurzgeschichte „Föhrer Glükskekse“ und entführte uns somitdirekt nach Föhr.




Anschließend stand Gabriella Engelmann natürlich noch für Signaturen und Fotos zur Verfügung.

Vielen Dank an Gabriella Engelmann, die Wyker Stadtbücherei und die Wyker Buchhandlung für den schönen Abend. Schon jetzt freue mich auf die nächste Lesung von Gabriella, die ich besuchen werde, gerne auch wieder auf Föhr. Spätestens zum neuen Föhrroman in 2 Jahren wird es hoffentlich wieder klappen mit mir, meiner Lieblingsinsel und einer Lesung!



Freitag, 9. Juni 2017

Katharina Herzog - Immer wieder im Sommer



Katharina Herzog – Immer wieder im Sommer

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

ISBN-13: 978-3499291111











Seit 5 Jahren ist Anna von Max, ihrem besten Freund aus Jugendtagen, geschieden. Trotz zwei gemeinsamer Kinder ist der Kontakt seitdem sehr gering. Das ändert sich, als Anna beschließt, die Ferien auf Amrum zu verbringen, wo ihre erste große Liebe Jan wohnt. Denn plötzlich hat sie nicht nur ihre Kinder, sondern auch ihren Ex-Mann und ihre Mutter, mit der sie seit Jahren nicht mehr geredet hat,  dabei. Wie soll sie so zufällig und entspannt auf Jan treffen?

„Immer wieder im Sommer“ ist das erste Buch von Katrin Koppold, das unter dem Pseudonym Katharina Herzog erschienen ist. Es ist eine besondere Geschichte, die unbeschwerten Nordseeurlaub mit ernsten Themen verbindet. Ganz einfühlsam wird der Umgang mit Demenz beschrieben, das Buch schafft Verständnis und appelliert an Geduld mit betroffenen.

Die Kinder von Anna haben Schulprobleme, auch diese werden gut in die Geschichte eingebaut, sensibilisieren für Mobbing, ohne das Buch zu ernst zu machen.

Denn auch wenn das Buch voller Probleme steckt – gesundheitliche, berufliche, schulische und familiäre, so ist es doch ein Buch, das mich immer wieder zum Lachen und zum Träumen gebracht hat. Ich habe es übrigens an der Nordsee gelesen, genauer gesagt auf Föhr und somit fast in Sichtweite der Schauplätze. Hätte ich es daheim gelesen, wäre meine Nordseesehnsucht vermutlich unstillbar groß geworden.

Insgesamt ist es ein berührendes, nachdenklich machendes aber vor allem auch sehr unterhaltsames Buch. Etwas ernster als die Bücher von Katrin Koppold erkennt man doch ihren Schreibstil und Humor und wünscht sich mehr davon. Eine perfekte Sommerlektüre, die weder zu seicht noch zu problembeladen ist!