Montag, 2. Oktober 2017

Dora Heldt – Wir sind die Guten



Dora Heldt – Wir sind die Guten

Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
ISBN-13: 978-3423261494














Ein Jahr ist vergangen, seit der ehemalige Polizeichef Karl Sönnigsen zusammen mit seinen Freunden der Westerlander Polizei geholfen hat, eine Einbruchserie zu beenden. Nun steht ein neuer Fall vor seiner Tür, in dem er sein Talent zeigen kann. Eine Frau ist verschwunden, und da sie sowohl schwarz gewohnt als auch gearbeitet hat, mag niemand zur Polizei gehen und ihr Verschwinden anzeigen. Gut, dass es Karl und seine Rentnergang gibt. Und da die Polizei gerade in einem rätselhaften Mordfall ermittelt, kann er ungestört die Ermittlungen aufnehmen.

Schon der erste Fall der Rentnergruppe hat mir letztes Jahr gut gefallen. Es ist kein typischer Krimi, eher lustig und liebenswert, die Reihe lebt von den schrulligen Personen und nicht unbedingt von der Krimihandlung. Wobei sich dieser zweite Fall meiner Meinung nach als stärker erweist als der erste. Er ist komplexer, die Spannung bleibt länger oben. In erster Linie ist aber auch „Wir sind die Guten“ vor allem sehr unterhaltsam. Das liegt an den liebenswerten Figuren und an den Verwicklungen untereinander.

Während Polizistin Maren mit ihren Kollegen im Fall eines unbekannten Toten ermittelt, sind ihr Vater Onno, ihr Patenonkel Karl und die Freunde Helga, Inge und Charlotte im Fall der verschwundenen Sabine Schäfer unterwegs. Das ist ganz schön verzwickt, denn weder Maren noch die Männer von Charlotte und Inge dürfen etwas von den Ermittlungen mitbekommen. Sabine war nämlich Putzfrau, die auch bei Inge und Charlotte schwarz gearbeitet hat. Und das, wo ihre Männer gerade eine Kampagne gegen Schwarzarbeit auf Sylt beginnen…

Eigentlich gibt es diesmal also drei Ermittlerteams und Fälle auf Sylt, die erst nebeneinander her ermitteln, irgendwann aber auf Verbindungen treffen. Müssen Charlotte und Inge ihren Männern die Schwarzarbeit beichten? Und muss Karl mit der Polizei zusammenarbeiten?

Das sollte jeder, der gemütliche Krimis mit Charme und Lokalkolorit mag, selbst herausfinden. Kommt mit nach Sylt, trefft auf altbekannte Figuren, fiebert mit bei den verschiedenen Fällen und habt einfach Spaß, wenn die unorthodoxe „SOKO Gartenbau“, wie sie sich nennt, ermittelt.

Dora Heldts Krimis sind vielleicht keine typischen Kriminalromane, machen aber einfach total viel Spaß. Und auch die Spannung kommt nicht zu kurz, auch wenn sie zumindest für mich nicht im Mittelpunkt steht.

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