Samstag, 25. März 2017

Paul Burghardt - Wayne McLair 1: Der Meisterdieb



Hörspiel-Download: 73 Minuten 
Label: Maritim (Highscore Music)








London im Jahr 1889. Nach 10 Jahren kehrt der Dieb Wayne McLair zurück nach London. Inzwischen ist er ein berühmt-berüchtigter Meisterdieb, und nun beginnt er Scotland Yard aufzumischen.

Ein angekündigter Diebstahl schreckt den Yard auf, doch schnell hat Wayne nicht nur Inspector O’Neill gegen sich aufgebracht, sondern auch Aidan Quinn, den erfolgreichsten Kopfgeldjäger Londons. Dann ist da noch Slypher, der Schutzgeld von McLairs Ziehmutter erpresst, das kann dieser natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Und so beginnt der gerissene Dieb einen Plan auszuführen, mit dem er alle an der Nase herumführen will. Doch kann er wirklich sowohl Scotland Yard als auch den besten Kopfgeldjäger der Stadt austricksen?

Der Meisterdieb ist die erste Folge der Hörspielreihe Wayne McLair. Ursprünglich entstand diese Reihe bei hoertalk.de als reines Hobbyprojekt. 5 Folgen sind dort bereits erschienen, nun werden diese neu vertont und erscheinen zusammen mit neuen Folgen bei Maritim.

Ich kenne McLair daher bereits seit 2012 und habe ihn in mein Herz geschlossen. Nun wird er professioneller, verliert dabei aber nichts von seinem Charme und Witz.
Die Qualität der Hörspiele ist bei hoertalk.de hoch, konnte durch die Neuaufnahme aber noch einmal deutlich gesteigert werden. Mit gleichmäßigen professionellen Aufnahmebedingungen, richtiger Regie und einem professionellen Mastering wurde das Hörspiel perfektioniert.

Ich bin mehr als 4 Jahre nach dem letzten Hören der ersten Folge erneut in die Welt des McLairs eingetaucht und war sofort wieder begeistert und gefangen. McLair muss man einfach lieben, er ist charmant und witzig, ein Gauner durch und durch. Auch wenn er eigentlich zu den Bösen gehört, kann man ihm nicht böse sein (also, außer man ist Inspector bei Scotland Yard, Kopfgeldjäger oder Unterweltsboss ;) ). Das liegt wohl auch daran, dass McLair so gewitzt vorgeht und dabei keinem Menschen etwas zuleide tut. Er ist ein Gauner, der Freude daran hat, mit seinen Gegnern zu spielen. So taucht er mal als falscher Kommissar und mal als berühmter Zauberer auf, kündigt seine Taten an und hinterlässt dann auch noch eine Visitenkarte. Ob ihn irgendwann einmal sein Glück verlassen wird? Ich hoffe doch nicht, denn ich will noch viele Folgen über ihn hören. Wobei, um es mit Waynes Worten zu sagen: Das ist kein Glück, das ist irisch. Und so wird es hoffentlich auch nie vergehen!

Die Geschichte rund um Wayne McLair ist eine Abenteuergeschichte mit Steampunkeinschlag. Sie hat das Flair von einer historischen englischen Detektivgeschichte, ist dabei unglaublich witzig und einfach charmant.

Beim ersten Hören wird man vielleicht etwas erschlagen von den vielen Personen und Handlungssträngen, manche Nebenschauplätze werden angeschnitten, die erst in künftigen Folgen eine größere Rolle spielen werden, und viele Personen und ihre Beziehungen zueinander werden vorgestellt. Da das Ganze aber immer unterhaltsam geschieht, sollte man sich einfach darauf einlassen und sich in die bunte Welt von McLair, seiner Familie und seinen Gegnern stürzen.

Ich freue mich auf die weiteren Folgen über Wayne McLair und wünsche ihm gelungene Raubzüge und Erfolg bei seiner privaten Mission!

Montag, 13. März 2017

Antje Szillat - Tessa: Entscheidung des Herzens



Antje Szillat -  Tessa: Entscheidung des Herzens

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Coppenrath
  • ISBN-13: 978-3649622079
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre








Als das Pony Carlos sich bei einem Ausritt verletzt, ist die 13jährige Tessa untröstlich. Nie wieder will sie reiten, denn das wäre doch Verrat an ihrem Pony. Da Carlos jetzt weiter entfernt steht, auf einem Hof, der die idealen Bedingungen für ihn bietet, kann Tessa ihn leider kaum noch sehen.
Natürlich vermisst sie den Umgang mit Pferden. Aber ihr Herz  für ein anderes Pferd öffnen, das kann sie erst, als sie zufällig auf Ronja trifft. Die Hannoveraner-Stute ist traumatisiert, sie lässt sich schwer reiten und erschrickt ständig. Doch für Tessa ist es Liebe auf den ersten Blick. Kann sie ihre Eltern davon überzeugen, dass sie dieses Pferd braucht? Und ist sie überhaupt in der Lage ein so schwieriges Pferd zu reiten? Auch wenn sie talentiert ist, so wird schnell klar, dass die Aufgabe, sich Ronjas Vertrauen zu erarbeiten, nicht einfach ist. Ist sie vielleicht doch eine Nummer zu groß für die junge Tessa?

Auch wenn ich selber nie geritten bin, mag ich Pferderomane sehr gerne. Und dieser hier ist einer, bei dem man merkt, mit wie viel Liebe zum und Ahnung vom Pferd er geschrieben wurde. Antje Szillat ist selber begeisterte Reiterin und hat Erfahrungen mit einem schwierigen Pferd gesammelt. Das merkt man der Geschichte an, sie ist total authentisch. Kleine Pferdenärrinnen können beim Lesen vielleicht noch etwas lernen, das Buch ist aber keineswegs belehrend. Es vermittelt einfach nebenbei, worauf es bei Pferden ankommt, zeigt auf, wie viel Arbeit aber auch wie viel Freude Pferde machen und erzählt eine spannende Geschichte, in die sich junge Mädchen gut hineinversetzen können.

„Entscheidung des Herzens“ ist der erste Band rund um Tessa und ihre Pferde, wir können uns also noch auf viele weitere Abenteuer freuen.  

Freitag, 10. März 2017

Rainer Wekwerth – Camp 21: Grenzenlos gefangen



Rainer Wekwerth – Camp 21: Grenzenlos gefangen





Mike und Kayla sind eigentlich ganz normale Jugendliche. Durch eine Verkettung von Ereignissen landen sie aber in einem Erziehungscamp. Nach kurzer Zeit werden sie aus einem normalen Camp in das Camp 21 verlegt. Dort sind immer zwei Jugendlichedurch ein elektronisches Armband aneinander gefesselt. Sie können sich nicht weit voneinander enRtfernen, sonst empfangen sie unglaubliche Schmerzen. Doch was geschieht noch im Camp 21?

Camp 21 ist ein spannender Jugendroman, in dem Rainer Wekwerth mal wieder zeigt, dass er es schafft, Leser zu fesseln. Ich war auf jeden Fall gleich gefangen von der Geschichte rund um Kayla und Mike. Am Anfang liest sich alles noch wie ein recht normaler Bericht über ein Bootcamp. Kayla und Mike kommen beide relativ unverschuldet in dieses Erziehungscamp, auch wenn beide sicher keine Engel sind. Klar haben sie nicht alles richtig gemacht, aber ein Erziehungscamp erscheint doch als übertriebene Maßnahme. Und genau deswegen haben die Beiden auch gleich mein Herz gewonnen, waren mir sympathisch und ich habe mit ihnen mitgefiebert.

Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto spannender und geheimnisvoller wird sie. Es wird schnell klar, dass irgendetwas im Camp 21 nicht stimmt. Was genau und warum? Nun, um das zu erfahren, muss man selbst eintauchen in die Geschichte.

Ich kann sagen, das lohnt sich, denn ich fühlte mich von dem Hörbuch, das Mark Bremer eindrucksvoll eingelesen hat, von der ersten bis zur letzten Minute gut unterhalten. Nicht alles ist ganz logisch, und manches ging vielleicht etwas zu schnell, aber insgesamt habe ich die Geschichte zufrieden beendet. Auch wenn ich am Schluss gerne noch mehr über die Hintergründe erfahren hätte, so ist das Ende doch wirklich gelungen. Nachdem ich mit dem Ende der Labyrinth-Reihe von Rainer Wekwerth so meine Probleme hatte, hatte ich hier etwas Bedenken. Aber nein, das Ende ist nicht offen und wirklich zufriedenstellend.

Insgesamt ein spannender Jugendroman, dem ein paar Seiten mehr um mehr in die Tiefe bei den Hintergründen und den einzelnen Charakteren gehen zu können, gut getan hätten, der aber auch so eine rasante eindrucksvolle Geschichte bietet.

Eine Geschichte, die eine Sogwirkung auf mich hatte, so dass ich das Hörbuch in kürzester Zeit verschlungen hatte.  

Dienstag, 7. März 2017

Nina Weger – Club der Heldinnen: Entführung im Internat



    Nina Weger – Club der Heldinnen: Entführung im Internat
  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Oetinger 
  • ISBN-13: 978-3789104657
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 - 11 Jahre











Das Matilda Imperatrix ist eine ganz besondere Schule: Das Internat ist für Mädchen mit außerordentlichen Fähigkeiten. Und so tummeln sich hier Mädchen aus der ganzen Welt, die alle besondere Talente haben.
Pina, die von den Indianern abstammt, ist z.B. eine begabte Naturforscherin, und Flo, ihre beste Freundin und Spross einer alten Rittersfamilie, ist eine phantastische Planerin.
Die beiden Fünftklässlerinnen freuen sich schon auf die jährlich stattfindenden Geländespiele, bei denen man in Gruppen Geschicklichkeit und Ausdauer beweisen, sich durch unwegsames Gelände kämpfen und kniffelige Aufgaben lösen muss. Pina und Flo wollen endlich gewinnen. Die letzten Jahre sind sie knapp gescheitert, weil sie Flos kleine Schwester Charly mit im Team hatten.
Flo sollte sich also eigentlich freuen, dass Charly dieses Jahr in das Team von Pinas und ihrer neuen Zimmergenossin will. Doch irgendwie hat Flo kein gutes Gefühl dabei. Sie traut Blanca nicht richtig.
Und tatsächlich erfüllt sich ihre dunkle Vorahnung. Bei den Geländespielen verschwindet Charly. Was ist passiert? Können Pina und Flo Charly retten? Zähneknirschend muss Flo sich eingestehen, dass dieses nur mit Blancas Hilfe gelingen kann.

Ich habe schon als Kind Bücher geliebt, die im Internat spielen. Und hätte es damals schon den Club der Heldinnen gegeben, dann hätte ich mich wohl ins Matilda Imperatrix geträumt statt in ein normales langweiliges Internat.

Da es der erste Band rund um dieses besondere Internat ist, muss man natürlich erst einmal die Figuren und auch die Besonderheiten der Schule kennenlernen. Das passiert aber nebenbei, ohne dass Langeweile aufkommt. Langeweile ist auch schwierig bei so interessanten Charakteren. Hauptsächlich zu tun hat man es mit Pina, Flo und Blanca, drei sehr unterschiedlichen Mädchen. Dass sie so verschiedene Herkünfte und Hintergründe haben, merkt man in jeder ihrer Unterhaltungen. Während Pina mit Indianerweisheiten um sich wirft, flucht Blanca wie ein Pirat.
Neben den drei Mäcdhen erfährt man nur wenig von den anderen Schülerinnen, am meisten noch von Cilly und Lilly, zwei Zicken, die Flo und Pina nicht leiden können und sie bei regelwidrigen Verhalten (und das ist die Spezialität der Freundinnen, wer bleibt schon in der Burg, wenn man auch heimlich aus dem Fenster klettern kann?) erwischen wollen. Ein paar weitere Fünftklässler und auch Lehrer lernt man flüchtig kennen, und das was man von der bunten Truppe mitbekommt macht neugierig auf mehr. Ich nehme mal an, das eine oder andere Mädchen und vielleicht auch manche Lehrer werden in weiteren Abenteuern noch eine größere Rolle spielen.

Zum Kennenlernen ist es aber gut, dass sich die Geschichte eigentlich nur auf Blanca, Pina und Flo konzentriert. Statt langer Beschreibungen landet man schnell mitten im Abenteuer, und in was für einem!
Die Geschichte ist lustig und spannend und macht einfach ganz viel Spaß! Ich habe mich wohl gefühlt beim Lesen, habe die Mädchen gerne auf ihrem Abenteuer begleitet, mit ihnen gebangt und gerätselt und hoffe, es werden noch viele Bände folgen!


Mädchen und auch Jungs ab 9 werden sicher viel Freude beim Lesen dieses Buches haben. Und falls die Kids lieber vorgelesen haben wollen: Hier haben auch Erwachsene Spaß!  

Samstag, 4. März 2017

Davide Morosinotto - Die Mississippi-Bande: Wie wir mit drei Dollar reich wurden


  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Thienemann Verlag 
  • Übersetzer: Cornelia Panzacchi
  • ISBN-13: 978-3522184557
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre










Die vier Jugendlichen TeTrois, Eddie, Julie (genannt Joju) und ihr kleiner Bruder Tit sind zum Ärger ihrer Eltern dicke Freunde. Wann immer sie können, treffen sie sich heimlich in den Sümpfen. Zusammen sind sie die Mississippi-Bande, und sie kennen sich gut aus im Bayou.
Als sie beim Angeln eine Dose mit 3 Dollar finden, was Anfang des 20. Jahrhunderts richtig viel Geld war, beschließen sie, etwas aus dem berühmten Versandhauskatalog, den jeder Haushalt hat, zu bestellen. Und damit beginnt ein großes Abenteuer.

Dieses Abenteuer führt die vier Freunde quer durch Amerika nach Chicago. Sie sind so mancher Gefahr ausgesetzt und erleben richtig viel. Manchmal zu viel, bzw. alles wird irgendwie nur kurz angerissen und schon geht es weiter. Viele Themen sind in das Buch gesteckt, viele Probleme werden erwähnt, aber vieles eben nur kurz. Manchmal habe ich mich schon gefragt, warum es dann überhaupt erwähnt wird (z.B. bei Jojus erster Regelblutung, die kurz Thema ist, dann aber nicht mehr erwähnt wird, dabei müsste sie ja durchaus länger als 5 Minuten bluten). Und manchmal hätte ich einfach gerne mehr über die Hintergründe erfahren, z.B. mehr über die Besserungsanstalt, in der Joju im Laufe der Geschichte landet.
Vieles ging auch irgendwie zu glatt in dem Buch. Aber trotzdem war ich gut unterhalten.

Allerdings muss ich sagen, mit dem ersten Teil tat ich mich schwer. Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt. Drei dickere, die die eigentliche Geschichte erzählen, wobei der erste Abschnitt aus der Sicht von TeTrois, der zweite aus der Sicht von Eddie und der dritte schließlich von Joju erzählt wird. Der letzte Abschnitt ist viel kürzer, er spielt viele Jahre nach dem Abenteuer und hier berichtet der autistische schwarze Tit.

Den vierten Abschnitt hätte ich nicht gebraucht, oder zumindest nicht in dieser Form und Länge, ein kurzer Rückblick auf das, was nach dem dritten Abschnitt geschah, hätte gereicht. Zumal man hier nicht alles erfährt, was mich interessiert hätte, zu gerne hätte ich hier auch mehr darüber gewusst, wie es mit den Familien der Freunde weiterging.

Problematisch fand ich aber vor allem Abschnitt eins. Denn auch wenn ich die Geschichte von Anfang an spannend und interessant fand, so wurde ich doch nicht so richtig warm mit ihr. Irgendwann wurde mir klar, es liegt daran, dass mir TeTrois nicht sonderlich sympathisch war. Die Teile aus der Sicht von Eddie und Joju habe ich verschlungen, da war ich richtig drin in der Geschichte. Den Anfang fand ich eher zäh.

Auch wenn das jetzt nach ziemlich viel Kritik klang, so fühlte ich mich über die meiste Zeit doch sehr gut unterhalten und habe den Abenteuerroman durchaus genossen. Er ist nicht perfekt, aber doch unterhaltsam. Bei mir bekommt er 3,5 von 5 Sternen. Ich kann mir auch vorstellen, dass er bei der Zielgruppe gut ankommt – vorausgesetzt man kommt mit TeTrois irgendwie sehr bestimmenden und anstrengenden Art klar.

Donnerstag, 2. März 2017

Jana Herbst – Der Agent, meine Tochter & ich

Jana Herbst – Der Agent, meine Tochter & ich

Format: eBook
Seitenzahl: 395 Seiten
Verlag: Feelings
ISBN: 9783426444283















Sarah führt ein langweiliges verlässliches Leben und vergleicht sich selbst gerne mit einem Baumwollschlüpfer. Denn genau wie der ist sie zuverlässig, solide und berechenbar. Das war nicht immer so, aber seit der Geburt ihrer Tochter Lilly steht diese an erster Stelle und die Museumskuratorin führt ein ruhiges Leben.

Das ändert sich, als sie sich zu einer Clubnacht mit ihren Freundinnen überreden lässt. Denn dort trifft sie auf Lars. Nach einer heißen Nacht trennen sich ihre Wege, ohne, dass sie ihre richtigen Namen oder gar Telefonnummern ausgetauscht haben. Doch plötzlich steht Lars vor Sarahs Tür. Als Geheimagent ist er in einen Fall verstrickt, in dem auch Sarah eine Rolle zu spielen scheint.

Das ist der Beginn einer chaotischen Zeit, die das Leben der beiden auf den Kopf stellt.

Letztes Jahr habe ich mit viel Freude Highheels, Herz & Handschellen der Autorin Jana Herbst gelesen. Meine Erwartungen an Band 2, in dem übrigens auch Anna und Filip, die Protagonisten des ersten Bandes, kurz auftauchen, waren daher hoch. Und wurden übertroffen.

Sarah war mir noch sympathischer als Anna, und so konnte ich von Anfang an mit ihr mitfiebern und mitfühlen. Lars ist dabei ein wirklich toller Held, in den man sich als Leserin einfach verlieben muss. Und dann ist da noch die kleine Lilly, eine hochbegabte 7jährige, die mich immer wieder zum Lachen brachte. Überhaupt kam ich bei dem Roman aus dem Lachen und Schmunzeln kaum heraus. Die Seiten flogen nur so dahin und ich fühlte mich vorzüglich unterhalten.

Der Kriminalfall des Buches steht nicht richtig im Vordergrund, war aber so konstruiert, dass er mich mehrmals überraschen konnte. Wichtiger waren für mich aber die romantischen und die witzigen Aspekte, und die waren einfach grandios. Ich habe lange nicht mehr so gelacht beim Lesen und ich habe mich einfach von der ersten bis zur letzten Seite wohl gefühlt. Die Figuren sind lebensecht, voller Fehler und Zweifel, wirklich sehr menschlich und somit sympathisch und gut zum sich in sie hineinzuversetzen. So macht das Abtauchen in fremde Welten Spaß!

Wer gerne mal wieder Lachen möchte, der sollte zu diesem witzigen Romantic-Thrill-Roman greifen.

Ich werde mit Sicherheit auch die nächsten Werke von Jana Herbst lesen, denn mit ihrem Humor hat sie sich direkt in mein Herz geschrieben!