Donnerstag, 1. März 2018

Irina Grabow - Vakouja - Ränkespiele


Irina Grabow - Vakouja - Ränkespiele 

  • Taschenbuch: 452 Seiten
  • Verlag: Lysandra Books Verlag
  • ISBN-13: 978-3946376323












Lian ist ein einfacher Fischer, der der Tochter des Dorfvorstehers versprochen ist. Doch aus dieser Verbindung wird nichts, denn zufällig begegnet Lian dem König Zaron. Und dieser nimmt ihn durch eine List mit auf seine Burg. Auf einmal ist er Eigentum des grausamen Herrschers, dessen Ziele immer etwas undurchschaubar sind.

Auch wenn Lian nicht freiwillig auf der Burg ist, er gewöhnt sich doch recht schnell ein, beginnt eine Ausbildung zum Schmied und findet Freunde. Doch sein Leben hält noch einige Wendungen für ihn bereit und es ist ein ständiger Wechsel von Alltag und Abenteuer, Liebe und Angst.

Der erste Band der Trilogie Vakouja ist für mich eher eine Vorgeschichte. So erfährt man einiges über die Welt Vidar, über die Königreiche und Kämpfe und auch über die Fabelwesen, die Mystikums und Greven, die dort Leben. Man wird also eingeführt in diese Welt und in einen Konflikt, der dort schwelt. Allerdings fehlt dem Buch etwas ein roter Faden. Man kann nicht sagen, dass es nicht genug Handlung hat, es passiert einiges, aber irgendwie fehlte mir ein Ziel, auf das die ganzen Handlungen hinlaufen. Einige Handlungsstränge wurden angefangen, von denen ich mir sicher war, dass sie später noch eine Rolle spielen würden. Nur, das taten sie nicht bzw. das werden sie dann wohl in Band 2 tun.

Die Geschichte zog sich dank des fehlenden roten Fadens etwas, ließ sich aber wirklich gut lesen. Ich mochte Irina Grabows Schreibstil und vor allem ihre Beschreibungen. Schade, dass die Mystikums, spannende und gefährliche Fantasywesen, noch gar keine so große Rolle gespielt haben. Von denen hätte ich gerne mehr gelesen. Viel lieber als Lian hätte ich sie, oder aber auch ein Grevenmädchen, das kurz auftaucht, begleitet. Das liegt auch daran, dass Lian ziemlich farblos blieb. Er erlebt einige Abenteuer, richtig mitfiebern konnte ich mit ihm aber nicht. Er war so distanziert, sprunghaft in seinen Gefühlen, kam mir manchmal recht kalt vor. Leider kein Held, der die Herzen der Leser gewinnt.  

So negativ das jetzt alles klingt, so hatte ich doch auch Spaß bei der Lektüre und bin gespannt auf den nächsten Teil. Denn Ränkespiele überrascht mit einem wirklich außergewöhnlichem Ende, das neugierig auf das macht, das noch kommt, und das vermuten lässt, dass im nächsten Band einiges anders sein wird als in diesem ersten Teil und dass die Punkte, die mich hier gestört haben, dort zum größten Teil mehr nach meinem Geschmack sein werden. Ich bin wirklich neugierig auf den Fortgang der Geschichte!  

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